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Ein analoger Samstag

Es begann ein wenig holprig zwischen uns, wurde im Laufe des Tages aber ziemlich ausführlich, unterhaltsam und arbeitend. Nadine war von Nürnberg nach Leipzig zu mir gefahren, um der analogen Fotografie (noch) näherzukommen. Auch Nadine ist Fotografin. Auch sie will mehr von der Fotografie, als bloß Produkt oder Dienstleistung zu sein.
Sie hoffte, von mir und meiner Kunst zu lernen (zum einen). Zum anderen aber auch, gesehen zu werden, genau zu diesem Zeitpunkt in ihrem Leben.

Nadine und ich redeten viel. Ziemlich viel. (Und tranken Kaffee – ich – und frischen Pfefferminztee – sie.) Der Samstag strahlte voller Sonne. Irgendwann schaute ich auf die Uhr und wusste: Wir mussten beginnen zu fotografieren. Denn wir brauchten es (das Licht).

Zuerst fotografierte ich Nadine mit meiner Großformatkamera „Mentor“. Sie liebt das Licht. Sie will das Licht. Sie braucht Ruhe. Sie will Zeit.
Nadine saß vor der „Schönen“. Ich dahinter. Mein liebster Satz: „Die Kamera macht eh, was sie will.“ Ich belichtete bis zu sechs, sieben Sekunden.

Anschließend suchten wir gemeinsam mit der 35-mm-Kamera das direkte Auge des Lichts, begaben uns hinein und nutzten die untergehende Abendsonne für ein paar weitere Porträts auf Film. Wir fotografierten, bis die Sonne hinter den Häusern verschwunden war. Dann gingen wir gemeinsam in die Dunkelkammer, um das, was wir „produziert“ hatten, zu entwickeln.

ANALOG.
Reden. Fotografieren. Entwickeln.
Viele Stunden.

Das nährt sehr.
Lässt konzentrieren.
Und zu einer Ruhe kommen.

Möchtest du auch solch einen Tag erleben? Schreib mir: fotos@antjekroeger.de

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Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
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