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Ein letzter Tanz – Party is over

Sie hatten getanzt. Fast immer. Sie hatten gelacht, oft. Sie hatten sich in Freiheit gesuhlt — eigentlich normal. Sie hatten diskutiert, nächtelang. Sie waren laut, wenn es nötig war, und wurden leise, wenn sie hinhören mussten. Sie tranken, sie rauchten, sie ergingen sich in allen Räuschen, die die Welt nur kennt. Sie rangen mit sich und der Welt, sie kritisierten das Kapital. Ihre Welt war bunt, ihre Welt war spontan, ihre Welt war voll von offenen Türen und Musik, die immer laut war.

Sie leisteten Widerstand, sie überdachten ihre inneren Konzepte, sie wurden älter. Sie froren, sie erlebten brennende Räume, sie hatten das Wasser die Treppe herunterfließen sehen. Sie ruhten sich aus vom anstrengenden Draußen, sie versammelten sich in großen Höhen über den Dächern der Stadt und rochen das Feuer in den Tiefen des dunklen Gartens.

Sie hatten immer die schönsten Gäste, manchmal verkleideten sie sich, an den Wänden hinterließen sie liebliche Botschaften. Sie luden ein, sie schafften neue Räume, sie schöpften, sie formten, sie kreierten. Sie kämpften in ihren Gedanken immer für eine bessere Welt — und redeten sich dabei auch mal um Kopf und Kragen. Sie liebten, sie stritten, sie verzettelten sich. Sie spielten an Tischen, kochten große Menüs, sie sahen ihrem Baum beim Wachsen zu.

Sie waren Schlossherrinnen.

Und nun ist die Party vorbei. Ihre Party, die ihr Leben so bestimmt hatte.

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ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
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