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Fotoworkshop: Straße // September-Leipzig

Neue (Zug)Reisegeschichten aus deutschem Land, mit dem Konvolut analoger Kameras, immer regelmäßig aktualisiert wird Leipzig, auch neue Orte kommen hinzu.


Zu diesem Zeitpunkt gibt es 9 Kapitel meiner 9-Euro-Ausblicke. Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis:

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Fotoworkshop: Straße

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Fotoworkshop: Straße // September-Leipzig

Im September war wieder Zeit für meinen FOTOWORKSHOP: Inszeniertes Porträt und Straßenfotografie. Dieses Mal hatte ich Lern-„Besuch“ aus Berlin und der Eifel. Ich lieb dieses Workshop-Konzept sehr. Drinnen und draußen. Innen und Außen. Die Sonne stand auf unserer Seite. Temperaturen um die 30 Grad machten dieses Septemberwochenende zum verlängerten Arm des Sommers, alle waren lichtgestimmt und kreativlustig.
Manchmal fotografiere auch ich, wenn die Seele danach verlangt. Manchmal bleibe ich lieber mit meinen Augen im Außen, um auf meine Schülerinnen und Schüler zu schauen, sie zu unterstützen und nur mein Wissen weiterzugeben.
Als wir am Sonntag gemeinsam die Straßen des Leipziger Ostens begingen, war ich natürlich erst einmal Lehrerin. In meiner Handtasche steckte natürlich dennoch eine Halbformat-Kamera, gefüttert mit analogem Film. Eine meiner Agats. Und ich fotografierte ab und an eine kleine Geschichte, wenn sie mir gerade in den Kram passte.

Gerade hatte ich den Schriftzug „Viva la Vulva“ entdeckt, da sah ich von Weitem mir eine „Alte“ entgegenkommen. Leider wechselte sie die Straßenseite. Irgendwas trieb mich, sie zu fragen, ob sie Lust hätte, sich von mir vor dem Schriftzug fotografieren zu lassen. Als wir voreinander standen, war ich mir auf einmal nicht mehr sicher, ob sie denn auch eine „Alte“ war. Egal. Ich rechnete mit einem „Nein“. Aber sie wollte von mir fotografiert werden, kam langsam hinter mir her, vor den Schriftzug. Ich fragte nach ihrem Namen. Bettina. 65. Aus Chemnitz. Ihre Eltern waren Tänzer. so hatte ich es verstanden. Welch ein fotografisches Geschenk an einem Sonntagnachmittag für die Lehrerin.

Der nächste Workshop dieser Art findet im Januar 2026 statt.
Alle Workshoptermine hier.


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September-Leipzig

Noch ist der September gar nicht vorbei. Dennoch war er äußerst merkwürdig. Ein Monat ohne richtiges Profil eigentlich und wenig Verbindung zu meinem Leben sowieso. Ein Monat, der nach dem August nur abkacken konnte. Dem kommenden Oktober könnte er sowieso niemals das Wasser reichen.

Dieser September war irgendwie anders. Warm war’s. So oft habe ich mich selten auf den Weg zum See gemacht. Am Anfang war der Monat noch emotional, dann wurde er ziemlich schmerzhaft (körperlich), dann wurde er auf einmal voll, die Kraft musste immer gut eingeteilt werden. Und dann wurde er wieder schmerzhaft (seelisch), weil ich mich künstlerisch einer Sache widmete, die an die Substanz ging. Gut so. Natürlich.

Und dann die Lehre. Menschen, die von mir „meine Fotografie“ lernen wollten. Immer wieder die Frage: Wie kann ich das, was mich am meisten in meinem eigenen Leben berührt: die Kunst, Menschen, die sich_blicken_lassen, den Rausch, die Lust, den Abgrund und die Andersartigkeit – anderen näher bringen, um die Brücke zu schlagen zur Fotografie?

Alles hat mit allem zu tun. Der Satz sagt doch eigentlich schon alles. 

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Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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