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Leipzig, Frühling. Licht und Schatten. Und leere Wände.

Unterwegs in Deutschland mit den analogen Fotoapparaten.

Mindestens eine meiner analogen Agat-Halbformatkameras habe ich immer in meiner Handtasche – meist sogar zwei: eine mit Schwarzweißfilm, eine mit einem bunten. Der letzte Schwarzweißfilm war so lange in der Kamera wie selten zuvor. Das lag daran, dass ich kaum auf den Straßen Leipzigs oder anderswo unterwegs war. Ich fotografierte so viel wie selten in meinem Leben – aber eben nicht im öffentlichen Raum. So blieb der Frühling weitgehend außerhalb meines Schaffens. Nicht völlig unbemerkt, aber doch sehr.

Mein Interesse galt in dieser Zeit den Innenräumen, den Emotionen, dem Zusammenpacken, dem Abschiednehmen und Wiederankommen, den Perspektivwechseln, dem Loslassen. Vor ein paar Tagen war der Film endlich voll. Ich entwickelte und scannte ihn zügig, denn ich konnte mich kaum erinnern, was ich bei meinen wenigen Straßenmomenten eigentlich „gesehen“ hatte.

Nun ist der Frühling fast vorbei, der Sommer klopft an. Das Licht bringt die Farben zurück, macht sie wieder leuchtend – und die bunten Filme wollen eingelegt werden. Ich freue mich darauf, denn ich bin ein Sommer- und Sonnenkind. Alle analoge Fotografien aus Leipzig, aber auch vielen anderen vor allen ostdeutschen Orten siehe unten.


Zu diesem Zeitpunkt gibt es 9 Kapitel meiner 9-Euro-Ausblicke. Weitere werden dazukommen. Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis:

9-Euro-Ausblicke-Und-Weiterreisend / Inhaltsverzeichnis


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