Prolog 30. Juni 2016, der Tag nach dem Terroranschlag am Flughafen Atatürk Ich bin traurig, erschüttert und voller Mitgefühl für die Menschen in Istanbul, in der Türkei und den anderen Gebieten, wo der Terror zum täglichen Rhythmus des Lebens gehört.Vor ein paar Wochen erlebte ich selbst einen Anschlag mit, in Istanbul. Danach weinte die Stadt große […]
Die Serie ist der letzte Teil einer Trilogie. Einer Trilogie, die ich nicht konzipiert habe, sondern das Leben. Ich freue mich über sie, weil wir drei hier im Gleichklang fühlen, obwohl wir so unterschiedlich sind. Vor ein paar Monaten noch Fremde, nun Freundinnen, meinen Fotoworkshops sei DANK! Ich mag all die Begegnungen, diese jedoch nimmt in […]
"was würde ich tun ohne diese Welt ohne Gesicht ohne Fragenwo Sein nur einen Augenblick dauert wo jeder Augenblickins Leere fließt und ins Vergessen gewesen zu seinohne diese Welle wo am EndeKörper und Schatten zusammen verschlungen werdenwas würde ich tun ohne diese Stille Schlund der Seufzerdie wütend nach Hilfe nach Liebe lechzenohne diesen Himmel der […]
Sie betrat den Ort mit einem alten Koffer, ihr Haar war modern geknotet, der Mantel und die goldenen Stiefel bedeckten ihre gebräunten Beine, unten wie oben. Sie machte den Eindruck von einer müden Wanderin aus vergangener Zeit, die Gefallen an der Moderne finden konnte. Und ich? Ich hatte die vorangegangenen Momente Wagners Ring gehört und war bis zum Anschlag voller […]
" In der Erfahrung der Krankheit lässt der Körper uns leiden: Da ist zum einen der Schmerz, der unseren Körper befällt. Und zum anderen wir, die wir diesen Schmerz durch unseren kranken Körper empfinden. Ist kein Schmerz vorhanden, erleben wir unseren Körper als den direkten Mittler unseres In-einer-bestimmten-Situation-Seins. Ich verfüge über meine schreibende Hand ja nicht […]
Im April und Mai schaute ich mir mal wieder zwei Städte etwas genauer an, die ich lange nicht besucht hatte. Prag und Warschau. Meine Mama wünschte sich ein Prag-Trip mit mir: bekam sie. Eine Freundin wollte Warschau sehen, ich begleitete sie. Beide Male ungewöhnlich für mich, weil ich bisher die Welt am liebsten und meistens alleine […]
... In Hast, wie in einem Fieberdelirium war Petersburg erbaut worden. Wie ein Traum verflogen zwei Jahrhunderte: die jedem Leben fremde, am Rande der Erde, mitten unter Sümpfen und Wildnissen stehende Stadt träumte von Weltruhm und Macht; wie Fiebervisionen wechselten Palastverschwörungen, Kaisermorde, Triumphe und blutige Hinrichtungen einander ab; schwachen Frauen fiel eine halbgöttliche Gewalt in den […]
Der schöne Schein der Traumwelten, in deren Erzeugung jeder Mensch voller Künstler ist, ist die Voraussetzung aller bildenden Kunst, ja auch, wie wir sehen werden, einer wichtigen Hälfte der Poesie. Wir genießen im unmittelbaren Verständnisse der Gestalt, alle Formen sprechen zu uns, es gibt nichts Gleichgültiges und Unnötiges. Bei dem höchsten Leben dieser Traumwirklichkeit haben […]
Auch tote Götter regieren. Auch Unglückselige bangen um ihr Glück. Traumsprache. Vergangenheitssprache. Hilft mir heraus, herauf aus dem Schacht, weg von dem Geklirr in meinem Kopf, warum höre ich das Klirren von Waffen, kämpfen sie denn, wer kämpft, Mutter, meine Kolcher, höre ich ihre Kampfspiele in unserem Innenhof, oder wo bin ich, wird denn das […]
Frage ohne Antwort Was bist du, Unbegriffnes,Mensch genannt, –Antlitz in Antlitzeingwendet Janushaupt, –UrwerdenAug in Aug mit Wissenheit, –Urzwiegesichtund doch ureine Form – –? Christian Morgenstern: Ich und die Welt digital-analoger Remix*