schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger

Schamheiligkeit

à la Berber

schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit

Sie wurde keine 30 Jahre alt. Starb ausgezehrt, verarmt, unverstanden. Die Anita. Die Berber. In Berlin kannte & kennt jeder und jede sie, der einem wilden Nachtleben frönt. Dort findet sie statt, auch heute noch. Was ist los in Leipzig? Dort wurde das erste It-Girl der Nation schließlich geboren. Seitdem ich im Jahre 1923 festhänge, geistert die Dame in meinem Kopf herum. Rausch. Nihilismus. Sucht. Schamlosigkeit. Begierde. Lust. Drama. Wirrnis. Selbstentblößung. Suche. Ekstase. Schmerz. Spiel mit Geschlechteridentität. Bohème. Inszenierung. Projektionsfläche. Hüllenlosigkeit. Kühnheit. Kostüme und Requisiten. Öffentliche Demütigungen. Tabubruch. Konventionslosigkeit. Verschwendung. Idol der Inflation. Todesgöttin. Keine Angst vor der Bühne des Lebens. Keine Angst vor dem Wundsein. Keine Angst. Einfach keine Angst. Oder doch? Morphium. Kokain. Cognac. Schöpfend aus dem Größenwahnsinn. Poetisch. Grobschlächtig. Raffiniertes Weib. Sie tanzte um ihr Leben. Ein skurriler Freak, der dem Sündenpfuhl Berlins den Spiegel vorhielt und zusammen mit ihm zerbrach, noch bevor ein Diktator den dunklen Samt über Berlin und das ganze Deutschland legte und damit großes Unheil über die gesamte Welt brachte.


schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit // Die Tänze des Lasters, des Grauens und der Ekstase. Gloriette Verlag, Wien 1923. Anita Berber & Sebastian Droste
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit // Die Tänze des Lasters, des Grauens und der Ekstase. Gloriette Verlag, Wien 1923. Anita Berber & Sebastian Droste
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit
schamheiligkeit_analogefotografie_antjekroeger
Schamheiligkeit

Werbung

NÄCHSTER FOTOWORKSHOP

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

14. Juli 2023

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

Latest

Auf den Punkt gekommen
Bewegungsunscharfe Aufnahme einer dicken Frau im Ausfallschritt, gepunkteter Rock, glitzernder Hintergrund, analoge Großformatfotografie, clowneske Dynamik

Auf den Punkt gekommen

Tupfen über Tupfen, schwarz und weiß. Wirklich? Oder sehen wir sie nur schwarz und weiß? Illusion! Gold glitzert im Hintergrund (Woher wissen wir denn das? Es könnte doch auch Silber sein!) Der Raum gleicht einer Zirkuskulisse, die ihr Unterhaltungsversprechen längst gebrochen hat. Die kleinen und großen Punkte. Dots. Das Muster des Clowns, komisch und traurig zugleich, ein Kostüm. Der Körper dick, unverstellt, geöffnet. Kein Grund zur Scham, nur Fleisch
26. August 2026
Rausch-Tod-Imagination
Dicke Frau berührt sanft die roten Haare einer Frau mit verbundenen Augen, Nahaufnahme der Hände im Haar, dunkler strukturierter Hintergrund, konzeptuelle Imagination-Fotoserie

Rausch-Tod-Imagination

rausch als erster taumel. der moment, in dem die grenzen der haut nicht mehr halten, in dem farbe zu blut wird, blut zu farbe, in dem zwei gesichter sich übereinanderlegen, keines mehr das eigene. lametta wie ein vorhang zwischen wachsein und traum, traum und wachsein. gold, das schneidet, licht, das lügt. der körper bemalt, beschriftet, überschrieben. rote linien, die adern nachzeichnen oder sie erfinden. was zuerst nur schatten war, geworfenes licht, wird mit rotem lippenstift nachgezogen, festgehalten, behauptet, der schatten zur wunde gemacht, die vorlage zur handlung. rausch als erster schritt in die auflösung. der mensch selbst verschwimmt darin, er ist nicht einer, der den rausch erlebt, er ist der rausch, sein gesicht löst sich auf, bevor die kamera es fassen kann, seine konturen zerlaufen wie farbe im wasser. bevor der tod kommt, bevor die imagination übernimmt.
26. August 2026
Zauberei
nahporträt tänzerin mit kurzhaarschnitt, kopf geneigt, intimes analoges schwarzweißporträt, fotoserie zauberei

Zauberei

Zauberei. Das Wort klang so viel schöner als das englische: Its magic. Sie wiederholte es ein paar Mal. Sauberrei. Sauberrei. Mit ihrem herrlichen argentinischen Akzent. Sauberrei. Aus dem harten Z wurde ein weiches S, aus dem Rachen-R ein rollendes. Ich verschwand wieder unter dem glitzernden Stoff hinter meiner Großformatkamera, Zauberei. Eine Begegnung wie ein Zufall, der keiner war.
25. August 2026
Neues Website-Design

Neues Website-Design

Lange hab ich es vor mir her geschoben! Aber nun. Nun ist es passiert. Ein neues Design für meine Website. Minimalistisch. Sicher. Übersichtlicher.
22. August 2026
Stanze
extreme nahaufnahme gesicht mit nägeln im mund, bemalte haut mit gitterlinien, expressives selbstporträt stanze-serie

Stanze

Genäht dort, wo etwas heraus gestanzt wurde. Blutunterlaufen. Kreise bildend. Die großen Schrauben halten den Körper weiterhin zusammen. Da, wo das Licht hineindringt, kann der Schmerz nicht zu groß sein. Haut ist Grenze. Blut ist Sprache. Weich gegen hart. Metall gegen Haut. Scherben als Ganzes, der Unterschied als Leichtigkeit. Eine andere Naht versperrt den Mund, die Sprache, die Meinung, die Worte, die Menschlichkeit, die Moralnadel des Kompass.
14. August 2026