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Georgien Jun*2025: Tiflis, Tbilissi, თბილისი (Teil I)
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Georgien Jun*2025: Tiflis, Tbilissi, თბილისი (Teil I)

Das mit Georgien war ein ewiges Hin und Her. Es hat nie richtig gepasst. Mein Leben war so voll mit seiner Organisation, mein Konto war so leer. Meine Kraft war so alle. Und auf einmal ging es doch ganz schnell: Zwei (eigentlich drei) Menschen fragte ich nach ihrer Meinung – Menschen, denen ich eine gute Antje-Kenntnis zutraute. Ich war nicht überrascht – über die Großzügigkeit ihrer Gedanken und auch über die (nicht)Zweifel, die an meinem Vorhaben geäußert wurden. Flüge gebucht, eine Woche später bereits unterwegs gewesen. Denn die Großzügigkeit dieser Menschen ließ meine Kräfte wieder groß werden. Zehn Tage Georgien: Tbilisi und Batumi und all die Fahrten dazwischen.
27. Juli 2025
Dina und Davit
wolf und schwein in georgien

Dina und Davit

Am Rande eines alten, lauten Marktplatzes in Tbilissi, zur Zeit der Sowjetunion, trafen sie sich. Davit, der Wolf, keck und voller Kraft und Dina, das Schwein, rosig, fest im Leben stehend, durch und durch ein froher Charakter. Sie wussten nicht, warum sie hier zusammenkamen, und doch spürten sie eine warme Verbundenheit. Wenn sie beieinander waren, löste sich der Nebel der Zeit. Sie sahen durch den Dunst der Jahre und blickten in eine ferne Zukunft.
20. Juni 2025
Eine Stunde Seehausen (Altmark) // Mai-Leipzig
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Eine Stunde Seehausen (Altmark) // Mai-Leipzig

Eine Stunde Seehausen in der Altmark. Warum? Nur wegen eines DDR-Wandbilds. Gezeigt wurde es mir zwei Wochen zuvor von einer Frau, die mir im Schienenersatzverkehrsbus von Tangerhütte nach Wittenberge gegenübersaß. Auf meiner Reise nach Mecklenburg erzählte die etwa 60-Jährige fast zwei Stunden lang aus ihrem Leben – spannend, berührend, kaum zu unterbrechen. Irgendwann erwähnte ich meine Leidenschaft für sozialistische Überbleibsel. Da zeigte sie mir ein Wandbild in Seehausen, an einem Wohnblock in Bahnhofsnähe. Sie selbst stieg auch aus. In Seehausen.
2. Juni 2025
Leipzig, Frühling. Licht und Schatten. Und leere Wände.
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Leipzig, Frühling. Licht und Schatten. Und leere Wände.

Mindestens eine meiner analogen Agat-Halbformatkameras habe ich immer in meiner Handtasche – meist sogar zwei: eine mit Schwarzweißfilm, eine mit einem bunten. Der letzte Schwarzweißfilm war so lange in der Kamera wie selten zuvor. Das lag daran, dass ich kaum auf den Straßen Leipzigs oder anderswo unterwegs war. Ich fotografierte so viel wie selten in meinem Leben – aber eben nicht im öffentlichen Raum. So blieb der Frühling weitgehend außerhalb meines Schaffens. Nicht völlig unbemerkt, aber doch sehr.
10. Mai 2025
Blackbox-Schkeuditz // Zündholz-Riesa
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Blackbox-Schkeuditz // Zündholz-Riesa

Neue (Zug)Reisegeschichten aus (ost)deutschem Land, mit dem Konvolut analoger Kameras, immer regelmäßig aktualisiert werden Leipzig & Mecklenburg, aber auch neue Orte kommen hinzu. Zu diesem Zeitpunkt gibt es 9 Kapitel meiner 9-Euro-Ausblicke. Wahrscheinlich werden weitere dazukommen. Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis: ➨ 9-Euro-Ausblicke-Und-Weiterreisend / Inhaltsverzeichnis Blackbox-Schkeuditz (März 2025) Gesamter Text und alle Fotografien hier: 9-Euro-Ausblicke-Und-Weiterreisend […]
26. März 2025
Hunderte protestieren, Tausende shoppen: Ein antifaschistischer Samstag in Leipzig
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Hunderte protestieren, Tausende shoppen: Ein antifaschistischer Samstag in Leipzig

Naschmarkt also heute in antifaschistischem Kostüm. Warum aber? In der Alten Handelsbörse findet eine Wahlkampfveranstaltung der AfD mit Cheffe Tino Chrupalla statt. Knapp tausend Menschen demonstrieren deshalb rundherum um diese Veranstaltung. Alerta, Alerta. Auch ich drehe meine Runden. Als Antifaschistin, natürlich. Als Fotografin, auch natürlich. Ich treffe die Omas gegen Rechts, sehr junge Antifaschistinnen, Kermit den Frosch und so viele andere.
8. Februar 2025
Leipzig, Winter. Korn und Kälte. // Stralsund, Winter. Licht und Leere.
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Leipzig, Winter. Korn und Kälte. // Stralsund, Winter. Licht und Leere.

Die Kälte ist da, scharfkantig, aber die Sonne bricht durch. Stralsund glänzt im Winterlicht, als hätte jemand eine dünne Schicht Glasur über die Gassen gezogen. Ich laufe los, ein paar Stunden in einer Stadt, die ich kenne, aber nicht wirklich. Zwei Jahrzehnte flüchtiger Begegnungen, Momente, die aufeinanderschichten wie die Backsteine der Giebelhäuser. Die wenigen Touristen, die sich im Winter hierher verirren, ziehen Richtung Hafen, als wäre das die einzige Richtung, die eine Stadt wie diese zulässt. Ich gehe nicht mit. Der Hafen kann warten, der Hafen kann ohne mich. Die Straßen sind leer, bis auf ein paar Einheimische, die mit eingezogenen Schultern durch das Licht hasten. Jeder Schritt ein Echo auf dem Kopfsteinpflaster. Die langen Schatten dehnen sich, verzerren sich, als wollten sie die Stadt überziehen.
7. Februar 2025
Antifaschistinnen in Riesa gegen die Kälte der Zeit
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Antifaschistinnen in Riesa gegen die Kälte der Zeit

Ich kenne Riesa von den Zündhölzern. Vor allem. Und von Großmutters Einkaufstouren, noch in den Tiefen der DDR. Und ich kenne den Bahnhof von Riesa von den Durchfahrten nach Dresden oder Richtung Prag. An diesem Tag, am Anfang des 25. Jahres dieses Jahrhunderts und Jahrtausends, lernte ich Riesa aus der Perspektive von Zehntausenden Antifaschistinnen kennen.
11. Januar 2025
9-Euro-Ausblicke-Und-Weiterreisend – Zwischen Platte und Poesie
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9-Euro-Ausblicke-Und-Weiterreisend – Zwischen Platte und Poesie

Drei Jahre (2022, 2023, 2024), 1692 analoge Fotografien, mehrere tausend Zugkilometer. Alles war mehr Zufall als geplant. Seit vielen Jahren fuhr ich schon mit dem Zug, zuerst durch Deutschland, später auch durch Europa und vor allem Osteuropa. Außerdem drängte sich die analoge Fotografie wieder stärker in mein Leben – so wie alles begonnen hatte mit der Fotografie, damals, vor mehr als drei Jahrzehnten.
8. Januar 2025
Roadtrip Mecklenburg-Vorpommern (2017)
Roadtrip Meckpomm (2016)

Roadtrip Mecklenburg-Vorpommern (2017)

Schwerin, Wismar, Stralsund, Lübz, Insel Rügen (Kap Arkona, Prora), Schwinkendorf, Ludwigslust, Neustadt-Glewe, Dobbertin, Güstrow, Malchin, Rostock, Warnemünde & vieles dazwischen Diese kleine Bilderreise durch Mecklenburg-Vorpommern, der Gegend meiner Geburt, meine Heimat, der Landstrich, in dem der größte Teil meiner Familie immer noch lebt, unternahm ich 2017. Es war ein Jahr des Übergangs – politisch, gesellschaftlich, […]
26. Dezember 2024