Der Staub in unseren Lungen lässt uns sicherlich ein paar Jahre weniger leben, sagt er, ganz in Gedanken. Vielleicht. Vielleicht ist unser Leben auch schon morgen vorbei oder übermorgen, oder war es das gestern oder vorgestern schon? Was zeigt die Uhr an? Warum bewegen sich die Zeiger in Schleifen? Warum wiederholen sich die Bewegungen immer wieder? Schritt für Schritt. Atemzug um Atemzug. Sturz um Fall. Wann beginnt etwas, wann ist es zu Ende? Darf der Anfang sich aufbäumen gegen das Ende? Muss das Ende den Anfang kennen? Welche Form hat der Weg zwischen einem Anfang und einem Ende? Gibt es nach einem Ende auch wieder einen Anfang? Ist deine Lieblingsform die Schleife?
Neue (Zug)Reisegeschichten aus (ost)deutschem Land, mit dem Konvolut analoger Kameras, immer regelmäßig aktualisiert werden Leipzig & Mecklenburg, aber auch neue Orte kommen hinzu. Zu diesem Zeitpunkt gibt es 9 Kapitel meiner 9-Euro-Ausblicke. Wahrscheinlich werden weitere dazukommen. Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis: ➨ 9-Euro-Ausblicke-Und-Weiterreisend / Inhaltsverzeichnis Blackbox-Schkeuditz (März 2025) Gesamter Text und alle Fotografien hier: 9-Euro-Ausblicke-Und-Weiterreisend […]
Entstanden im März - während meines Fotoworkshops: Inszeniertes Porträt und Straßenfotografie. Gestern bekam ich eine E-Mail von M. Darin stand dieser Satz, den ich selbst so lange nicht gesprochen und gedacht habe: Alles hat mit allem zu tun. Mir fehlt es so sehr, mit dir Musikraten zu spielen. Deshalb ein Soundtrack zur Serie:
Kein sichtbares Beben der Aufruhr – sondern der Moment, in dem der Raum nicht mehr das war, was er zu sein schien. Ein Verwirren der Perspektiven, ein Rauschen im Kopf, das keine Form annahm und doch alles in Bewegung hielt. Und als der Vorschlaghammer erneut auf den Boden schlug, wusste niemand mehr, was noch stand oder was bereits gefallen war. Gefallen, verschlungen, wieder ausgespien in eine andere Welt, in ein anderes Sein. Neu atmen lernen, neu sehen lernen, neu hören lernen. Luft herauslassen aus dem Dauer-Spannungsbogen. Licht fressen, damit endlich der Hunger gestillt. Schatten trinken, damit das Untergehen gestoppt. Münzen zählen, dass der neue Unterschlupf bezahlt.
Hast du den vollen Mond der vergangenen Nacht auch angestarrt, so wie ich? Hat dich der volle Mond in seinem tiefen Orange genauso kirre in die Nacht entlassen, so wie mich? Hat dich der volle Mond auch daran erinnert, wie wir beide einst an unseren Fenstern standen, um ihn gemeinsam durch das Telefon anzuheulen?
Wir begleiten uns am Ende dieses Jahres schon ein Jahrzehnt und ein Jahr lang. Als wir uns im Dezember 2012 das erste Mal fotografisch miteinander vergnügten, konnten wir noch nicht ahnen, wie wir uns miteinander verbinden würden in den kommenden Jahren. Und immer wieder Fotografien. Und manchmal miteinander feiern. In den verschiedensten Konstellationen. Oberthema: der Mensch, die Liebe, die Familie und auch: die Freundschaft.
Ihre Drahtfüße, an Porzellanbeinchen, steckten tief im Emailleeimer mit der heißen Asche. Der Kohleofen hatte die Asche in den Morgenstunden ausgespien, nachdem er in der noch kalten Nacht langsam und bedächtig seine schöne Wärme abgegeben hatte. Der Frühling würde bald in das Leben einziehen, die Sonne schickte an den Tagen schon kräftige Strahlen aus dem Universum. Doch in den Nächten hatte noch immer Väterchen Frost das Sagen.
Sie hatten getanzt. Fast immer. Sie hatten gelacht, oft. Sie hatten sich in Freiheit gesuhlt — eigentlich normal. Sie hatten diskutiert, nächtelang. Sie waren laut, wenn es nötig war, und wurden leise, wenn sie hinhören mussten. Sie tranken, sie rauchten, sie ergingen sich in allen Räuschen, die die Welt nur kennt. Sie rangen mit sich und der Welt, sie kritisierten das Kapital. Ihre Welt war bunt, ihre Welt war spontan, ihre Welt war voll von offenen Türen und Musik, die immer laut war.
Che Guevara oder Napoleon, Dandy oder Pierrot?
Er schwebt. Ein roter Lichtkegel umfließt ihn, sein Körper baumelt an einem brüchigen Seil, das nicht hält und doch nicht reißt. Die Menge unten atmet flach, hält inne, aber er hört sie nicht. Vielleicht existiert sie nicht. Vielleicht existiert er nicht.