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SERBIEN Okt*2025: Belgrad II
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SERBIEN Okt*2025: Belgrad II

Wieder in Belgrad angekommen, schrieb ich meinem Vermieter. Er konnte sich erst gegen sechs Uhr am Abend mit mir treffen, also wartete ich im Starbucks, trank Kaffee und schrieb E-Mails. Ich war verblüfft: Die Preise waren fast identisch mit denen in Deutschland, obwohl die Menschen hier deutlich weniger verdienen. Trotzdem war das Café voll. Ich […]
29. Oktober 2025
SERBIEN Okt*2025: Niš
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SERBIEN Okt*2025: Niš

Zum ersten Mal hatte ich in Serbien eine Straßenköterbande gesehen. Das war ziemlich schön. Es war der Tag, an dem ich in Niš ankam. Aber der Reihe nach. An meinem Geburtstag, einem Samstag, fuhr ich mit dem Bus von Novi Sad nach Niš im Osten des Landes, drittgrößte Stadt. Die Fahrt dauerte rund fünf Stunden, […]
29. Oktober 2025
SERBIEN Okt*2025: Belgrad I
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SERBIEN Okt*2025: Belgrad I

Serbien im Oktober Drei Städte: Belgrad, Novi Sad, Niš.Und wieder Belgrad – diese Betonburg. Viele krude Busfahrten,mindestens ein Eis am Stiel pro Tag,wundervoll freundliche Menschen.Deutsch statt Englisch als Verständigung,Baulärm, Sonnenstunden, Müdigkeit. Bloks.Buntes Gemüse – Paprika, Tomaten, Auberginen –in wilden Massen auf wilden Märkten.Wandmalereien, Flusswasser, Kraft.Blockaden, Freiheit, Botschaften. Teure Lebensmittel in kleinen Supermärkten,Jogginganzüge, verrückte Hunde als […]
29. Oktober 2025
SERBIEN Okt*2025: Novi Sad
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SERBIEN Okt*2025: Novi Sad

Der Zug Richtung Novi Sad war weder voll noch leer, angenehm gefüllt, würde ich sagen. Die Fahrt verlief ruhig. Die Züge fuhren nun nur noch bis nach Petrovaradin, einem Vorort von Novi Sad. Der Hauptbahnhof war nach dem tragischen Dacheinsturz vom 1. November 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen, gesperrt. Wie es nach […]
28. Oktober 2025
Kreative FOTOWORKSHOPS 2026 – Leipzig – Termine
Nachlese FOTOWORKSHOP: Expression Explosion // Potpourrama // Crash Mash Flash

Kreative FOTOWORKSHOPS 2026 – Leipzig – Termine

Seit 13 Jahren begleite ich Menschen fotografisch. Ich unterrichte nicht nur die Fotografie, sondern das Sehen. Das Erkennen. Das Entscheiden. Die Kamera ist (m)ein Werkzeug – aber der Blick, der Gedanke, das innere Bildnis: das ist das, worauf es ankommt.
2. Oktober 2025
Herbst-Zeitz-Los Ende September
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Herbst-Zeitz-Los Ende September

Zeitz, Ende September 2025. Eine Stadt ohne Menschen, dafür Autos, die rumcruisen, und kleine Gangs aus jugendlichen Mopedfahrern, wie ich sie aus meiner Jugend kenne. Zeitz, ein schön sanierter Bahnhof, kaum Menschen. Einmal in der Stunde fährt ein Bummelzug aus Leipzig in die Stadt in Sachsen‑Anhalt, die einst geblüht haben muss. Die verfallenen Gründerzeithäuser stammen aus dieser Blüte. Manche hoffen ja tatsächlich, dass Zeitz vor dem Aussterben gerettet werden kann. Ich glaube das nicht. Habe in den letzten Jahren so viele dieser mittelgroßen Oststädte besucht. Überall quält sich die Strukturlosigkeit, und die Veralterung der Einwohnerinnen schlängelt sich durch den Alltag. So wie Detroit und Cleveland in den USA, nur eben in der ehemaligen DDR. Keine Jobs, wenig Kunst und Kultur, und etwas zu essen suchte ich an einem Samstag auch ohne Ergebnis. Was nützt die „schöne Natur“, was nützen ehemalige Schlösser und Fabriken, die nun Museum sind, Kirchen, die saniert werden, und eine alte Fabrik als Co‑Working‑Platz, wenn die Menschen, die in Zeitz leben müssen, keine Zukunftspläne mehr haben, weil sie nur einen ruhigen Lebensabend genießen wollen, die billige Miete brauchen oder ihr abbezahltes Häuschen nun auch nutzen wollen? Leben ohne Utopie. Leere. Vereinsamung. Rassismus. Wirtschaftlicher Exodus. Schade. 
2. Oktober 2025
Fotoworkshop: Straße // September-Leipzig
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Fotoworkshop: Straße // September-Leipzig

Noch ist der September gar nicht vorbei. Dennoch war er äußerst merkwürdig. Ein Monat ohne richtiges Profil eigentlich und wenig Verbindung zu meinem Leben sowieso. Ein Monat, der nach dem August nur abkacken konnte. Dem kommenden Oktober könnte er sowieso niemals das Wasser reichen. Dieser September war irgendwie anders. Warm war’s. So oft habe ich mich selten auf den Weg zum See gemacht. Am Anfang war der Monat noch emotional, dann wurde er ziemlich schmerzhaft (körperlich), dann wurde er auf einmal voll, die Kraft musste immer gut eingeteilt werden. Und dann wurde er wieder schmerzhaft (seelisch), weil ich mich künstlerisch einer Sache widmete, die an die Substanz ging. Gut so. Natürlich.
24. September 2025
Fast auf den Tag genau: Sommer-Erfurt
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Fast auf den Tag genau: Sommer-Erfurt

Welch ein schöner Zufall: einmal am 26. August 2024 in Erfurt, einmal am 27. August 2025, ebenfalls in Erfurt. Auch davor schon, doch nicht durch die Kamera – und gerade dadurch haben sich meine Blicke auf Orte auf einmal ganz verändert. Beide Male war der End-August in Erfurt sommer-wunderschön, schenkte meinen Bildern Licht und Schatten. 2025 war ich nicht allein, ich begleitete D. Zuerst die Pflicht, dann die Kür. Das Schöne daran: Wir kamen während beider Tagespunkte an Orte, die ich schon kannte, und doch warf das Licht einen ganz anderen Blick auf sie.
13. September 2025
Georgien Jun*2025: Batumi, ბათუმი
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Georgien Jun*2025: Batumi, ბათუმი

Von Tiflis nach Batumi fahren täglich zwei Züge: ein Morgenzug, ein Abendzug. Für diesen Samstag war der Morgenzug bereits ausgebucht. Es gibt nämlich ausschließlich Sitzplätze. Ist der Zug voll, wird einfach kein Ticket mehr verkauft. Also nahm ich den Abendzug: Abfahrt 17:10 Uhr, Ankunft um 22:45 Uhr. Der Zug war rappelvoll. Niemand sprach ein Wort, alle starrten schweigend auf ihre Smartphones. That’s normal here, dachte ich mir. In Batumi angekommen, stellte ich fest:
27. Juli 2025
Georgien Jun*2025: Tiflis, Tbilissi, თბილისი (Teil II)
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Georgien Jun*2025: Tiflis, Tbilissi, თბილისი (Teil II)

Eine Busfahrt, die ist lustig. Eigentlich. In Tiflis eher stickig und überfordernd und meist sehr lang. Die Fahrer, zumeist mit ziemlich aggressiv-rabiatem Stil unterwegs, versuchten, das Gefährt durch den Stadtverkehr zu lenken. Wenigstens gab es da eine eigene Busspur. Weiblichen Busfahrerinnen begegnete ich nie. Irgendwie sah ich überhaupt fast ausschließlich Männer am Steuer von Fahrzeugen. Der Verkehr in der georgischen Hauptstadt war überbordend, aggressiv, ruhelos. In manchen Bussen gab es W-Lan, in nur einigen Klimaanlagen, nur manchmal wurden die Stationen angezeigt (natürlich auf Georgisch). Deshalb verfolgte ich die Fahrten immer mit dem GPS auf meinem Handy. Erst zählte ich noch die Stationen, aber das gab ich schnell wieder auf, funktionierte fast nie. Manchmal ließ ich mich einfach treiben, nahm irgendeinen Bus und fuhr und fuhr. Hatte ich jedoch ein bestimmtes Ziel, musste ich mich konzentrieren, manchmal fragte ich nach.
27. Juli 2025