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TRANS – I GOT LIFE

Ich weiß noch genau, wie mich Imogen das erste Mal anrief: es war Sommer und ich saß chillig im Garten meiner Mutter. Sie stellte sich mir als Regisseurin vor und erzählte, dass sie mit ihrer Kollegin und Freundin Doris einen Film drehen wolle – über Transsexualität. Sie versuchte mich zu überreden, schnell nach Berlin zu kommen, um Fotos zu machen für die Bewerbung um das Produktionsgeld. Nur mit halben Ohr hörte ich zu. Mit dem Thema hatte ich doch so schließlich NULL Berührungspunkte. Und außerdem war ich doch im Ferienmodus und mit meiner Serie über Mecklenburg ausgelastet. Aber Imos charmante Überredungskünste ließen mich zusagen, ich reiste zwei Montage nach diesem Telefonat nach Berlin und unternahm zusammen mit Imogen, Doris und Rikku meine erste transsexuelle Reise. Es war warm und diese Reise glich einem Roadtrip. Das war Ende Juni 2017. Nun sind wir mitten im Jahr 2021. Der Film von Imogen Kimmel und Doris Metz wurde „trans – I got Life“ getauft und feiert am ersten Juliwochenende auf dem 38. INTERNATIONALEN FILMFEST MÜNCHEN endlich Premiere. Auch ich werde dort sein, bin gespannt, wie die beiden tollen Frauen und ihr Team die so unglaublich vielen Drehmomente verwebt haben.

Wirklich froh bin ich, dass Doris und Imo meiner Bildsprache von Anfang an vertraut haben. Mittlerweile sind wir befreundet und ich erinnere mich an das ein oder andere Telefonat und/oder Gespräch, das mich tief berührt hat. Das Thema „Transsexualität“ ist für mich endlich keine Blackbox mehr. Über die Jahre habe ich so viele tolle Menschen getroffen, die mir Stück für Stück von einer Lebensrealität berichteten/sie vorlebten, die mir bis dahin fremd war. Vielen Dank dafür. Und diesen tollen Moment in Clärchens Ballhaus (Abschlussdreh in Berlin mit allen Protagonist*innen) werde ich niemals, niemals vergessen. Die Welt ist so bunt, dies habe ich dort am ganzen Leib gespürt – das war eines der bisher tiefsten Erlebnisse meines Lebens. Ich wünsche dem Film so eine wunderbare Reise, wie ich sie mit dem Film bisher schon erleben durfte!


 TRANS - I GOT LIFE_antjekroeger
TRANS – I GOT LIFE
TRANS - I GOT LIFE
TRANS – I GOT LIFE
TRANS – I GOT LIFE von Imogen Kimmel & Doris Metz

TRANS – I GOT LIFE von Imogen Kimmel & Doris Metz

Deutschland 2021 | 96 Minuten
Eine Produktion von
Florianfilm und Kimmel & Metz Filmproduktion
In Co-Produktion mit ZDF. In Zusammenarbeit mit ARTE

Aus der Pressemitteilung:

Das 38. INTERNATIONALES FILMFEST MÜNCHEN rückt immer näher und damit auch die Welturaufführung des Dokumentarfilms TRANS – I GOT LIFE der Regisseurinnen, Produzentinnen und Autorinnen Doris Metz und Imogen Kimmel. Gemeinsam mit dem ausführenden Produzenten André Schäfer freut sich das Regie-Duo darauf, ihren Film auf dem diesjährigen Festival zu präsentieren. Das Festival findet vom 1. bis 10. Juli als corona-konformes „Live-Festival“ mit zahlreichen Open-Air-Premieren und Kino- Vorführungen sowie thematischen Festival-Talks statt. Der Film ist eine von 14 Produktionen, die für die Reihe „Neues Deutsches Kino“ ausgewählt wurden und konkurriert dort mit den anderen der Reihe um den Europäischen FIPRESCI-Preis.

TRANS – I GOT LIFE ist eine Reise in die Welt jenseits der Geschlechternormen. Der Film bietet Einblicke in das häufig zerrissene Lebensgefühl von trans Menschen und zeigt, wie sie mit Mut und Entschiedenheit ihr Leben in die Hand nehmen – um der zu werden, der sie sind. Die Regisseurinnen haben das Vertrauen von sieben Menschen gewonnen, die auf sehr unterschiedliche Weise den Weg der Transition gehen. Der Film ist ein hochaktuelles Plädoyer für Freiheit, Selbstbestimmung und mehr Akzeptanz im gesellschaftlichen Miteinander.

„Es gibt viele Transdokumentationen – aber keine ist wie diese. Hier kommen tatsächlich die Protagonist:innen zu Wort und keine „besserwissende Stimme aus dem Off“ verdreht irgendwas. Das macht diesen Film einzigartig und besonders. Wir sind stolz darauf, dass wir dieses Projekt unterstützend begleiten durften.“

TransMann e.V. (Kooperationspartner für Weltpremiere & Kinostart)

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