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Nexus
Aktfotografie Antje Kröger

Nexus

Im luftleeren Raum des Geistes leben, heißt, immer «diesseits des Paradieses» leben, aber so gründlich, so völlig, daß selbst die Totenstarre als Veitstanz erscheint. So düster, öde und schal das Alltagsleben auch sein mag, nie reicht es an die Qual dieser endlosen Leere, durch die man bei vollem, wachem Bewußtsein ziellos umherirrt. In der nüchternen […]
29. September 2015
Arkana
fotograf leipzig antje kroeger

Arkana

Worte fließen bei mir nie, ich muss sie immer herauslocken. Dennoch. Ein paar müssen in dieser Zeit sein, da so viele Fragen an mich herangetragen wurden zu meiner Kunst, zu meinen Workshops; zu mir, meinen Fotoshootings. Es sind so viele Diskussionen bei Facebook entstanden, ich bekam Hinweise und Anmerkungen: Meine Arbeit zeigt genau das, wie ich die […]
23. September 2015
Wahrheit gibt es nur zu zweien
Mann Porträt schwarz-weiß

Wahrheit gibt es nur zu zweien

"Ob ich zur Freundschaft fähig bin, weiß ich nicht. Aber fähig bin ich dessen, was Rahel Varnhagen einmal die »suchende Treue« genannt hat." Hannah Arendt, BRIEFE AN DIE FREUNDE Wir lernten uns kennen, da war er fast noch ein Kind. Oft hält er mir den Spiegel vor. Er ist hart in all' seinen Urteilen, mit fast niemandem lache ich so […]
21. September 2015
Großmamas Augen
Aktfotografie Antje Kröger

Großmamas Augen

Als ich ein Kind war, beschützten sie mich, die Augen meiner Großmama. Sie trösteten mich, sie nahmen mir die Angst, sie füllten mich mit Liebe auf, warteten immer geduldig, sie schimpften nie, blieben neugierig, holten mich zurück aus den Träumen und schickten mich wieder auf neue Traumreisen. Diese Augen bangten, oft. Sie schlossen die Lücken, […]
13. September 2015
Odem
Fotograf Leipzig Antje Kröger

Odem

"Jetzt will ich leben. Ein paarmal noch kommt die Schwester herein und hebt meine Hand auf. Dann, gegen Morgen, kommen Pfleger und heben mein Bett auf Gummiräder und fahren es in den Krankensaal zurück. Plötzlich, denke ich, hat der Atem des Mannes vor mir aufgehört. Ich will nicht sterben, denke ich. Jetzt nicht. Der Mann […]
10. September 2015
Der dünne Firnis der Zivilisation
Der dünne Firnis der Zivilisation

Der dünne Firnis der Zivilisation

"Eine Krise ist deshalb gut, weil sie unsere Ideale beschädigt. Es gibt viele Menschen, die ohne nennenswerte Schädigung durch ihr Leben kommen, weil ihr ganzes Leben die Beschädigung ist. Ich will damit sagen, dass Monotonie den Alltag der meisten bestimmt. Nach der Arbeit geht man nach Hause und legt eine Portion TV-Programm drauf. Man will […]
6. September 2015
Friedensfahrt
fotograf antje kroeger

Friedensfahrt

Einmal wollte ich bei der Friedensfahrt fotografieren, aber Sie waren zu schnell und alles war so aufregend, so dass ich mich schließlich im Graben wiederfand.Eine Journalistin zu Täve Schur, Neues Deutschland 21.4.1978 Sommer. Überall, auch auf den Bildern, räkeln sich Frauenkörper. Warum eigentlich? Warum nur sie? Ich ließ zum Ende der heißen Periode den Mann […]
2. September 2015
Die Herausgeschnittene
kaiserschnitt fotos antje kroeger

Die Herausgeschnittene

»Weißt du, Charly, im Leben muss man lieben, und zwar sehr. Man darf niemals Angst haben, zu sehr zu lieben. Diejenigen, die den Schmerz fürchten, glauben nicht an das Leben ... Verstehst du, Charly: Was auch geschieht, sieh zu, dass dein Herz immer voll ist.«  Samuel Benchertrit, Rimbaud und die Dinge des Herzens
30. August 2015
Die Tage am See - eine Ode an die Heimat & die Familie
sommer am see fotografie antje kroeger

Die Tage am See - eine Ode an die Heimat & die Familie

Ich war wieder Kind, für ein paar Tage. Schuld war das Wetter, meine Heimat und meine Familie und ich danke allen dafür. Untergluckern, im Wasser-Ball-Spielen, um die Wette schwimmen, tauchen und frieren, sobald man das Wasser verlässt. Das letzte Mal hatte ich solche Wasser-Sommer-Leichtigkeits-freuden irgendwann als Kind oder Jugendliche. Ich bin eine Wasserratte, andere in […]
24. August 2015
Dissoziation
selbstverletzung ritzen bulemie

Dissoziation

Die Hölle der Wirklichkeit ist finsterer und enger, als jede himmlisch ausgedachte Hölle, und dennoch zugleich vitaler, reicher, verschlossener, insgesamt unwahrscheinlich erstaunlich angeordnet und keineswegs zufriedenstellend in allem erforscht, vermessen, berechnet, erkannt und begriffen. Die Poetik des Extremen, Uwe Schütte Mama hat als sehr kleines Kind schon zu mir gesagt, sie nehme mir die Bücher […]
4. August 2015