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Leipzig

Leichen säumten ihren Weg – Leichenwagenprozession WGT 2026
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Leichen säumten ihren Weg – Leichenwagenprozession WGT 2026

Pfingsten, wenn möglich, nicht in Leipzig verbringen. So lautete die Parole der letzten Jahre. „Dieses schwarze Treiben" war noch nie wirklich etwas für mich. Es erinnerte mich an die Zeit, als ich mit zwei Grufti-Frauen zusammen wohnte. Keine schönen Erinnerungen! Also Wave Ghotic den Vortritt in Leipzig lassen für ein verlängertes Wochenende und irgendwo anders die Beine in den See hängen. Aber dieses Jahr wollte es anders. Pfingsten in Leipzig. Gut. Meinetwegen. Dann wenigstens richtige Ungewöhnlichkeit.
27. Mai 2026
Leipzig im Winterjanuar & ein buntes Observatorium in Schkeuditz
Leipzig Winter, analoge Fotografie, Leipzig Ost

Leipzig im Winterjanuar & ein buntes Observatorium in Schkeuditz

Der Januar war schnell, emotional, eisig, glatt, dunkel, energetisch, kreativ, analog, ruhelos, schlafintensiv, schneeflockig, geburtstaglich, still, kalt, rot, blau, gelb, ärgerlich, wiedersehend, digital, selbstdarstellend, weiß, sorgenvoll, aufreibend, verändernd, wortreich, mexikanisch, links, verknüpfend, lehrreich, lehrend, kümmernd – und noch so viel mehr. Ein Jahresauftakt, der an einen Einstieg in die Berg-und Talbahn erinnerte. Was das für 2026 bedeuten könnte? Eine rasante Fahrt, ein anstrengender Ritt. Oder alles ist offen und kommt ganz anders… 
11. Februar 2026
Fotoworkshop: Straße // September-Leipzig
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Fotoworkshop: Straße // September-Leipzig

Noch ist der September gar nicht vorbei. Dennoch war er äußerst merkwürdig. Ein Monat ohne richtiges Profil eigentlich und wenig Verbindung zu meinem Leben sowieso. Ein Monat, der nach dem August nur abkacken konnte. Dem kommenden Oktober könnte er sowieso niemals das Wasser reichen. Dieser September war irgendwie anders. Warm war’s. So oft habe ich mich selten auf den Weg zum See gemacht. Am Anfang war der Monat noch emotional, dann wurde er ziemlich schmerzhaft (körperlich), dann wurde er auf einmal voll, die Kraft musste immer gut eingeteilt werden. Und dann wurde er wieder schmerzhaft (seelisch), weil ich mich künstlerisch einer Sache widmete, die an die Substanz ging. Gut so. Natürlich.
24. September 2025
Leipzig, Frühling. Licht und Schatten. Und leere Wände.
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Leipzig, Frühling. Licht und Schatten. Und leere Wände.

Mindestens eine meiner analogen Agat-Halbformatkameras habe ich immer in meiner Handtasche – meist sogar zwei: eine mit Schwarzweißfilm, eine mit einem bunten. Der letzte Schwarzweißfilm war so lange in der Kamera wie selten zuvor. Das lag daran, dass ich kaum auf den Straßen Leipzigs oder anderswo unterwegs war. Ich fotografierte so viel wie selten in meinem Leben – aber eben nicht im öffentlichen Raum. So blieb der Frühling weitgehend außerhalb meines Schaffens. Nicht völlig unbemerkt, aber doch sehr.
10. Mai 2025
Hunderte protestieren, Tausende shoppen: Ein antifaschistischer Samstag in Leipzig
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Hunderte protestieren, Tausende shoppen: Ein antifaschistischer Samstag in Leipzig

Naschmarkt also heute in antifaschistischem Kostüm. Warum aber? In der Alten Handelsbörse findet eine Wahlkampfveranstaltung der AfD mit Cheffe Tino Chrupalla statt. Knapp tausend Menschen demonstrieren deshalb rundherum um diese Veranstaltung. Alerta, Alerta. Auch ich drehe meine Runden. Als Antifaschistin, natürlich. Als Fotografin, auch natürlich. Ich treffe die Omas gegen Rechts, sehr junge Antifaschistinnen, Kermit den Frosch und so viele andere.
8. Februar 2025
Leipzig, Winter. Korn und Kälte. // Stralsund, Winter. Licht und Leere.
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Leipzig, Winter. Korn und Kälte. // Stralsund, Winter. Licht und Leere.

Die Kälte ist da, scharfkantig, aber die Sonne bricht durch. Stralsund glänzt im Winterlicht, als hätte jemand eine dünne Schicht Glasur über die Gassen gezogen. Ich laufe los, ein paar Stunden in einer Stadt, die ich kenne, aber nicht wirklich. Zwei Jahrzehnte flüchtiger Begegnungen, Momente, die aufeinanderschichten wie die Backsteine der Giebelhäuser. Die wenigen Touristen, die sich im Winter hierher verirren, ziehen Richtung Hafen, als wäre das die einzige Richtung, die eine Stadt wie diese zulässt. Ich gehe nicht mit. Der Hafen kann warten, der Hafen kann ohne mich. Die Straßen sind leer, bis auf ein paar Einheimische, die mit eingezogenen Schultern durch das Licht hasten. Jeder Schritt ein Echo auf dem Kopfsteinpflaster. Die langen Schatten dehnen sich, verzerren sich, als wollten sie die Stadt überziehen.
7. Februar 2025
Bella und der Wal und andere See-Liebeleien
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Bella und der Wal und andere See-Liebeleien

Dieser Sommer musste erst Fahrt aufnehmen. Als er jedoch seine Wohlfühl-Geschwindigkeit erreicht hatte, drehte er kräftig am Wärmerad. Badehose einpacken und ab zum See. Keine Option in Leipzig. In meinem Leben. Eigentlich. Fast ausschließlich fanden meine See-Abenteuer bisher in Mecklenburg statt. Schon in meiner Kindheit mussten die Sommer am Wasser gelebt werden, nur geschlafen wurde zu Hause im heimischen Bettchen. Von Mai bis Oktober. Oder so. Und auch später, mit den neu dazu gekommenen Kindern der Familie im Schlepptau, füllte das mecklenburgische Wasser meine Wälinen-Seele. Dieser Sommer aber wollte alles anders. Regelmäßige See-Eskapaden in Sachsen-Town. Immer in den Leipziger Westen gefahren. Immer andere Wege genommen. Immer andere Mitseeabenteurerinnen getroffen und manchen von ihnen irgendwann auch wissend wieder begegnet. Anfangs nur fotografisch, dann auch für das Herz, für den Körper, für die freien Gedanken. Ich fühlte eine neue Welt voll mit glasklarem Wasser, Kieselsteinschmerz unter den Fußsohlen, fremden Sprachfetzen. So viel Neu erlebt nach einer Fahrt mit der Tram; kein Zug, kein Flug, kein anderer Landstrich, keine andere Nation, kein anderer Kontinent. Und abends wieder im eigenen Bettchen, wie früher.
13. September 2024
Jüdische Friedhöfe in Leipzig
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Jüdische Friedhöfe in Leipzig

Ich hänge am Tod. Oder hängt dieser gar an mir? Solange ich mich erinnern kann, stellte ich die Frage: Gehen wir heute auf den Friedhof? Sobald meine Frage im Raum herumschwirrte, war die Antwort schon in Stein gemeißelt: Natürlich. So trabte ich an Großmutters Hand und an ihrer Seite den Weg zum Friedhof der Stadt, in der ich geboren wurde. Dort befand sich Großvaters Grab. Ein Großvater, der nur drei Monate, bevor ich das Licht der Welt erblicken sollte, starb, um in dieser Grabstelle ewig weiterzuleben. Oma und ich besuchten Benno. Tot oder lebendig. Spielte doch keine Rolle. Besuch war Besuch. Großvater war Großvater. Zu Hause, also in Omas Wohnung (Zeit meines Lebens hatte ich nicht nur ein Zuhause, Orte, die ich von Herzen liebte, nannte ich schnell "Zuhause", auch wenn sie nur kurz durch mein Leben hindurch reisten), schaute ich mir die alten Fotografien aus dem Karton an. Schließlich brauchte ich ja ein Bild von Benno in meinem Kopf.
12. Dezember 2023
SCHMUCK + IMAGE // DAS GRASSI SCHMÜCKT – Antje als eine von 11 Fotograf*innen
SCHMUCK + IMAGE // DAS GRASSI SCHMÜCKT - Antje als eine von 11 Fotograf*innen

SCHMUCK + IMAGE // DAS GRASSI SCHMÜCKT – Antje als eine von 11 Fotograf*innen

Zum zweiten Mal das Grassimuseum in Leipzig für mich in diesem Jahr, nach der Ausstellung "ANALOG TOTAL_FOTOGRAFIE HEUTE". Eine von elf Fotograf*innen war ich, die den Schmuck des Grassis mit Menschen zusammengebrachte. Letzte Woche begann die Ausstellung. Es war fulminant. Der Schmuck eine Augenweide. Und die Fotos dazu, leuchtend groß, eine wunderbare Ergänzung. Ich durfte sowohl Kuratorin Silvia Gaetti als auch den Leipziger Künstler Thomas Moecker, der diese Ausstellung gestaltet hat, zusammen mit dem sehr besonderen Geschmeide fotografieren. Außerdem habe ich die Museumspädagogin Ute Thieme mit dem Autorenschmuck porträtiert. Besonders mag ich auch den Katalog mit noch so viel mehr Fotografien. Froh bin ich sehr, dass ich ein Teil dieses Projektes sein durfte!
9. Mai 2022
Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof
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Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof

Mit Sonne auf meinen Schultern 101 mal gelogen. Übertrieben. Gefühlt nur. Nur einmal mit dem analogen Fotoapparat eingefangen. Bisher. Bisher nur begangen, beschaut, befühlt, betreten, beobachtet. Bewegt, beschwingt. Bedächtig. Bewegung ins Spiel gebracht. Die Welt zu weit in der Welt. Statische Mauern innen drinnen abgerissen, das Außen schmilzt zeitlupisch. Abgestützte Grabplatten, das Konterfei eines Sowjets, […]
16. Februar 2022
Unter Deinen Augen trau ich mich
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Unter Deinen Augen trau ich mich

Die Angst.Lähmend. Angst. Sie tanzt über die Hautund hinterlässt rote Flecken. Diese Angst.Fordernd. Sie zieht den Körper zusammen,macht ihn eng,so eng,dass die Luft knapp wirdund nur durch ein kleines Ventilwieder neu in ihn hineinkriecht. Doch gut zu wissen,dass es dich gibtauf dieser Welt. Auch du sitzt im Dunkeln.Auch du denkst über das Jetzt nach.Auch du […]
4. April 2013
Emma
emma fotografiert von antje kroeger

Emma

Diese Serie ist natürlich der wundervollen Emma gewidmet, aber auch einem wichtigen Menschen in meinem Leben und Fotografen: Stanislav Kutac
25. August 2012