Meine Lieblingsworte aus dem Interview: „Krögers Intention war es aber nicht, anderen Menschen mit Essstörung Mut zu machen – die Fotos „sind einfach nur passiert“, sagt sie.“
So muss es sein für Bands, wenn sie immer die selben „alten“ Songs singen „müssen“. Dennoch freue ich mich über jede Veröffentlichung meiner Kunst… auch wenn ich selbst das Wort „knipsen“ nie benutzen würde.
Es ist viel passiert in den letzten Wochen… Nachdem der Stern das wunderschöne Video veröffentlichte über meine „Körperfotos“, schrieb mir eine Redakteurin der Brigitte, alles zu diesem „Unglücksfall“ habe ich in einem anderen Beitrag zusammengefasst –hier entlang. Danach habe ich alle Veröffentlichungsanfragen abgelehnt, von RTL, PRO7, der Bildzeitung, ständig musste ich während meiner Reise Unterlassungserklärungen in die Welt entlassen. Irgendwann kam eine Anfrage von Marie von Edition F aus Berlin. Sie hat es geschafft, mich in Bezug zur Medienwelt wieder ein wenig zu besänftigen. SCHÖN!
Der Korb meines Rotkäppchens war irgendwann gefüllt mit Sorgen, bis zum Rand. Sorge. Vorsorge. Sorge vor Sorge. Versorgen, umsorgen, (selbst)fürsorgen. Wo war das niedliche, furchtlose Mädchen geblieben? Angst oder Furcht. Egal. Beides in ordentlichem Maße vorhanden. Nur die Sehnsucht war geblieben. Natürlich. Und wenn sie nicht gestorben sind… Aber so viel(e) war(en) schon gestorben. Die Großmama natürlich. Aber auch die ein oder andere Utopie. Menschen. Vorhaben. Lieben, die Leichtigkeit.
Auf dem Nachttischchen aus Holz, das neben dem knarrenden Omabett stand, lag dieses wunderschöne DDR-Märchenbuch. Es war ein dicker Brocken und die Seiten waren mit einem goldenen Schnitt verziert. Als Kind dachte ich, dieses Buch wäre ein Schatz. Denn immer, nachdem Omama mir daraus vorgelesen hatte, verschwand es wieder in einer roten Box aus dicker Pappe. Dann war das wunderschöne Cover nicht mehr sichtbar, welches mich durch meine gesamte Kindheit begleitete.
ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.