Sonntagmorgen. 11 Uhr Alexanderplatz. Ostberlin. Der letzte Tag des Monats Mai. Die Sonne brannte. Beim letzten Besuch vor ein paar Wochen war mir mein coloriges Filmmaterial ausgegangen. Deswegen hatte ich die Nuttenbrosche, den Brunnen der Völkerfreundschaft auf dem Alex, nur dilettantisch in schwarz/weiß fotografiert. Aber die bunten Bildchen von Pflanzen und Vögelchen sind in monochromer Darstellung natürlich verschenkt. Deshalb an diesem Morgen eine kleine fotografische Tour, again.
DDR-Pilz-Klettergerüst in Jena und Halle & Leipzig im Mai
Neue (Zug)Reisegeschichten aus (ost)deutschem Land, mit dem Konvolut analoger Kameras. Zu diesem Zeitpunkt gibt es 10 Kapitel meiner 9-Euro-Ausblicke. Alle Fotos aus Jena: ➨ JENA, GERA, WURZEN, TORGAU, DRUMHERUM von LEIPZIG Jena Nach Jena fuhr ich nur wegen des Pilzes. Was denn für ein Pilz? Na der Klettergerüstpilz. So eine schöne Kindheitserinnerung. Und die Erinnerung […]
Leichen säumten ihren Weg – Leichenwagenprozession WGT 2026
Pfingsten, wenn möglich, nicht in Leipzig verbringen. So lautete die Parole der letzten Jahre. „Dieses schwarze Treiben" war noch nie wirklich etwas für mich. Es erinnerte mich an die Zeit, als ich mit zwei Grufti-Frauen zusammen wohnte. Keine schönen Erinnerungen! Also Wave Ghotic den Vortritt in Leipzig lassen für ein verlängertes Wochenende und irgendwo anders die Beine in den See hängen. Aber dieses Jahr wollte es anders. Pfingsten in Leipzig. Gut. Meinetwegen. Dann wenigstens richtige Ungewöhnlichkeit.
Wie Gera genau auf meinen Plan trat, weiß ich nicht mehr. Vielleicht war es die Sonne, die mich anlockte. Jedenfalls war es ein spontaner Ausflug in die thüringische Fastgroßstadt — und fotografisch hat er sich mehr als gelohnt. Menschlich war ich ein wenig lost. Viele Alte, viele Schülerinnen, viel Pack. Viele merkwürdige Blicke, viele niedere Beweggründe. Menschlich hat mich lange kein Ort mehr so dermaßen abgestoßen.
Berlino. So nannte ich dich immer. Ganz liebevoll. Aber diese Beziehung hatten wir nicht (mehr) in den letzten Jahren. Nix mit Liebe. Alles an dir war schwierig für mich. Alles in dir war schwierig. Für mich. Immer nur kurze Zwischenstopps und Umsteigesituationen. Mehr war nicht drin. Berlino im Frühling. Ich wollte eine Annäherung. Ich wollte eine Klärung. Ich wollte eine paar Bildnisse einsammeln. Wir beide also wieder in Verbindung. Es war schön, es war bunt, es war ein Mix aus Sonnen und Wolken, es war wieder ein bisschen Zuhause. Es war auch ein Laufen ohne Pause. All
die Orte mussten in einen Tag passen. Hatten sie letztendlich auch und ich war danach ziemlich kaputt.
Cottbus… du Schöne – haltet mich doch für verrückt
Cottbus. Du Stadt Brandenburgs und der Lausitz. Lange bin ich um dich herum gekreist. Ich weiß so recht gar nicht wieso. Viele Male bin ich mit dem Zug vorbeigefahren, aber nie ausgestiegen. Jetzt im März 2026 kam ich ein wenig wie die Jungfrau zum Kinde zu dir. Die Sonne schien, ich wollte mich drücken vor der Organisation meines Lebens und schwuppdiwupp, Zugverbindung herausgesucht und auf den Weg gemacht. Sehr spontan. Keinerlei Vorbereitung.
Lützen mit Adolf ohne Nietzsche im DDR-Modus & ein Hauch Bad Dürrenberg
Neue (Zug)Reisegeschichten aus (ost)deutschem Land, mit dem Konvolut analoger Kameras, immer regelmäßig aktualisiert wird Leipzig, auch neue Orte kommen hinzu. Zu diesem Zeitpunkt gibt es 10 Kapitel meiner 9-Euro-Ausblicke. Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis: ➨ 9-Euro-Ausblicke-Und-Weiterreisend / Inhaltsverzeichnis Ich bekam eine Nachricht mit dem Bild eines DDR-Wandbildes: „Kennste bestimmt schon?“. Ne. Kannte ich noch nicht, […]
Leipzig im Winterjanuar & ein buntes Observatorium in Schkeuditz
Der Januar war schnell, emotional, eisig, glatt, dunkel, energetisch, kreativ, analog, ruhelos, schlafintensiv, schneeflockig, geburtstaglich, still, kalt, rot, blau, gelb, ärgerlich, wiedersehend, digital, selbstdarstellend, weiß, sorgenvoll, aufreibend, verändernd, wortreich, mexikanisch, links, verknüpfend, lehrreich, lehrend, kümmernd – und noch so viel mehr. Ein Jahresauftakt, der an einen Einstieg in die Berg-und Talbahn erinnerte. Was das für 2026 bedeuten könnte? Eine rasante Fahrt, ein anstrengender Ritt. Oder alles ist offen und kommt ganz anders…
Alle Fäden führten nach Guben. Irgendwie. Und auf einmal war ich auch noch in Polen. Aber der Reihe nach. Lange hatte ich keine ostdeutsche Stadt mehr analog fotografiert. Zu viel war 2025 los. Nach Serbien im Oktober war ich nicht mehr fotografisch auf den Straßen unterwegs. Ende des Jahres fühlte es sich so an, als solle es wieder sein. Neue Filme, endlich wieder Chemie, um auch buntes Filmmaterial zu entwickeln. Und dann sah ich irgendwo ein Foto vom Innenleben des Gubener Bahnhofs. Dachte ich mir an einem sonnigen End-Dezember-Tag: Los geht’s