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Ostberlin – ich hab noch was vergessen
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Ostberlin – ich hab noch was vergessen

Sonntagmorgen. 11 Uhr Alexanderplatz. Ostberlin. Der letzte Tag des Monats Mai. Die Sonne brannte. Beim letzten Besuch vor ein paar Wochen war mir mein coloriges Filmmaterial ausgegangen. Deswegen hatte ich die Nuttenbrosche, den Brunnen der Völkerfreundschaft auf dem Alex, nur dilettantisch in schwarz/weiß fotografiert. Aber die bunten Bildchen von Pflanzen und Vögelchen sind in monochromer Darstellung natürlich verschenkt. Deshalb an diesem Morgen eine kleine fotografische Tour, again.
11. Juni 2026
DDR-Pilz-Klettergerüst in Jena und Halle & Leipzig im Mai
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DDR-Pilz-Klettergerüst in Jena und Halle & Leipzig im Mai

Neue (Zug)Reisegeschichten aus (ost)deutschem Land, mit dem Konvolut analoger Kameras. Zu diesem Zeitpunkt gibt es 10 Kapitel meiner 9-Euro-Ausblicke. Alle Fotos aus Jena: ➨  JENA, GERA, WURZEN, TORGAU, DRUMHERUM von LEIPZIG Jena Nach Jena fuhr ich nur wegen des Pilzes. Was denn für ein Pilz? Na der Klettergerüstpilz. So eine schöne Kindheitserinnerung. Und die Erinnerung […]
1. Juni 2026
Leichen säumten ihren Weg - Leichenwagenprozession WGT 2026
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Leichen säumten ihren Weg - Leichenwagenprozession WGT 2026

Pfingsten, wenn möglich, nicht in Leipzig verbringen. So lautete die Parole der letzten Jahre. „Dieses schwarze Treiben" war noch nie wirklich etwas für mich. Es erinnerte mich an die Zeit, als ich mit zwei Grufti-Frauen zusammen wohnte. Keine schönen Erinnerungen! Also Wave Ghotic den Vortritt in Leipzig lassen für ein verlängertes Wochenende und irgendwo anders die Beine in den See hängen. Aber dieses Jahr wollte es anders. Pfingsten in Leipzig. Gut. Meinetwegen. Dann wenigstens richtige Ungewöhnlichkeit.
27. Mai 2026
Lost in Gera
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Lost in Gera

Wie Gera genau auf meinen Plan trat, weiß ich nicht mehr. Vielleicht war es die Sonne, die mich anlockte. Jedenfalls war es ein spontaner Ausflug in die thüringische Fastgroßstadt — und fotografisch hat er sich mehr als gelohnt. Menschlich war ich ein wenig lost. Viele Alte, viele Schülerinnen, viel Pack. Viele merkwürdige Blicke, viele niedere Beweggründe. Menschlich hat mich lange kein Ort mehr so dermaßen abgestoßen.
12. Mai 2026
Berlin – wieder.einmal.wieder.liebgehabt.
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Berlin – wieder.einmal.wieder.liebgehabt.

Berlino. So nannte ich dich immer. Ganz liebevoll. Aber diese Beziehung hatten wir nicht (mehr) in den letzten Jahren. Nix mit Liebe. Alles an dir war schwierig für mich. Alles in dir war schwierig. Für mich. Immer nur kurze Zwischenstopps und Umsteigesituationen. Mehr war nicht drin. Berlino im Frühling. Ich wollte eine Annäherung. Ich wollte eine Klärung. Ich wollte eine paar Bildnisse einsammeln. Wir beide also wieder in Verbindung. Es war schön, es war bunt, es war ein Mix aus Sonnen und Wolken, es war wieder ein bisschen Zuhause. Es war auch ein Laufen ohne Pause. All die Orte mussten in einen Tag passen. Hatten sie letztendlich auch und ich war danach ziemlich kaputt. 
5. April 2026
Cottbus... du Schöne – haltet mich doch für verrückt
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Cottbus... du Schöne – haltet mich doch für verrückt

Cottbus. Du Stadt Brandenburgs und der Lausitz. Lange bin ich um dich herum gekreist. Ich weiß so recht gar nicht wieso. Viele Male bin ich mit dem Zug vorbeigefahren, aber nie ausgestiegen. Jetzt im März 2026 kam ich ein wenig wie die Jungfrau zum Kinde zu dir. Die Sonne schien, ich wollte mich drücken vor der Organisation meines Lebens und schwuppdiwupp, Zugverbindung herausgesucht und auf den Weg gemacht. Sehr spontan. Keinerlei Vorbereitung.
25. März 2026
Lützen mit Adolf ohne Nietzsche im DDR-Modus & ein Hauch Bad Dürrenberg
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Lützen mit Adolf ohne Nietzsche im DDR-Modus & ein Hauch Bad Dürrenberg

Neue (Zug)Reisegeschichten aus (ost)deutschem Land, mit dem Konvolut analoger Kameras, immer regelmäßig aktualisiert wird Leipzig, auch neue Orte kommen hinzu. Zu diesem Zeitpunkt gibt es 10 Kapitel meiner 9-Euro-Ausblicke. Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis: ➨ 9-Euro-Ausblicke-Und-Weiterreisend / Inhaltsverzeichnis Ich bekam eine Nachricht mit dem Bild eines DDR-Wandbildes: „Kennste bestimmt schon?". Ne. Kannte ich noch nicht, […]
6. März 2026
Leipzig im Winterjanuar & ein buntes Observatorium in Schkeuditz
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Leipzig im Winterjanuar & ein buntes Observatorium in Schkeuditz

Der Januar war schnell, emotional, eisig, glatt, dunkel, energetisch, kreativ, analog, ruhelos, schlafintensiv, schneeflockig, geburtstaglich, still, kalt, rot, blau, gelb, ärgerlich, wiedersehend, digital, selbstdarstellend, weiß, sorgenvoll, aufreibend, verändernd, wortreich, mexikanisch, links, verknüpfend, lehrreich, lehrend, kümmernd – und noch so viel mehr. Ein Jahresauftakt, der an einen Einstieg in die Berg-und Talbahn erinnerte. Was das für 2026 bedeuten könnte? Eine rasante Fahrt, ein anstrengender Ritt. Oder alles ist offen und kommt ganz anders… 
11. Februar 2026
Knochenweiß
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Knochenweiß

Heute habe ich einen Geburtstagsbrief geschrieben. Bin lange mit der Tram gefahren, um den Briefkasten mit meinem Geschriebenen zu füllen.
1. Februar 2026
Viele Fäden führen nach Guben
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Viele Fäden führen nach Guben

Alle Fäden führten nach Guben. Irgendwie. Und auf einmal war ich auch noch in Polen. Aber der Reihe nach. Lange hatte ich keine ostdeutsche Stadt mehr analog fotografiert. Zu viel war 2025 los. Nach Serbien im Oktober war ich nicht mehr fotografisch auf den Straßen unterwegs. Ende des Jahres fühlte es sich so an, als solle es wieder sein. Neue Filme, endlich wieder Chemie, um auch buntes Filmmaterial zu entwickeln. Und dann sah ich irgendwo ein Foto vom Innenleben des Gubener Bahnhofs. Dachte ich mir an einem sonnigen End-Dezember-Tag: Los geht’s
27. Dezember 2025
SERBIEN Okt*2025: Belgrad II
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SERBIEN Okt*2025: Belgrad II

Wieder in Belgrad angekommen, schrieb ich meinem Vermieter. Er konnte sich erst gegen sechs Uhr am Abend mit mir treffen, also wartete ich im Starbucks, trank Kaffee und schrieb E-Mails. Ich war verblüfft: Die Preise waren fast identisch mit denen in Deutschland, obwohl die Menschen hier deutlich weniger verdienen. Trotzdem war das Café voll. Ich […]
29. Oktober 2025
SERBIEN Okt*2025: Niš
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SERBIEN Okt*2025: Niš

Zum ersten Mal hatte ich in Serbien eine Straßenköterbande gesehen. Das war ziemlich schön. Es war der Tag, an dem ich in Niš ankam. Aber der Reihe nach. An meinem Geburtstag, einem Samstag, fuhr ich mit dem Bus von Novi Sad nach Niš im Osten des Landes, drittgrößte Stadt. Die Fahrt dauerte rund fünf Stunden, […]
29. Oktober 2025
SERBIEN Okt*2025: Belgrad I
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SERBIEN Okt*2025: Belgrad I

Serbien im Oktober Drei Städte: Belgrad, Novi Sad, Niš.Und wieder Belgrad – diese Betonburg. Viele krude Busfahrten,mindestens ein Eis am Stiel pro Tag,wundervoll freundliche Menschen.Deutsch statt Englisch als Verständigung,Baulärm, Sonnenstunden, Müdigkeit. Bloks.Buntes Gemüse – Paprika, Tomaten, Auberginen –in wilden Massen auf wilden Märkten.Wandmalereien, Flusswasser, Kraft.Blockaden, Freiheit, Botschaften. Teure Lebensmittel in kleinen Supermärkten,Jogginganzüge, verrückte Hunde als […]
29. Oktober 2025
SERBIEN Okt*2025: Novi Sad
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SERBIEN Okt*2025: Novi Sad

Der Zug Richtung Novi Sad war weder voll noch leer, angenehm gefüllt, würde ich sagen. Die Fahrt verlief ruhig. Die Züge fuhren nun nur noch bis nach Petrovaradin, einem Vorort von Novi Sad. Der Hauptbahnhof war nach dem tragischen Dacheinsturz vom 1. November 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen, gesperrt. Wie es nach […]
28. Oktober 2025
Kreative FOTOWORKSHOPS 2026 – Leipzig – Termine
Nachlese FOTOWORKSHOP: Expression Explosion // Potpourrama // Crash Mash Flash

Kreative FOTOWORKSHOPS 2026 – Leipzig – Termine

Seit 13 Jahren begleite ich Menschen fotografisch. Ich unterrichte nicht nur die Fotografie, sondern das Sehen. Das Erkennen. Das Entscheiden. Die Kamera ist (m)ein Werkzeug – aber der Blick, der Gedanke, das innere Bildnis: das ist das, worauf es ankommt.
2. Oktober 2025
Herbst-Zeitz-Los Ende September
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Herbst-Zeitz-Los Ende September

Zeitz, Ende September 2025. Eine Stadt ohne Menschen, dafür Autos, die rumcruisen, und kleine Gangs aus jugendlichen Mopedfahrern, wie ich sie aus meiner Jugend kenne. Zeitz, ein schön sanierter Bahnhof, kaum Menschen. Einmal in der Stunde fährt ein Bummelzug aus Leipzig in die Stadt in Sachsen‑Anhalt, die einst geblüht haben muss. Die verfallenen Gründerzeithäuser stammen aus dieser Blüte. Manche hoffen ja tatsächlich, dass Zeitz vor dem Aussterben gerettet werden kann. Ich glaube das nicht. Habe in den letzten Jahren so viele dieser mittelgroßen Oststädte besucht. Überall quält sich die Strukturlosigkeit, und die Veralterung der Einwohnerinnen schlängelt sich durch den Alltag. So wie Detroit und Cleveland in den USA, nur eben in der ehemaligen DDR. Keine Jobs, wenig Kunst und Kultur, und etwas zu essen suchte ich an einem Samstag auch ohne Ergebnis. Was nützt die „schöne Natur“, was nützen ehemalige Schlösser und Fabriken, die nun Museum sind, Kirchen, die saniert werden, und eine alte Fabrik als Co‑Working‑Platz, wenn die Menschen, die in Zeitz leben müssen, keine Zukunftspläne mehr haben, weil sie nur einen ruhigen Lebensabend genießen wollen, die billige Miete brauchen oder ihr abbezahltes Häuschen nun auch nutzen wollen? Leben ohne Utopie. Leere. Vereinsamung. Rassismus. Wirtschaftlicher Exodus. Schade. 
2. Oktober 2025
Fotoworkshop: Straße // September-Leipzig
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Fotoworkshop: Straße // September-Leipzig

Noch ist der September gar nicht vorbei. Dennoch war er äußerst merkwürdig. Ein Monat ohne richtiges Profil eigentlich und wenig Verbindung zu meinem Leben sowieso. Ein Monat, der nach dem August nur abkacken konnte. Dem kommenden Oktober könnte er sowieso niemals das Wasser reichen. Dieser September war irgendwie anders. Warm war’s. So oft habe ich mich selten auf den Weg zum See gemacht. Am Anfang war der Monat noch emotional, dann wurde er ziemlich schmerzhaft (körperlich), dann wurde er auf einmal voll, die Kraft musste immer gut eingeteilt werden. Und dann wurde er wieder schmerzhaft (seelisch), weil ich mich künstlerisch einer Sache widmete, die an die Substanz ging. Gut so. Natürlich.
24. September 2025
Fast auf den Tag genau: Sommer-Erfurt
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Fast auf den Tag genau: Sommer-Erfurt

Welch ein schöner Zufall: einmal am 26. August 2024 in Erfurt, einmal am 27. August 2025, ebenfalls in Erfurt. Auch davor schon, doch nicht durch die Kamera – und gerade dadurch haben sich meine Blicke auf Orte auf einmal ganz verändert. Beide Male war der End-August in Erfurt sommer-wunderschön, schenkte meinen Bildern Licht und Schatten. 2025 war ich nicht allein, ich begleitete D. Zuerst die Pflicht, dann die Kür. Das Schöne daran: Wir kamen während beider Tagespunkte an Orte, die ich schon kannte, und doch warf das Licht einen ganz anderen Blick auf sie.
13. September 2025
Georgien Jun*2025: Batumi, ბათუმი
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Georgien Jun*2025: Batumi, ბათუმი

Von Tiflis nach Batumi fahren täglich zwei Züge: ein Morgenzug, ein Abendzug. Für diesen Samstag war der Morgenzug bereits ausgebucht. Es gibt nämlich ausschließlich Sitzplätze. Ist der Zug voll, wird einfach kein Ticket mehr verkauft. Also nahm ich den Abendzug: Abfahrt 17:10 Uhr, Ankunft um 22:45 Uhr. Der Zug war rappelvoll. Niemand sprach ein Wort, alle starrten schweigend auf ihre Smartphones. That’s normal here, dachte ich mir. In Batumi angekommen, stellte ich fest:
27. Juli 2025
Georgien Jun*2025: Tiflis, Tbilissi, თბილისი (Teil II)
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Georgien Jun*2025: Tiflis, Tbilissi, თბილისი (Teil II)

Eine Busfahrt, die ist lustig. Eigentlich. In Tiflis eher stickig und überfordernd und meist sehr lang. Die Fahrer, zumeist mit ziemlich aggressiv-rabiatem Stil unterwegs, versuchten, das Gefährt durch den Stadtverkehr zu lenken. Wenigstens gab es da eine eigene Busspur. Weiblichen Busfahrerinnen begegnete ich nie. Irgendwie sah ich überhaupt fast ausschließlich Männer am Steuer von Fahrzeugen. Der Verkehr in der georgischen Hauptstadt war überbordend, aggressiv, ruhelos. In manchen Bussen gab es W-Lan, in nur einigen Klimaanlagen, nur manchmal wurden die Stationen angezeigt (natürlich auf Georgisch). Deshalb verfolgte ich die Fahrten immer mit dem GPS auf meinem Handy. Erst zählte ich noch die Stationen, aber das gab ich schnell wieder auf, funktionierte fast nie. Manchmal ließ ich mich einfach treiben, nahm irgendeinen Bus und fuhr und fuhr. Hatte ich jedoch ein bestimmtes Ziel, musste ich mich konzentrieren, manchmal fragte ich nach.
27. Juli 2025
Georgien Jun*2025: Tiflis, Tbilissi, თბილისი (Teil I)
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Georgien Jun*2025: Tiflis, Tbilissi, თბილისი (Teil I)

Das mit Georgien war ein ewiges Hin und Her. Es hat nie richtig gepasst. Mein Leben war so voll mit seiner Organisation, mein Konto war so leer. Meine Kraft war so alle. Und auf einmal ging es doch ganz schnell: Zwei (eigentlich drei) Menschen fragte ich nach ihrer Meinung – Menschen, denen ich eine gute Antje-Kenntnis zutraute. Ich war nicht überrascht – über die Großzügigkeit ihrer Gedanken und auch über die (nicht)Zweifel, die an meinem Vorhaben geäußert wurden. Flüge gebucht, eine Woche später bereits unterwegs gewesen. Denn die Großzügigkeit dieser Menschen ließ meine Kräfte wieder groß werden. Zehn Tage Georgien: Tbilisi und Batumi und all die Fahrten dazwischen.
27. Juli 2025
Dina und Davit
wolf und schwein in georgien

Dina und Davit

Am Rande eines alten, lauten Marktplatzes in Tbilissi, zur Zeit der Sowjetunion, trafen sie sich. Davit, der Wolf, keck und voller Kraft und Dina, das Schwein, rosig, fest im Leben stehend, durch und durch ein froher Charakter. Sie wussten nicht, warum sie hier zusammenkamen, und doch spürten sie eine warme Verbundenheit. Wenn sie beieinander waren, löste sich der Nebel der Zeit. Sie sahen durch den Dunst der Jahre und blickten in eine ferne Zukunft.
20. Juni 2025
Eine Stunde Seehausen (Altmark) // Mai-Leipzig
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Eine Stunde Seehausen (Altmark) // Mai-Leipzig

Eine Stunde Seehausen in der Altmark. Warum? Nur wegen eines DDR-Wandbilds. Gezeigt wurde es mir zwei Wochen zuvor von einer Frau, die mir im Schienenersatzverkehrsbus von Tangerhütte nach Wittenberge gegenübersaß. Auf meiner Reise nach Mecklenburg erzählte die etwa 60-Jährige fast zwei Stunden lang aus ihrem Leben – spannend, berührend, kaum zu unterbrechen. Irgendwann erwähnte ich meine Leidenschaft für sozialistische Überbleibsel. Da zeigte sie mir ein Wandbild in Seehausen, an einem Wohnblock in Bahnhofsnähe. Sie selbst stieg auch aus. In Seehausen.
2. Juni 2025
Leipzig, Frühling. Licht und Schatten. Und leere Wände.
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Leipzig, Frühling. Licht und Schatten. Und leere Wände.

Mindestens eine meiner analogen Agat-Halbformatkameras habe ich immer in meiner Handtasche – meist sogar zwei: eine mit Schwarzweißfilm, eine mit einem bunten. Der letzte Schwarzweißfilm war so lange in der Kamera wie selten zuvor. Das lag daran, dass ich kaum auf den Straßen Leipzigs oder anderswo unterwegs war. Ich fotografierte so viel wie selten in meinem Leben – aber eben nicht im öffentlichen Raum. So blieb der Frühling weitgehend außerhalb meines Schaffens. Nicht völlig unbemerkt, aber doch sehr.
10. Mai 2025
Blackbox-Schkeuditz // Zündholz-Riesa
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Blackbox-Schkeuditz // Zündholz-Riesa

Neue (Zug)Reisegeschichten aus (ost)deutschem Land, mit dem Konvolut analoger Kameras, immer regelmäßig aktualisiert werden Leipzig & Mecklenburg, aber auch neue Orte kommen hinzu. Zu diesem Zeitpunkt gibt es 9 Kapitel meiner 9-Euro-Ausblicke. Wahrscheinlich werden weitere dazukommen. Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis: ➨ 9-Euro-Ausblicke-Und-Weiterreisend / Inhaltsverzeichnis Blackbox-Schkeuditz (März 2025) Gesamter Text und alle Fotografien hier: 9-Euro-Ausblicke-Und-Weiterreisend […]
26. März 2025
Hunderte protestieren, Tausende shoppen: Ein antifaschistischer Samstag in Leipzig
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Hunderte protestieren, Tausende shoppen: Ein antifaschistischer Samstag in Leipzig

Naschmarkt also heute in antifaschistischem Kostüm. Warum aber? In der Alten Handelsbörse findet eine Wahlkampfveranstaltung der AfD mit Cheffe Tino Chrupalla statt. Knapp tausend Menschen demonstrieren deshalb rundherum um diese Veranstaltung. Alerta, Alerta. Auch ich drehe meine Runden. Als Antifaschistin, natürlich. Als Fotografin, auch natürlich. Ich treffe die Omas gegen Rechts, sehr junge Antifaschistinnen, Kermit den Frosch und so viele andere.
8. Februar 2025
Leipzig, Winter. Korn und Kälte. // Stralsund, Winter. Licht und Leere.
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Leipzig, Winter. Korn und Kälte. // Stralsund, Winter. Licht und Leere.

Die Kälte ist da, scharfkantig, aber die Sonne bricht durch. Stralsund glänzt im Winterlicht, als hätte jemand eine dünne Schicht Glasur über die Gassen gezogen. Ich laufe los, ein paar Stunden in einer Stadt, die ich kenne, aber nicht wirklich. Zwei Jahrzehnte flüchtiger Begegnungen, Momente, die aufeinanderschichten wie die Backsteine der Giebelhäuser. Die wenigen Touristen, die sich im Winter hierher verirren, ziehen Richtung Hafen, als wäre das die einzige Richtung, die eine Stadt wie diese zulässt. Ich gehe nicht mit. Der Hafen kann warten, der Hafen kann ohne mich. Die Straßen sind leer, bis auf ein paar Einheimische, die mit eingezogenen Schultern durch das Licht hasten. Jeder Schritt ein Echo auf dem Kopfsteinpflaster. Die langen Schatten dehnen sich, verzerren sich, als wollten sie die Stadt überziehen.
7. Februar 2025
Antifaschistinnen in Riesa gegen die Kälte der Zeit
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Antifaschistinnen in Riesa gegen die Kälte der Zeit

Ich kenne Riesa von den Zündhölzern. Vor allem. Und von Großmutters Einkaufstouren, noch in den Tiefen der DDR. Und ich kenne den Bahnhof von Riesa von den Durchfahrten nach Dresden oder Richtung Prag. An diesem Tag, am Anfang des 25. Jahres dieses Jahrhunderts und Jahrtausends, lernte ich Riesa aus der Perspektive von Zehntausenden Antifaschistinnen kennen.
11. Januar 2025
9-Euro-Ausblicke-Und-Weiterreisend – Zwischen Platte und Poesie
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9-Euro-Ausblicke-Und-Weiterreisend – Zwischen Platte und Poesie

Drei Jahre (2022, 2023, 2024), 1692 analoge Fotografien, mehrere tausend Zugkilometer. Alles war mehr Zufall als geplant. Seit vielen Jahren fuhr ich schon mit dem Zug, zuerst durch Deutschland, später auch durch Europa und vor allem Osteuropa. Außerdem drängte sich die analoge Fotografie wieder stärker in mein Leben – so wie alles begonnen hatte mit der Fotografie, damals, vor mehr als drei Jahrzehnten.
8. Januar 2025
Roadtrip Mecklenburg-Vorpommern (2017)
Roadtrip Meckpomm (2016)

Roadtrip Mecklenburg-Vorpommern (2017)

Schwerin, Wismar, Stralsund, Lübz, Insel Rügen (Kap Arkona, Prora), Schwinkendorf, Ludwigslust, Neustadt-Glewe, Dobbertin, Güstrow, Malchin, Rostock, Warnemünde & vieles dazwischen Diese kleine Bilderreise durch Mecklenburg-Vorpommern, der Gegend meiner Geburt, meine Heimat, der Landstrich, in dem der größte Teil meiner Familie immer noch lebt, unternahm ich 2017. Es war ein Jahr des Übergangs – politisch, gesellschaftlich, […]
26. Dezember 2024
Baltikum Okt*2024 – Litauen: Vilnius (I)
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Baltikum Okt*2024 – Litauen: Vilnius (I)

Der Start war diesmal wirklich holprig, und damit meine ich nicht den Flug. Der war ziemlich angenehm. Keine Probleme. Die gingen danach los. Oder besser: ein Problem. Geschichte von vorn: In der Nacht kam ich in Vilnius an. Der Flughafen ist ziemlich klein, deshalb stand ich schnell am Gepäckband. Am BER in Berlin hatte die innere Kritikerin in mir sich schon darüber aufgeregt, dass ich meinen Koffer selbst wiegen und labeln musste (beschlich mich da schon eine Vorahnung?), und nun passierte gar nichts an diesem Band. Nichts. Es standen auch erstaunlich wenig Leute herum. Nach fast einer Stunde nervösen Wartens passierte es dann doch noch. Das Band setzte sich in Bewegung, und so zwanzig Koffer, Köfferchen und andere Stücke fuhren ihre Runde. Mein Koffer nicht. Vorerst machte ich mir noch keine Sorgen.
17. November 2024
Baltikum Okt*2024 – Litauen: Vilnius (II)
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Baltikum Okt*2024 – Litauen: Vilnius (II)

Užupis ist ein Stadtteil von Vilnius. Er war einst ein Jüdisches Viertel. In der Sowjetunion war Užupis das Refugium des Rotlichts, von Obdachlosen, völlig verwahrlost. Nach den Wirren der 1990er Jahre zogen Studenten und Künstler (und alle *innen) in die billigen Häuser, machten diesen Platz urban, bunt und eigenwillig. Es entstand sogar eine eigene Spaßrepublik mit Verfassung. Meine drei liebsten Paragrafen von sehr vielen: 1. Jeder Mensch hat das Recht auf heißes Wasser, Heizung im Winter und ein gedecktes Dach. 2. Jeder Mensch hat das Recht, einzigartig zu sein. 3. Jeder Mensch kann teilen, was er besitzt. Niemand kann teilen, was er nicht besitzt.
17. November 2024
Baltikum Okt*2024 – Litauen: Kaunas
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Baltikum Okt*2024 – Litauen: Kaunas

Die Fahrt in die zweitgrößte litauische Stadt dauerte knapp zwei Stunden und kostete acht Euro. In Kaunas angekommen, inspizierte ich als Erstes den Bahnhof. Ich liebe Bahnhöfe. Deshalb spazierte ich auch hier von einem Ende des Bahnhofs zum anderen, um zu gucken, ob keiner guckt. Danach schlenderte ich zum Busbahnhof, ein paar hundert Meter weiter, ich war ja nicht schwer bepackt. In der Nähe sprang mir ein kleiner Markt ins Auge, auf dem ältere Mademoiselles Produkte feilboten. Zwei Russinnen verkauften mir zwei Schlüpfer, eine andere Russin ein litauisches Kleid, in dem ich wie eine Matroschka aussehe.
17. November 2024
Baltikum Okt*2024 – Lettland: Riga (I)
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Baltikum Okt*2024 – Lettland: Riga (I)

Dann war ich schon wieder weg. Ein neuer Ort, ein neues Land sogar. Lettland. Mit dem Bus fuhr ich von Kaunas nach Riga, fünf Stunden Fahrt, gemächlich, mit 90 Kilometern die Stunde. Als wir in Kaunas losfuhren, strahlte die Sonne, als wir in Riga ankamen, regnete es. Riga. Ich glaube, deswegen hatte ich mich auf diese Reise gemacht. Zum einen sind alle drei baltischen Staaten post-Sowjetstaaten, per se also für mich interessant. Aber vielleicht war ein Ticken ausschlaggebender, dass ich RIGA schon auf so vielen Grabsteinen las, als Ort des Todes. Für mich war Riga schon immer einer dieser Orte wie Buchenwald, Auschwitz, Dachau, Theresienstadt und und und. Als der Bus am Abend in Riga einrollte und der Regen an den Fensterscheiben herunterrann, dachte ich nur so: wie passend. Nachdem ich ausgestiegen war und die erste Luft der Stadt eingeatmet hatte, fühlte ich etwas anderes. Ich freute mich sehr auf diesen Ort, keine fünf Minuten anwesend und schon wusste ich, das ist ein Platz, den ich mochte. Mit meinem wiedergewonnenen Koffer rollte ich in Richtung Tram. An einem kleinen Kiosk kaufte ich ein Ticket für drei Tage (acht Euro). Riga, vor mir waren deine Trams und Busse ab diesem Zeitpunkt nicht mehr sicher! Doch für den Augenblick war genug, nur noch Herberge suchen, duschen und dann ab in die Koje. Das mit dem Duschen wurde zum Problem, denn diese Hightech-Dusche von Riga hatte einen so hohen Einstieg, dass ich mir das genau einmal gab, danach nie wieder. Bin doch keine Hochleistungssportlerin. Duschen soll doch ein sinnliches Erlebnis sein.
17. November 2024
Baltikum Okt*2024 – Lettland: Riga (II)
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Baltikum Okt*2024 – Lettland: Riga (II)

Am nächsten Morgen war es sehr trüb. Zwar hatte ich gut geschlafen, aber all die Erlebnisse des Vortages waren wahrscheinlich doch weniger gut verdaulich, als ich gedacht hatte. Dabei war heute mein Geburtstag. Auf meinem Handy blinkten schon Glückwünsche auf. Doch der Tag blieb trüb, die Wolken hingen vor der Sonne, und meine Laune wollte nicht besser werden. All das waren dennoch keine Gründe, Trübsal zu blasen – hinaus ging es.
17. November 2024
Baltikum Okt*2024 – Estland: Tartu
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Baltikum Okt*2024 – Estland: Tartu

Mein einziger ganzer Tag in Tartu, der ältesten Stadt des Baltikums, begann neblig. Es war ein Sonntag, ein sonniger Herbstmoment; größtenteils ohne Menschen (wie meine Fotos zeigen), denn die tummelten sich lieber in den Shoppingmalls und Supermärkten. Ich spazierte zum Bahnhof, einem wunderhübschen Provinzbahnhof aus Holz. An diesem Morgen versank er ästhetisch in dichtem Nebel, bis sich die Sonne schließlich durchkämpfen konnte.
17. November 2024
Baltikum Okt*2024 – Estland: Tallinn
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Baltikum Okt*2024 – Estland: Tallinn

Am Morgen rollte ich mit meinem Koffer zum hübschen Tartu-Provinzbahnhof. Die Strecke kannte ich ja bereits. Mein Zug stand an Gleis 1 bereit zur Abfahrt. Knapp drei Stunden später fuhr er am Kopfbahnhof der estnischen Hauptstadt Tallinn (440.000 Einwohner) ein. Die Fahrt war kurzweilig. Zuerst machte ich Reisenotizen, später starrte ich aus dem Fenster. Ein paar Mal hielt der Zug, Menschen stiegen ein und aus. Die Ortschaften und Bahnhöfe waren meist klein. Auch der Bahnhof von Tallinn ist überschaubar. Die meisten Menschen kommen wohl eher mit dem Schiff oder der Fähre in die Stadt.
17. November 2024
Rote Beete und Medaillenspiegel
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Rote Beete und Medaillenspiegel

Diese Geschichte besteht aus drei Strängen: drei Strängen, die auch die Großmutter unterteilte, wenn sie der erstgeborenen Enkelin einen Bauernzopf aus den dünnen Haaren flocht und ihn um den kleinen Kinderkopf legte. Das Mädchen liebte diese intimen Momente mit ihrer Omama. Strang Nummer eins nimmt im August 1980 seinen Anfang. Zu diesem Zeitpunkt lernte die Enkelin Mischka kennen, das Maskottchen der Olympischen Sommerspiele in Moskau. Sie war noch ganz, ganz jung, und eigentlich ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass sie sich so genau an dieses große Sportereignis und den niedlichen Bären erinnern konnte, wie sie es behauptet. Wollen wir ihr aber mal glauben. Seit diesem August 1980 begleitet Mischka sie in ihrem Leben, ebenso wie die Matroschka, der Wolf und der Hase sowie andere sowjetische Artefakte. Auf ihren Reisen durch Osteuropa trifft sie diese regelmäßig wieder – in allen möglichen Daseinsformen: auf Plastiktüten und Buttons, als Lampen und auf Wasserbällen. Es gibt nichts, was es nicht gibt – fast immer „billiger“ Plastikkram zu horrenden Preisen. Der Rubel muss eben immer weiter rollen.
27. Oktober 2024
Baltikumien Inside
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Baltikumien Inside

Er hatte den Koffer kopfüber die knarrenden Treppen hinaufgehievt. Den Koffer, der während ihrer Reise ominöse sieben Kilogramm zugenommen hatte, obwohl er doch vier Tage wie vom Erdboden verschluckt war. Gemeinsam betraten sie die ausgekühlte Wohnung. Als sie gegangen war, verabschiedete sich gerade der Spätsommer, nun war der Herbst bereits eingezogen.
18. Oktober 2024
Armenien Feb*2024: Jerewan - Eriwan, Erewan, Yerevan, Erevan, Երևան (Teil I)
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Armenien Feb*2024: Jerewan - Eriwan, Erewan, Yerevan, Erevan, Երևան (Teil I)

Warum ausgerechnet Armenien? Eine Reise in eine ehemalige sowjetische Teilrepublik, an der Schwelle zu Asien? Es gibt dafür keine eindeutige Antwort. Ausschlag gab wahrscheinlich der erneute Konflikt, Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, einer anderen ehemaligen Sowjetrepublik. Der Konflikt um Bergkarabach (russisch Nagorny Karabach). Schon als Kind klingelte dieser Name in meinen Ohren, wenn ich mit meiner Großmutter Nachrichten schaute, schon als Kind fragte ich mich, wo dieser ominöse Berg sich wohl in die Luft erstrecken würde. Damals wusste ich noch nicht, dass es sich gar nicht um einen Berg handelt, sondern um eine Region. Im September des letzten Jahres klang das Wörtchen "Bergkarabach" wieder in unserer aller Ohren. Als zirka 140.000 Armenier, die dort (manchmal seit Generationen) lebten, ihr Zuhause verlassen mussten, wohl endgültig.
3. Oktober 2024
Armenien Feb*2024: Jerewan - Eriwan, Erewan, Yerevan, Erevan, Երևան (Teil I / A)
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Armenien Feb*2024: Jerewan - Eriwan, Erewan, Yerevan, Erevan, Երևան (Teil I / A)

In Armenien kriecht aus mir eine Vorliebe wieder heraus, die ich schon fast vergessen hatte. Mein Faible für alte, bunte Fahrzeuge und Gefährte in sowjetischer Optik. Zum letzten Mal hatte ich so viel Freude an in die Jahre gekommene Automobile auf Kuba, das war 2016. GAZ-53, Wolga, Lada, Zaporozhet, Schiguli und wie sie alle heißen.
3. Oktober 2024
Armenien Feb*2024: Jerewan - Eriwan, Erewan, Yerevan, Erevan, Երևան (Teil I / B)
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Armenien Feb*2024: Jerewan - Eriwan, Erewan, Yerevan, Erevan, Երևան (Teil I / B)

Immer wenn ich Armine erzähle, dass ich mich aufmache in das Zentrum von Jerewan, erwidert sie lächelnd: "Ah, viel Spaß in Downtown." Dann lächele auch ich. Diese kurze Phrase wird zwischen uns zu einem Ritual während ich in Jerewan bin. Downtown oder das Zentrum von Jerewan ist wundervoll. Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, wie viele Einwohnerinnen die Stadt hat? So round about eine Million. Die Stadt ist aufgeteilt in zwölf Distrikte, einer davon ist Kentron (Կենտրոն), in dem sich das Zentrum befindet.
3. Oktober 2024
Armenien Feb*2024: Jerewan - Eriwan, Erewan, Yerevan, Erevan, Երևան (Teil II)
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Armenien Feb*2024: Jerewan - Eriwan, Erewan, Yerevan, Erevan, Երևան (Teil II)

Reisen ... ist …  Arbeit. Anstrengung. Glück/Zufall (ob des richtigen Passes). Energetisch. Ein Kraftakt. Konzentration. Anpassung. Überraschung. Neugierde. Das Budget im Auge behalten. Immer müde sein. Meist schlecht schlafen (ob der Mitwohnenden). Zu viel Koffein. Auf der Straße essen. Auf die eignen Dinge achten (Geldbörse, Schlüssel, Handy, Kameras, Pass, Elektronik …) In Kommunikation gehen. Sich allein aushalten. Denken. Wenige Pausen machen. Ständige Recherche. Klarheit. Den Wetterbericht auswendig kennen. Fortbewegungsmittel buchen. Fortbewegungsmittel verstehen. Den Flow des Ortes begreifen. Nachfragen. Neues essen, Neuem begegnen. An Grenzen stoßen. Ängste überwinden. Energielos oder voller Adrenalin sein. Eine erste Taxifahrt vom Flughafen. Günstige Übernachtungen finden. Lernen. Politische Verhältnisse und Geschichte verstehen. Eine fremde Kultur kennenlernen. Die Privatsphäre aufgeben. Bis an Grenzen gehen. Zu wenige Klamotten dabeihaben. Neue Wege (Umwege) gehen. Das Licht sehen. Und die Schatten.  ... und noch so viel mehr … Für mich und meine Fotografie!
3. Oktober 2024
Armenien Feb*2024: Jerewan - Eriwan, Erewan, Yerevan, Erevan, Երևան (Teil III)
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Armenien Feb*2024: Jerewan - Eriwan, Erewan, Yerevan, Erevan, Երևան (Teil III)

Er ist 52 Jahre alt. Arm, zahnlos, mit zwei arbeitslosen Kindern. Er fährt einen Toyota, ein Rechtslenker. Er raucht eine Zigarette nach der anderen. Vor ein paar Tagen hat er mich aufgegabelt, als ich mit dem Zug nach Gjumri fuhr. Ich speicherte seine Telefonnummer in meinem Handy. Heute nehme ich seine Dienste in Anspruch. All die Ziele, die ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichen kann, will ich mit dem Taxi besuchen. Ich plane einen halben Tag ein. Der Zahnlose will 20 Euro. Natürlich kommt er eine halbe Stunde zu spät – ich hatte so eine Vorahnung. Ein wenig nachverhandeln will er auch noch. Ich bitte ihn erst einmal loszufahren. Er löchert mich mit Fragen. Am meisten interessiert ihn mein Zungenpiercing. So etwas habe er noch nie gesehen. Natürlich will er auch wissen, mit wem ich verheiratet bin und wie viele Kinder ich habe. Wieder einmal Zeit, sich eine nette Geschichte auszudenken … Erster Stopp: Komitas Pantheon …
3. Oktober 2024
Armenien Feb*2024: Rundreise – Sewansee, Sewankloster, Dilidschan, Goschawank, Kloster Haghartsin
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Armenien Feb*2024: Rundreise – Sewansee, Sewankloster, Dilidschan, Goschawank, Kloster Haghartsin

Frierend sitze ich in einem Kleinbus aus deutschen Landen. Er steht an einer Ausfallstraße Jerewans, vor einem Reisebüro. Für armenische Verhältnisse ist es richtig früh, deutlich vor 9 Uhr an einem Donnerstag Ende Februar. Mit dem Taxi habe ich mich von meinem Unterschlupf in Armeniens Hauptstadt herbringen lassen, weil ich so gar nicht einschätzen konnte, wie lange ich mit Metro und den Beinen brauchen würde, um an den Ausgangspunkt meiner eintägigen Rundreise durch ein paar Provinzen Armeniens zu kommen. Ich bin hier allein, schaue nach rechts auf den leeren Bürgersteig, nach links auf die Straße, auf den ununterbrochenen Automobilrausch. In der letzten halben Stunde hatte ich versucht, einen Kaffee aufzutreiben. Nicht möglich. Die Rollläden waren noch überall heruntergelassen. Dumm herumstehen wollte ich nicht, also hinein in den kleinen Bus. Ich setze mich auf einen einzelnen Fensterplatz ganz vorne. Später wird sich das als sehr klug herausstellen, denn genau vor mir wird unsere Reiseführerin sitzen. Aber noch bin ich allein. Nach unendlich langer Warterei (so zwanzig Minuten) besteigt das erste Mit-Reise-Pär-chen das Büs-chen. Die beiden sind Russen aus St. Petersburg im mittleren Alter (genau genommen, bin ich das ja auch, aber sie erscheinen mir älter). Dreißig Minuten später haben alle Platz auf ihren Sitzen genommen. Die Reisegruppe meines, unseres Tages setzt sich wie folgt zusammen: 14 Russen, ein Filipino, lebend in Dubai, zwei Franzosen, eine Schwedin und eine Deutsche. Unsere Reiseanführerin heißt Marina, ist Ende 50 und gebürtige Bürgerin Jerewans. Sie erzählt uns alles doppelt, erst in russischer Sprache, dann auf Englisch. Ich freue mich immer, wenn ich ihrer russischen Erzählung lausche und wenigstens einiges verstehen kann.
3. Oktober 2024
Armenien Feb*2024: Gjumri, Gyumri, ehemals Alexandropol & Leninakan (Գյումրի)
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Armenien Feb*2024: Gjumri, Gyumri, ehemals Alexandropol & Leninakan (Գյումրի)

Es ist Sonntag. Der Mond steht noch hoch am Himmel. Dennoch muss ich schon heraus aus meinem gemütlichen Bettchen. Heute fahre ich mit dem Zug nach Gyumri. Ich erinnere mich noch ganz genau, als meine Vermieterin Armine zu mir sagte, nachdem ich schon ein paar Tage in Jerewan war, dass Armenien nicht nur Jerewan sei. Dabei hatte ich bei weitem noch nicht einmal die Hauptstadt ganz erkundet. Und doch nahm ich mir vor, über den Rand der Hauptstadt hinauszuschauen. Heute also eine Zugreise nach Gyumri, an einem Wintersonntag, der sonnig werden würde. Das mit der Eisenbahn in Armenien ist so eine Sache. Es gibt nicht viele Verbindungen. Der Direkt-Zug von Jerewan nach Gyumri verkehrt nur zwischen Freitag und Sonntag, einmal hin, einmal zurück. Das Hin-und-Zurück-Ticket kostet 11 Euro. Der Zug nennt sich Express. Er wird später mit mir durch das Land tuckern und zwei Stunden und 10 Minuten für 154 Kilometer brauchen. Gar nicht so langsam. Angefühlt hat sich die Fahrt jedoch wie eine unendliche Reise, vor allem die Rückfahrt.
3. Oktober 2024
Herkula & Maximus (Геркула и Максимус)
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Herkula & Maximus (Геркула и Максимус)

Zwei Menschen werden geboren. Zu unterschiedlichen Zeiten, in unterschiedlichen Ländern. Den beiden sind (mindestens) drei Dinge gemein: Ihre Mütterchen hatten bereits Töchter auf die Welt gebracht, sie sprechen dieselbe Sprache und – sie verlieren etwas: nämlich ihr Land. (Vorerst) Ihre Identität. (Vielleicht). Ihre Heimat. (Wer weiß?) Auf unterschiedliche Weise. Einmal sogar zweimal. Zwei Jahrzehnte liegen zwischen ihren Geburten. Zwei Jahrzehnte voller Irr und Wirr. Zwei Jahrzehnte, die dazu führen, dass aus Siegern moralische Verlierer werden. Zwei Jahrzehnte, in denen ein ganzes Volk von einer Seite auf die andere Seite wechselt. Vom Opfer zum Täter. Zwei Jahrzehnte, die vielleicht alles, aber vielleicht auch nichts ändern.
19. September 2024
Bella und der Wal und andere See-Liebeleien
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Bella und der Wal und andere See-Liebeleien

Dieser Sommer musste erst Fahrt aufnehmen. Als er jedoch seine Wohlfühl-Geschwindigkeit erreicht hatte, drehte er kräftig am Wärmerad. Badehose einpacken und ab zum See. Keine Option in Leipzig. In meinem Leben. Eigentlich. Fast ausschließlich fanden meine See-Abenteuer bisher in Mecklenburg statt. Schon in meiner Kindheit mussten die Sommer am Wasser gelebt werden, nur geschlafen wurde zu Hause im heimischen Bettchen. Von Mai bis Oktober. Oder so. Und auch später, mit den neu dazu gekommenen Kindern der Familie im Schlepptau, füllte das mecklenburgische Wasser meine Wälinen-Seele. Dieser Sommer aber wollte alles anders. Regelmäßige See-Eskapaden in Sachsen-Town. Immer in den Leipziger Westen gefahren. Immer andere Wege genommen. Immer andere Mitseeabenteurerinnen getroffen und manchen von ihnen irgendwann auch wissend wieder begegnet. Anfangs nur fotografisch, dann auch für das Herz, für den Körper, für die freien Gedanken. Ich fühlte eine neue Welt voll mit glasklarem Wasser, Kieselsteinschmerz unter den Fußsohlen, fremden Sprachfetzen. So viel Neu erlebt nach einer Fahrt mit der Tram; kein Zug, kein Flug, kein anderer Landstrich, keine andere Nation, kein anderer Kontinent. Und abends wieder im eigenen Bettchen, wie früher.
13. September 2024
JUNI in Weimar

JUNI in Weimar

Bei Thomas Mann reiste Frau Lotte nach Weimar, um den alten Geheimrat Goethe wiederzutreffen. In dieser Serie in sechs Kapiteln besucht Fräulein JUNI das thüringische Sommerstädtchen. Ein Städtchen mit deutlicher Charme-Offensive im kulinarischen Bereich, an jeder Ecke Pizza oder Eiskreme anbietend. Italienisch für Anfänger bei mitteldeutschen August-Temperaturen? Weimar. Dieser konservierte Platz, wie Lenin in seinem […]
22. August 2024
exi(s)t- & essENZ
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exi(s)t- & essENZ

Ich bin ein Mädchen des Nordens. Ich bin ein Mädchen der Stadt. Ich liebe die Stadt. Niemals kann diese zu groß für mich sein. In sie wurde ich hineingeschleudert, aus ihr werde ich wieder hinauskatapultiert werden – irgendwann. Niemals kam und kommt für mich das Dorfleben, ein Landleben infrage. Als kleines Mädchen war "meine" Stadt mittelgroß, als etwas größeres Mädchen war sie klein, wenig-tönig, zu eng für mein weites Denken. Als großes Mädchen zog ich in die große Stadt, die immer weiter wuchs und das Wachsen bis heute nicht verlernt hat. Hinweg. Hinaus aus dem Norden.
29. Mai 2024
Stuttgart & Ludwigsburg (April 2024)
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Stuttgart & Ludwigsburg (April 2024)

Der April macht, was er will. Ja. Tut er. Tun soll die Sprechende und Schreibende und Denkende nach der Grundschule nicht mehr sagen, schreiben, denken. Ich tue es trotzdem und fühle mich so gleich kindlich albern. Albern sein, ist bekanntlich eine der besten Medizinen (der Medizinplural hat mich kurz aus dem Konzept gebracht!) Zurück also zum April. Denn dieser verrückte Monat sah für mich Baden-Württemberg vor. Gerade hab ich noch einmal die Karte mit den deutschen Bundesländern ganz ausführlich studiert. Um zu überprüfen, ob meine Ahnung auch der Wirklichkeit entspricht. Es ist amtlich. Noch nie in meinem Leben vorher hatten meine Füße dieses Bundesland berührt. Aber noch gewichtiger, auch noch niemals ist mein Körper hindurchgefahren. Oh, vielleicht bin ich schon einmal darüber geflogen? Das weiß ich nicht genau. Aber in den Wolken ist ja nicht mehr Baden-Württemberg, da ist Wolkenland. Es gibt ein zweites Bundesland, auf dessen Boden meine Füße sich noch nicht ausgetreten haben, das ist das Saarland. Jedoch, das ist der Unterschied, auf meinen Zugreisen nach Paris, verkehrte ich immer über Saarbrücken und konnte so aus den schmutzigen Zugfenstern einen Eindruck erhaschen, vom kleinen Saarländle. Nun, in diesem vierten Monat von zwanzig vierundzwanzig schenkte mir der April Neues, Unbekanntes. Natürlich war ich vorfreudig, jedoch nicht vorbereitet, zumindest nicht geografisch. Für meine eigentliche Aufgabe im Süden des Landes war ich gewappnet. Mentorin sein. Lehrerin sein. Trainerin. Tutorin. Wie auch immer das richtige Wort dafür lautet, was ich für Menschen TUN kann, die mich um Hilfe bitten, einen (neuen) Zugang zur künstlerischen Fotografie, zur inszenierten Fotografie zu finden oder wir gemeinsam eine individuelle Bildsprache heraus graben, um wirklich einzigartige Geschichten mithilfe der Fotografie zu erzählen. Also machte ich mich auf zu "meiner Schülerin" von Leipzig nach Stuttgart, kurzer Zwischenstopp, um zwei Friedhöfe und die Baugrube am Bahnhof zu bestaunen und dann weiter nach Ludwigsburg.
6. Mai 2024
Tscheburaschka
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Tscheburaschka

Ich erinnere mich genau an den Moment, als ich dich das erste Mal erblickte. Es war ein Uhr nachts, gerade war ich in deiner Stadt angekommen, gerade war ich mit meinem großen Körper und meinem großen Koffer und Armine, die dich schon als Kind liebte, mit dem heruntergekommenen, engen Fahrstuhl in den 9. Stock meines neuen Zuhauses auf Zeit gehievt worden. Neugierig trat ich durch die stählerne Tür, der Flur war hell erleuchtet. Meine Schuhe zog ich müde von den schweren Füßen, stellte sie ab. Da sah ich dich, auf einer nicht sehr hohen Garderobe stehen/sitzen, neben dir der Elefant. Duo Infernale. Sofort war ich wieder Kind. Ich wusste, ich kenne dich, aber eher so verschwommen, undeutlich. Müde folgte ich Armine, die mir mein Zimmer zeigte. Schnell schlief ich ein in dieser Nacht.
3. März 2024
Gedenkstätte Buchenwald - JEDEM DAS SEINE
Gedenkstätte Buchenwald - JEDEM DAS SEINE

Gedenkstätte Buchenwald - JEDEM DAS SEINE

Ich befinde mich knapp 500 Meter über dem Meeresspiegel, sieben Kilometer von Weimar, etwa 130 Kilometer von Leipzig und 286 Kilometer von Berlin entfernt, in Buchenwald. Es ist Anfang Januar 2024, die Temperaturen liegen zwischen minus 15 und minus 10 Grad Celsius. Mit dem Zug bin ich nach Weimar gefahren. Vom Hauptbahnhof bringt Bus Nummer 6 Menschen zur Gedenkstätte.
24. Januar 2024
Jüdische Friedhöfe in Leipzig
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Jüdische Friedhöfe in Leipzig

Ich hänge am Tod. Oder hängt dieser gar an mir? Solange ich mich erinnern kann, stellte ich die Frage: Gehen wir heute auf den Friedhof? Sobald meine Frage im Raum herumschwirrte, war die Antwort schon in Stein gemeißelt: Natürlich. So trabte ich an Großmutters Hand und an ihrer Seite den Weg zum Friedhof der Stadt, in der ich geboren wurde. Dort befand sich Großvaters Grab. Ein Großvater, der nur drei Monate, bevor ich das Licht der Welt erblicken sollte, starb, um in dieser Grabstelle ewig weiterzuleben. Oma und ich besuchten Benno. Tot oder lebendig. Spielte doch keine Rolle. Besuch war Besuch. Großvater war Großvater. Zu Hause, also in Omas Wohnung (Zeit meines Lebens hatte ich nicht nur ein Zuhause, Orte, die ich von Herzen liebte, nannte ich schnell "Zuhause", auch wenn sie nur kurz durch mein Leben hindurch reisten), schaute ich mir die alten Fotografien aus dem Karton an. Schließlich brauchte ich ja ein Bild von Benno in meinem Kopf.
12. Dezember 2023
Zagreb-Triest-Ljubljana IV (Okt 2023)
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Zagreb-Triest-Ljubljana IV (Okt 2023)

Ganz früh am nächsten Morgen verließ ich Norditalien. Auf nach Slowenien. Letzter Halt: Ljubljana, die nördlichste Hauptstadt Ex-Jugoslawiens. Einordnen lässt sich dieser Ort schwerlich. Nicht Fisch, nicht Fleisch, sage ich als Norddeutsche. Ganz nah an der Grenze zu Italien, aber nicht italienisch. Lange Jahre ein Teil des sozialistischen Jugoslawiens, aber nicht post-sozialistisch. Vielleicht ein Hauch belgisch oder holländisch. Idyllisch, mit einem Flüsschen in der Mitte, malerischer Architektur und ein paar Plattenbauten drumherum. Das Städtchen ist ein Touristenmagnet, gleichzeitig hip. Nach meiner Ankunft beschäftigte ich mich natürlich erst einmal mit dem Bahnhof.
14. Oktober 2023
Zagreb-Triest-Ljubljana III (Okt 2023)
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Zagreb-Triest-Ljubljana III (Okt 2023)

Next Station: Triest, Norditalien. Vier Busstunden entfernt von Zagreb. Gekommen war ich, um die Synagoge anzuschauen und das jüdische Viertel. Bekommen habe ich zuallererst bei purem Sonnenschein „Alcatraz“ (Sozialbaukomplex Ater). Alles hatte ich mir vorstellen können von einer malerischen, norditalienischen Stadt, nur das nicht. 468 Wohnungen, zirka 2500 Bewohnerinnen. Gesehen hatte ich diesen Mammutbau (Hallo Zagreb!) schon aus dem Bus heraus beim Herunterfahren aus den Bergen zum Meeresspiegel nach Triest. Bereits da fragte ich mich, was dieses architektonische Werk, das ich bei purem Sonnenschein aus meinem Fenster betrachtete, wohl sein konnte. Als ich am Bahnhof ankam, meinen Stadtbus in meine Herberge nahm, staunte ich nicht schlecht, als mich das Gefährt in dessen Nähe ausspuckte. Zufall? I don‘t know.
13. Oktober 2023
Zagreb-Triest-Ljubljana II (Okt 2023)
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Zagreb-Triest-Ljubljana II (Okt 2023)

Neuer Tag, neue Sonne. Wirklich warm in Zagreb im Herbst 2023. Bereits morgens um 9 Uhr T-Shirt-Wetter. Dennoch trugen die Einheimischen Jacken, Jäckchen und Pullover. Ich war verwundert. Für meinen Morgenkaffee hatte ich mir einen Platz auf dem Dolac-Markt im Herzen der historischen Stadt ausgesucht. Es gab wirklich ziemlich viel frisches Obst und Gemüse, Pilze und Öl, Nüsse und vieles mehr hier zu erstehen, aber der Markt selbst, meines Erachtens, kein großes Ereignis. Überall waren rote Schirme aufgespannt, die die Händlerinnen und die Waren vor der Sonne schützen sollten. Vorwiegend ältere Kroatinnen (spannend, wie homogen die Bevölkerung ist) waren auf dem Markt unterwegs und schleppten ihre Einkäufe in tausend Plastiktütchen nach Hause. Der junge kroatische Mensch dagegen geht im Konzum einkaufen. 
12. Oktober 2023
Zagreb-Triest-Ljubljana I (Okt 2023)
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Zagreb-Triest-Ljubljana I (Okt 2023)

ZAGREB – Stadt der Springbrunnen & der Menschen-Unfreundlichkeit, des brutalen Plattenbaus und der Sonne auf der Oktober-Haut Auf den letzten Metern fuhr der Ex-Jugoslawien-Zug doch noch eine Verspätung ein. Und das im ganz solidarischen Sinn. Gewartet wurde auf einen verspäteten Zug, eine Station vor Zagreb. Als dieser ankam, stiegen sage und schreibe fünf „Kinesen“, wie […]
11. Oktober 2023
Bosnien und Herzegowina: Sarajevo und Mostar (April 2022)
Bosnien und Herzegowina: Sarajevo

Bosnien und Herzegowina: Sarajevo und Mostar (April 2022)

Den Frühling 2022 verbrachte ich in Bosnien und Herzegowina. Dort wollte ich schon lange mal gewesen sein. Einer meiner längsten und besten Freunde ist dort verwurzelt. Also kannte ich Geschichten um Geschichten aus diesem Strich Land. Und den Wunsch, immer und überall eine Ćevapčići-Bude aufzumachen. Was soll ich sagen? Es war eine so gute Zeit! Ich wohnte in Sarajevo auf einem Berg und die abendliche Heimkehr hatte immer etwas von einem letzten Erklimmen. Ich reiste nach Mostar, nach Potočari, Srebrenica, Ilidža. Und ich fotografierte auch auf der Straße häufig auf analogem Filmmaterial. In Sarajevo lernte ich eine wunderbare Frau kennen. Jasmina (74). Wir verbrachten mehrere Tage miteinander und reisten zusammen nach Mostar. Durch Jasmina habe ich viel gelernt über den Balkan, die Kriege und das Attentat, denn ihr Vater war ein Historiker, der ein Buch darüber verfasste.
11. August 2023
Republika Srpska (Potočari, Gedenkstätte Srebrenica)
Republika Srpska (Potočari, Gedenkstätte Srebrenica)

Republika Srpska (Potočari, Gedenkstätte Srebrenica)

Als ich im Frühling 2022 nach Sarajevo reiste, plante ich auch einen Besuch in Srebrenica bzw. der Gedenkstätte Potočari fest in mein Reisevorhaben ein. Das stellte sich aber als gar nicht so einfach heraus. Es gab von der Hauptstadt Bosniens keine Verbindungen mit Bus oder Zug an diese „Schreckensorte“. Mein Vermieter riet mir deshalb, eine begleitete Tour zu buchen. Gesagt, getan. Auch wenn ich solche „festen“ Reisen schwierig finde für mich und mein freies, neugieriges Auge.
11. August 2023
Wien (Januar 2023)
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Wien (Januar 2023)

// ÜbernachtSchlaflosfahrtvonLEipzig-nach-Wien, Busfahrt 76A, Friedhof der Namenlosen, Alberner Hafen in Bauhausoptik, Donau im kalten Boden-Morgen-Nebel, Museumsquartier zum Ersten und zum Zweiten, Kroatisches Super-Frühstück im Hipster-Bezirk, sonnengetränkter Himmel, Wiener Schmäh, Graffiti-Kunst und andere Graphiken an Giebeln und Häuserwänden, antike mechanische Standwaagen im öffentlichen Raum, Ukrainische Flüchtlinge, teure Caféhausbesuche mit wechselnden Angeboten, Klimt, Kokoschka, Schiele, Würstelstand, Tauben, den Opfern des Faschismus, Fenster Café, weihrauchgetränkte Orthodoxe Kirche, Tram-Fahrten, Regenspaziergang an der Donau, Club Flex als Fotokulisse, Herminengasse, Naschmarkt, Albertina, Basquiat, Picassos Friedenstaube, Paul Klee, Spiegellabyrinth im Edelcafé, Bosna, kaputter Winterprater, viel fleischliche Kulinarik, U-Bahnfahrten, Matzleinsdorfer Platz, Berggasse 19, Sigmund Freud, Man Ray, Psychoanalyse und Surrealismus, Freundetreffen, Judenplatz, Helmut Newton, Heilige Drei Könige, Shakespeare im Burgtheater, Der Mann der verwöhnt, Sonne zum Abschied, Busfahrt der Tränen //
1. Februar 2023
Prag (Juni 2022) – Ein Käfig ging einen Vogel suchen
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Prag (Juni 2022) – Ein Käfig ging einen Vogel suchen

„Sie sind ein Deutscher, nicht wahr?«»Ja«, sagte Karl, »Ich bin noch nicht lange in Amerika.«»Woher sind Sie denn?«»Aus Prag in Böhmen«, sagte Karl.»Sehen Sie einmal an«, rief die Oberköchin in einem stark englisch betonten Deutsch und hob fast die Arme, »dann sind wir ja Landsleute, ich heiße Grete Mitzelbach und bin aus Wien. Und Prag […]
2. August 2022
Ukraine: Jüdischer Friedhof Czernowitz (August 2021)
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Ukraine: Jüdischer Friedhof Czernowitz (August 2021)

Ein warmer August-Tag, eine überteuerte Taxifahrt, zwei Friedhöfe, eine Suche nach des Großmutters Grab und sechs Schläfenlocken Die Dichterstadt Czernowitz gehörte erst zur österreichisch-ungarischen k.u. k.-Monarchie, dann zu Rumänien und zur Sowjetunion. Deswegen war ich in diese Stadt gekommen: Der alte, jüdische Friedhof von Czernowitz, 1866 eröffnet. Derzeit zählt er ungefähr 55 000 Gräber. Die […]
9. April 2022
Ukraine: Lwiw, Czernowitz, Iwano-Frankiwsk (August 2021)
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Ukraine: Lwiw, Czernowitz, Iwano-Frankiwsk (August 2021)

Ende März 2022Ich muss die Arbeit an dieser Reisereportage dringend abschließen. Zu viel passiert Stunde um Stunde, Tag um Tag. Marina Weisband sagte die Tage, wenn es so weitergehen würde, sei die Existenz der Ukraine bedroht und nächsten Winter gäbe es dieses Land nicht mehr. Unglaublich. Nicht zu glauben. Schon jetzt gibt es Orte im […]
4. April 2022
Oblast Kaliningrad / Russische Föderation (2004)
Oblast Kaliningrad / Russische Föderation

Oblast Kaliningrad / Russische Föderation (2004)

Warum habe ich diese alten Schätzchen ausgegraben? (Habe übrigens nur mein digitales Werk von dieser Reise gefunden, erst einmal. Die Negativstreifen werde ich im Archiv suchen, dazu muss ich länger abtauchen.) Warum das Zeigen dieser Fotos in diesem Augenblick des Weltgeschehens? Schließlich liegt die Reise fast 18 Jahre zurück. Aber ich erinnerte mich dieser Tage […]
8. März 2022
Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof
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Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof

Mit Sonne auf meinen Schultern 101 mal gelogen. Übertrieben. Gefühlt nur. Nur einmal mit dem analogen Fotoapparat eingefangen. Bisher. Bisher nur begangen, beschaut, befühlt, betreten, beobachtet. Bewegt, beschwingt. Bedächtig. Bewegung ins Spiel gebracht. Die Welt zu weit in der Welt. Statische Mauern innen drinnen abgerissen, das Außen schmilzt zeitlupisch. Abgestützte Grabplatten, das Konterfei eines Sowjets, […]
16. Februar 2022
Palermo – Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: hier ist erst der Schlüssel zu allem (Oktober 2021)
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Palermo – Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: hier ist erst der Schlüssel zu allem (Oktober 2021)

Palermo zum Dritten! In eben jenem Anlauf klappte es für Antje endlich, die sizilianische Hauptstadt zu erreichen. Begonnen hatte alles mit einem „Für“, damals bei „Fresse zeigen“. Eine Dame, die für Palermo war, mit der Begründung, dass der palermitische Bürgermeister, Leoluca Orlando, sagte: „Wer in Palermo ist, ist Palermitani“. Das war 2016, zu einem Zeitpunkt, an dem an Palermos Stränden Unmengen an Flüchtlingen anlandeten. Unter welchen Umständen will man sich gar nicht ausmalen. Dies führte zu dem Versuch, eine der Reiserouten, die Antje alljährlich, aus fotografischem Interesse beginnt, in Palermo enden zu lassen. Doppelt wurde ihr das verwehrt. Erst durch Corona, dann durch zu hohe Kosten für Flüge oder zu wenig finanziellen Background, ganz klar war das nicht zu trennen. Eventuell könnte Covid auch indirekt für beide Absagen verantwortlich sein.
18. November 2021
Genua – das Tor der ganzen Welt (August 2020)
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Genua – das Tor der ganzen Welt (August 2020)

Genua ist ehrlich. Gnadenlos ehrlich, wenn sie ihren Gästen zur Begrüßung mehr Ratten vor die Füße schickt, als Menschen vor die Augen. Sie hat eine gezierte Ehrlichkeit, die versteckt. Die das, was doch auf der Hand liegen sollte, erst nur in kleinen Dosen und Ausschnitten zeigt, den geduldigen Gästen, dann aber doch alles gibt, was sie sich vorgestellt haben und dann noch viel mehr. Visionär ehrlich, wenn es die Durchmischung von Menschen zeigt, die Europas Zukunft prägen wird, prägen muss. Es ist jeglicher Hautton vertreten. Worte etlicher verschiedener Sprachen schwirren durch die Luft. Es gibt Clans, Familien groß und in klein, Einzelgänger, freiwillige und dazu gezwungene, es gibt die Gutbetuchten und die Bettelarmen, die Aufgetakelten und die lässig, kaum Bekleideten, Paare und Gruppen, durchmischte und klar aufgeteilte.
18. November 2021
Lublin (Juli/August 2021)
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Lublin (Juli/August 2021)

Los. Fahren. An. Kommen. Beide Zustände elementar für das Reisen. In diesen Zeiten gesellt sich übergroße Vorfreude dazu. Möglichkeit hatte sich seit einer bleiernen Ewigkeit nicht verändert. Manchmal war ich kurz an meine Kindertage vor 1989 erinnert. "Frei" fühlte ich dennoch fast immer. Alles hängt von der Perspektive und dem Wissen (darum) ab. Spontane Entscheidung […]
13. August 2021
Balkanreise (Albanien, Nordmazedonien, Serbien) September 2019
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Balkanreise (Albanien, Nordmazedonien, Serbien) September 2019

Februar 2021 (der zweite Versuch, es aufzuschreiben): Endlich kann ich meine letzte Reisereportage auf den Weg bringen. Denn unseren Besuch in Genua, Italien im letzten Sommer wird ja Tobi schreiben. Und mehr Reisen waren aufgrund der weltweiten Pandemie leider nicht möglich. Ich bin ausgehungert und habe Durst nach Welt. Ich vermisse sie. Die Menschen, die […]
11. Februar 2021
AMSTERDAM (JULI 2020)
Amsterdam (Juli 2020)

AMSTERDAM (JULI 2020)

So viele Liter Wasser durch die Grachten läuft, so oft wurden sie schon ihrer Schönheit gerühmt. So viele Speichen, die so entspannt durch die Straßen getretenen Stadträder haben, so oft wurden flachshaarige Niederländer schon auf und mit ihnen beschrieben. Nahezu jeder kennt jemanden, der, wenn nicht selber in Amsterdam gewesen, so mindestens jemanden kennt, der […]
30. November 2020
Trilogie Unernster Reiseentführer // BUDAPEST // Februar 2020 // Die geteilte Schöne
Trilogie Unernster Reiseentführer - Budapest

Trilogie Unernster Reiseentführer // BUDAPEST // Februar 2020 // Die geteilte Schöne

Pünktlich zu Weihnachten. Es gibt noch ca. 20 Trilogien (Preis: 30 Euro plus Versand) zu erwerben. Ihr könnt sie im Video bestaunen, die zusammengebundenen Pakete, wenn ihr die Fotos allerdings in Ruhe anschauen und die so wunderbaren Texte alle lesen mögt, dann schreibt mir eine E-Mail und ich informiere Euch über Lieferbarkeit. Schreibt an: fotos@antjekroeger.de […]
28. November 2020
Trilogie Unernster Reiseentführer // BRÜGGE // April 2019 // Flemish Serenade
Trilogie Unernster Reiseentführer - Brügge

Trilogie Unernster Reiseentführer // BRÜGGE // April 2019 // Flemish Serenade

Pünktlich zu Weihnachten. Es gibt noch ca. 20 Trilogien (Preis: 30 Euro plus Versand) zu erwerben. Ihr könnt sie im Video bestaunen, die zusammengebundenen Pakete, wenn ihr die Fotos allerdings in Ruhe anschauen und die so wunderbaren Texte alle lesen mögt, dann schreibt mir eine E-Mail und ich informiere Euch über Lieferbarkeit. Schreibt an: fotos@antjekroeger.de […]
28. November 2020
Trilogie Unernster Reiseentführer
Trilogie Unernster Reiseentführer

Trilogie Unernster Reiseentführer

Seit dem Sommer liegen die hübschen Reise-Entführer-Heftchen bei mir im Atelier und warten darauf, dass ich sie endlich anpreise. Nie hatte ich Lust. Ich wollte lieber selbst reisen. Reisen. Reisen. Weg aus der Starre von 2020. Weg aus der Enge von 2020. Weg von Dummheit und Populismus. Und dann machten sich einige Trilogien fast von alleine auf die Reise. Besucher*innen in meinem Atelier entdeckten den kleinen Schatz und erstanden schon so einige Exemplare. Und schließlich, auf einem kurzen Ausflug nach Nürnberg erstanden Tobias und ich Prägestempel. Diese sind ab nun natürlich zusätzlich irgendwo zu finden auf dem Produktchen. Aber nun. Nun preise ich. Pünktlich zu Weihnachten. Es gibt noch ca. 20 Trilogien (Preis: 30 Euro plus Versand). Ihr könnt sie im Video bestaunen, die zusammengebundenen Pakete, wenn ihr die Fotos allerdings in Ruhe anschauen und die so wunderbaren Texte lesen mögt, dann schreibt mir eine E-Mail und ich informiere Euch über Lieferbarkeit. Schreibt an fotos@antjekroeger.de
25. November 2020
Breslau - Expressway (Dezember 2019)
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Breslau - Expressway (Dezember 2019)

Text: Tobias Crain Zwischen den Jahren. Eine so schöne Bezeichnung für diese Tage vom 27. bis zum 31. Dezember, 13:45 Uhr, Zeit zur Einkehr, zum Abschalten, Runterkommen nach den immer turbulenter werdenden Weihnachtstagen. Tage im Zwielicht, das Dunkel braucht lange, um das Licht ans Licht kommen zu lassen, gibt nie den Tag auf, klammert sich […]
18. Februar 2020
Neapel - Lasciate ogni speranza, voi ch'entrate! (Mai 2019)
Neapel by Antje Kröger

Neapel - Lasciate ogni speranza, voi ch'entrate! (Mai 2019)

Meine acht Tage in Neapel, wundervolle Frühjahrstage, waren famos. Viele große und kleine Geschichten konnte ich in Neapel einsammeln, erleben, fühlen...Welch ein wunderbarer Ort dies ist, wie laut, wie dreckig, wie einfach, wie sonnig, wie streitend, wie künstlerisch, wie ästhetisch, wie offen, wie überraschend, wie hügelig, wie gefährlich, wie ruhig, wie emotional, wie lecker, wie […]
14. Februar 2020
Charkiw (Ostukraine, Februar 2019)
Charkow (Ostukraine, Februar 2019)

Charkiw (Ostukraine, Februar 2019)

Charkiw ist nach Kiew mit rund 1,5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Ukraine und mit 42 Universitäten und Hochschulen das nach Kiew bedeutendste Wissenschafts- und Bildungszentrum des Landes. Die Stadt liegt im Nordosten der Ukraine an der Mündung des Flusses Charkiw in den Lopan und des Lopan in den Udy. Wikipedia 8. Februar 23.59 […]
14. Dezember 2019
Wien, Ostrava, Krakau, Oświęcim (Auschwitz) - Juli 2018
Wien Antje Kröger Fotokunst

Wien, Ostrava, Krakau, Oświęcim (Auschwitz) - Juli 2018

Wien, Ostrava, Krakau, Oświęcim (Auschwitz) - Juli 2018
9. Dezember 2019
Wüst Geweiht
Wüst Geweiht Antje Kroeger

Wüst Geweiht

Sechs Kilometer in der Stunde schnell oder langsam schippert Hermine, die hübsche Hausbootgefährtin, Korppi und mich auf verschiedenen Wassern (flämische Flüsse, Nordsee, Elbe, Havel) nach Mecklenburg Vorpommern im deutschen Lande. Das ganze ein riesiger Zufall. Wir wollten gar nicht hinweg aus Belgien. Wir suchten dort doch nach des Raben Stimme. Aber es sollte eben anders […]
27. November 2019
Totenhaus - Tastenrabe
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Totenhaus - Tastenrabe

Ich träume wirr, ich träume schwer, ich träume prophetisch, etwa? Korppi flattert durch meinen Traum oder flattert er durch meine enge Kajüte? Ist er verrückt? Das Hausboot schaukelt. War etwa Wind aufgekommen, gar Sturm. Bin ich wach? Bin ich hier? Bin ich zwischen den Welten (gefangen)? Sturm, Welt, Schwere. Schlummer. Lass mich doch schlummern. Ich […]
20. November 2019
Braderie de Lille 2019
Braderie de Lille 2019

Braderie de Lille 2019

Tobias hat (wie immer) einen so wundervollen Text über unser Lille-Abenteuer geschrieben, dennoch, ein paar Stichworte muss ich noch loswerden über dieses Wochenende... Kein Hostel mehr frei, kein Air-BnB-Zimmer mehr zu haben, unter keiner Brücke wollte man uns beherbergen an diesem ersten Septemberwochenende 2019. Gar außer Landes mussten wir übernachten. Taten dies im belgischen Gent. […]
18. November 2019
Kapitän Rabe
Kapitän Rabe_Fotokunst_Antje_Kroeger

Kapitän Rabe

Besagte Lampe zeigt meinem Korppi den Weg auf und bringt den Raben sicher per Flügelschlag-Express nach Westen, nach Belgien, nach Gent. Ich nehme die Kutsche, die seit Jahren in der schloss-eigenen Garage zum Dahinvegetieren verurteilt ist – bis heute. „Entstaube dich schönes Gefährt“, raune ich ihr zu. Madame schüttelt sich unverzüglich und damit all den […]
29. September 2019
BRNO-BRUGGE-(mehr B.soon)
Brno_AntjeKroeger_TobiasCrain

BRNO-BRUGGE-(mehr B.soon)

Alle eifrigen Leser (Ja, Leser, nicht nur Blicker, Blicker könnten es übersehen haben.) dieses fotozentrischen Blogs haben es sicher schon bemerkt oder gar schon zu spüren bekommen. ANTJE MACHT JETZT DRUCK! Und nein, mit eurem TRÜMMER-Exemplar ist die Sache noch nicht abgehakt. Die sehr geliebten unter euch (okay, auch die, die finanziell sehr stark in […]
4. Mai 2019
BRNO (Oktober 2018) Moravian Rhapsody
BRNO_Antje Kroeger

BRNO (Oktober 2018) Moravian Rhapsody

Diese Reise drängelt sich vor. Meine sommerliche Fahrt von Wien nach Auschwitz wird bald folgen. Warum darf sie sich denn vordrängeln? Ganz einfach, weil sie ja schon fix und fertig daliegt. Warum das? Weil ich den besonders unterstützenden Menschen meiner TRÜMMER eine zusätzliche Freude bereiten wollte. In einer Auflage von 40 Exemplaren druckten Tobias Crain […]
1. April 2019
Spanien - Saragossa, Bilbao, Santander, Barcelona (Mai, Juni 2018)
Saragossa, Bilbao, Santander, Barcelona, Spanien

Spanien - Saragossa, Bilbao, Santander, Barcelona (Mai, Juni 2018)

Ich hänge zurück mit meinen Reisereportagen. Gründe gibt es dafür zahlreiche. Wichtigster ist wohl, dass mir bisher die Muße zum Schreiben fehlte. Mein Buch TRÜMMER (Anfang März 2019 war es endlich soweit!) wollte geboren werden, dafür verflogen die meisten Stunden, Tage, Wochen und Monate meines Lebens. Aber auch neue Reisen, Aufträge, Workshops, Shootings nahmen mir […]
26. März 2019
Antwerpen (Mai 2018)
antwerpen by antjekroeger

Antwerpen (Mai 2018)

"Ich habe einmal einen Film gesehen, der in Antwerpen spielt und von den dort lebenden Juden erzählt. Der Streifen basiert auf einem Roman mit dem Titel „Zwei Koffer voll“ von Carl Friedman. Es geht um die Shoah, es wird gezeigt, wie die Juden in der Zeit des Dritten Reichs aus Antwerpen deportiert werden, in Konzentrationslager […]
25. Oktober 2018
Sofia, Bulgarien (März 2018)
Sofia, Bulgarien, Antje Kröger, Reisefotografie

Sofia, Bulgarien (März 2018)

Als ich ankomme, fremdele ich.Sofia, die Hauptstadt von Bulgarien, ist in diesem Jahr der erste Ort, an dem ich mich nicht gleich wohlfühle.Berlin-Sofia eine Flugreise von zwei Stunden. Ich breche im winterlich abendlichen Berlin auf, komme im dunklen, noch winterlicheren Sofia an. Die S-Bahn bringt mich in mein Hostel im Zentrum, ein leichter Weg. Zum […]
19. August 2018
Chișinău, Republik Moldau & Tiraspol, Transnistrien - eine kalte Winterreise (Februar-März 2018)
Chișinău-Moldawien_AntjeKroeger

Chișinău, Republik Moldau & Tiraspol, Transnistrien - eine kalte Winterreise (Februar-März 2018)

"Je besser der Wein in einem Haus, umso ehrbarer der Besitzer." (Moldawisches Sprichwort) Es ist Ende Februar 2018, ein strahlender Sonnen - Sonntag als ich in Chișinău lande, der Hauptstadt der Republik Moldau und mit mehr als 500.000 Einwohnern auch die größte Stadt. Ich erinnere mich an eine Begebenheit, die bestimmt 15 Jahre her ist. […]
14. Juni 2018
Italien – eine Winterreise - il vagabondo
Italien – eine Winterreise - il vagabondo antje kroeger fotografie

Italien – eine Winterreise - il vagabondo

Die guten Zwingenberger hatten schon hie und da in den Zeitungen von der »Potografie«, wie es die ungebildeten Leute nennen, gelesen, auch wohl einmal ein solches Bild gesehen; aber einen klaren Begriff hatte doch Niemand von der Sache, und als nun die beiden Künstler ihren geheimnißvollen Kasten, die camera obsurca, auf dem Marktplatze aufstellten, standen die […]
18. Mai 2018
Venedig (Februar 2018)
Venedig Reisefotografie Antje Kröger

Venedig (Februar 2018)

Das teure Pflaster Es ist nicht die Entscheidung für Venedig, es ist die Entscheidung für den Karneval, die mich im Februar 2018 nach Italien fliegen lässt. Ein großer Unterschied zu meinen sonstigen Reisen gen Osten ist schnell sicht- und spürbar. In Venedig rinnt mir das Geld durch die Finger, einfach so, ohne große Anstrengung. Alles […]
13. April 2018
Rumänien: Bukarest & Sibiu (Januar 2018)
Rumänien - Bukarest

Rumänien: Bukarest & Sibiu (Januar 2018)

"Cine plinge vara ride iarna." (Wer im Sommer weint, wird im Winter lachen.) -rumänisches Sprichwort Als ich plante, nach Bukarest zu fliegen, ahnte ich nicht, wie traurig das Volk auch heute noch ist, das rumänische, wie wenig die eigene Geschichte aufgearbeitet und verarbeitet ist, wie winterliche Kälte und Dunkelheit auf die Seele drücken, wie der […]
25. März 2018
Ukraine: Lwiw, Odessa, Kiew (Oktober 2017)
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Ukraine: Lwiw, Odessa, Kiew (Oktober 2017)

Fast hätte ich meinen Flug in die Ukraine verpasst. Nach einem anstrengenden Fotoworkshop (ich war kränkelnd und ausgepowert) an einem Samstag im Oktober, sollte mich am Sonntag der erste Zug von Leipzig nach Berlin zu meinem Flugzeug in die Ukraine bringen, theoretisch. Auf der ersten Teilstrecke lief auch noch alles zu meiner und der anderen Zuginsassen […]
16. Dezember 2017
Athen, Griechenland (Mai 2017)
Athen, Griechenland (Mai 2017)

Athen, Griechenland (Mai 2017)

Immer aber ist wirkliche oder vermeinte Ungleichheit die Veranlassung zu bürgerlichen Unruhen und Revolutionen gewesen. Unter Ungleichheit aber ist jeder Mangel von Proportion zu verstehen, der sich zwischen den Unterschieden in den Vorrechten und dem Anteil an der Regierung und zwischen den Unterschieden der Personen findet. Aristoteles, griechischer Philosoph, Politik. 1301b (V, 1.) Athen passierte […]
3. September 2017
Italien - eine Winterreise (Januar 2017: Rom, Florenz, Bologna)
Italien - eine Winterreise (Januar 2017: Rom, Florenz, Bologna)

Italien - eine Winterreise (Januar 2017: Rom, Florenz, Bologna)

Was zieht da mit, was zieht da mit mir mit, was zieht da an mir? Mein Schatten kann es nicht sein, den habe ich ans Vorbei abgegeben, der war die ganze Zeit hinter mir, bin schon mehrmals an ihm vorbei, er wollte nicht mit, er wollte nicht mitziehen mit mir. Kann man ihn eigentlich vorauswerfen […]
6. Februar 2017
Kuba - Oktober & November 2016
Kuba , Oktober 2016 - Havanna_Antje_Kroeger_353

Kuba - Oktober & November 2016

Prolog Ich vermisse Kuba. Ich vermisse Havanna und all die anderen Plätze, die sich in mein Herz gegraben haben - mit diesen Momenten, Momenten voller Abenteuer, voller Solidarität, schwerer Leichtigkeit und leichter Schwere. Ich kann kaum die richtigen Worte für diese Reise finden, während ich im winterlich dunklen Deutschland sitze. Doch die erlebten Momente verschwinden nach und […]
24. Dezember 2016
Die Tage am See II
Die Tage am See Fotografie Sommer Antje Kroeger

Die Tage am See II

Dieser Sommer atmete am Ende viel warme Luft hinaus. Und wir, wir atmeten mit, jeden Tag, machten das Wasser zu unserem Heim, das mecklenburgische Wasser, das wir alle so sehr lieben - schwammen, sonnten, alberten, ruhten, aßen und tranken, immer wieder aufs neue - meine Familienjungs und ich. Das Wasser war warm und spritzig, wir erkundeten es, Meter […]
17. September 2016
Istanbul (Juni 2016)
Istanbul

Istanbul (Juni 2016)

Prolog 30. Juni 2016, der Tag nach dem Terroranschlag am Flughafen Atatürk Ich bin traurig, erschüttert und voller Mitgefühl für die Menschen in Istanbul, in der Türkei und den anderen Gebieten, wo der Terror zum täglichen Rhythmus des Lebens gehört.Vor ein paar Wochen erlebte ich selbst einen Anschlag mit, in Istanbul. Danach weinte die Stadt große […]
27. Juli 2016
Prag & Warschau (April & Mai 2016)
Warschau - Warszawa

Prag & Warschau (April & Mai 2016)

Im April und Mai schaute ich mir mal wieder zwei Städte etwas genauer an, die ich lange nicht besucht hatte. Prag und Warschau. Meine Mama wünschte sich ein Prag-Trip mit mir: bekam sie. Eine Freundin wollte Warschau sehen, ich begleitete sie. Beide Male ungewöhnlich für mich, weil ich bisher die Welt am liebsten und meistens alleine […]
13. Juni 2016
St. Petersburg (Maerz 2016)
St. Petersburg - Saint Petersburg

St. Petersburg (Maerz 2016)

... In Hast, wie in einem Fieberdelirium war Petersburg erbaut worden. Wie ein Traum verflogen zwei Jahrhunderte: die jedem Leben fremde, am Rande der Erde, mitten unter Sümpfen und Wildnissen stehende Stadt träumte von Weltruhm und Macht; wie Fiebervisionen wechselten Palastverschwörungen, Kaisermorde, Triumphe und blutige Hinrichtungen einander ab; schwachen Frauen fiel eine halbgöttliche Gewalt in den […]
24. Mai 2016
Der Fisch ist auch mein Freund II
Der Fisch ist auch mein Freund II, eine Fotoserie von Antje Kroeger

Der Fisch ist auch mein Freund II

  Er dachte an die See immer als an la mar, so nennt man sie auf spanisch, wenn man sie liebt. Manchmal sagt einer, der sie liebt, böse Dinge über sie, aber er sagt es immer, als ob es sich um eine Frau handele. Manche der jüngeren Fischer, die Bojen als Schwimmer für ihre Leinen […]
10. Januar 2016
Istanbul (october 2015) - english version
istanbul_tuerkei_antje_kroeger

Istanbul (october 2015) - english version

I arrived at noon in the drizzling rain and cried. I went walking in the morning rain, and still I cried. After almost two weeks in Istanbul I returned to my old life having acquired even more questions, even more curiosity and a lot of new friends but most important of all, the newly gained […]
12. November 2015
Istanbul (Oktober 2015)
istanbul_tuerkei_antje_kroeger

Istanbul (Oktober 2015)

Ich kam an im Mittagsregen und weinte, ich ging mit morgendlichen Regenschauern und weinte wieder. Nach fast zwei Wochen Istanbul kehrte ich zurück in (m)ein Leben mit noch mehr Fragen, mit noch mehr Neugier, mit neuen Freunden; aber vor allem mit dem wichtigen Hinweis, dass das Leben noch so viel mehr sein kann, wenn man […]
11. November 2015
Das Mitbringsel
Porträtfotografie schwarz weiß Leipzig

Das Mitbringsel

Der Rock fand zu mir in 'nem Flohmarkt-Eckladen des Istanbuler Stadtteils Fener. Es gibt wenige Plätze in dieser Stadt, wo Dinge beherbergt sind, die schon ein anderes Leben hinter sich haben. Um so glücklicher war ich, diesen einen gefunden zu haben. Es standen da auch 'ne Menge russischer Kameras herum. Aber ich entschied mich diesmal […]
31. Oktober 2015
Die Tage am See - eine Ode an die Heimat & die Familie
sommer am see fotografie antje kroeger

Die Tage am See - eine Ode an die Heimat & die Familie

Ich war wieder Kind, für ein paar Tage. Schuld war das Wetter, meine Heimat und meine Familie und ich danke allen dafür. Untergluckern, im Wasser-Ball-Spielen, um die Wette schwimmen, tauchen und frieren, sobald man das Wasser verlässt. Das letzte Mal hatte ich solche Wasser-Sommer-Leichtigkeits-freuden irgendwann als Kind oder Jugendliche. Ich bin eine Wasserratte, andere in […]
24. August 2015
Ode an die Heimat
Ode an die Heimat

Ode an die Heimat

Warum ich diesen "schönen" Ort verlassen habe? Diese Frage stellte mir vergangene Woche ein Dauercamper, dabei nieselte es unaufhörlich. Ich konnte die Frage nicht in einem Satz beantworten, denn ich hatte den Ort, meine Heimat, ja nicht "einfach so" verlassen. Ich hatte neue Plätze gesucht & gefunden und kehre dennoch immer wieder zu den alten, […]
23. Juni 2015
Israel & Palästina (Mai 2015)
Old City Jerusalem

Israel & Palästina (Mai 2015)

Seitdem ich aus Israel zurück bin, treffe ich fast jeden Tag Menschen, die mir ihre Geschichten rund um diesen Ort erzählen. Auf einmal erkennen wir uns, wir haben eine sehr energetische Gemeinsamkeit, aus den unterschiedlichsten Gründen waren wir am Ort der vermeintlichen Schöpfung, in einer Gegend, die so emotional aufgeladen ist, dass es einfach schwer […]
2. Juni 2015
Paris (2013)
paris_antje_kroege

Paris (2013)

Kleine Momente.
25. September 2013
Un pont vers l’autre - Eine Brücke zum Anderen - Installation visuelle et sonore au Canal Saint Martin (Paris) et Landwehrkanal (Berlin)
Eine Brücke zum Anderen_AntjeKroeger

Un pont vers l’autre - Eine Brücke zum Anderen - Installation visuelle et sonore au Canal Saint Martin (Paris) et Landwehrkanal (Berlin)

... eine Installation von Astrid Monet über das Goethe-Institut Paris mit den Fotografien von Antje Kröger. Die Ausstellung fand im Februar 2013 in Paris statt. Es handelt sich um eine Installation mit Video- und Tonelementen. Eine Installation im Herzen der Stadt.Es werden gleichzeitig zwei Installationen entlang des Canal Saint Martin in Paris und des Landwehrkanals in […]
13. März 2013