Antlitz Fotoserie Antje Kroeger

Antlitz

Frage ohne Antwort
 
Was bist du, Unbegriffnes,
Mensch genannt, –
Antlitz in Antlitz
eingwendet Janushaupt, –
Urwerden
Aug in Aug mit Wissenheit, –
Urzwiegesicht
und doch ureine Form – –?
  
Christian Morgenstern: Ich und die Welt
 
 

digital-analoger Remix*

Antlitz Fotoserie Antje Kroeger
Antlitz
Polaroid Antje Kröger
Antlitz
Polaroid Antje Kröger
Antlitz
Antlitz Fotoserie Antje Kroeger
Antlitz
Antlitz Fotoserie Antje Kroeger
Antlitz
Antlitz Fotoserie Antje Kroeger
Antlitz
Antlitz Fotoserie Antje Kroeger
Antlitz
Antlitz Fotoserie Antje Kroeger
Antlitz
Antlitz Fotoserie Antje Kroeger
Antlitz
Antlitz Fotoserie Antje Kroeger
Antlitz
Antlitz Fotoserie Antje Kroeger
Antlitz
Antlitz Fotoserie Antje Kroeger
Antlitz
Polaroid Antje Kröger
Antlitz
Antlitz Fotoserie Antje Kroeger
Antlitz
Antlitz Fotoserie Antje Kroeger
Antlitz
Der Körper zeigt sich ungeschützt und aufrecht zugleich. Verletzlichkeit und Kraft stehen nicht im Widerspruch, sondern nebeneinander. Der männliche Akt wird hier nicht inszeniert, sondern zugelassen.
Antlitz
Zu sehen ist ein nackter erwachsener Mann, der in geduckter, nach vorne geneigter Haltung sitzt. Sein Körper füllt den unteren und mittleren Bildraum. Die Beine sind angewinkelt, die Arme stützen sich auf den Oberschenkeln ab. In seinem Mund hält er eine brennende Zigarette; die Glut ist als kleiner Lichtpunkt erkennbar.
Das Gesicht ist im Dreiviertelprofil gezeigt, der Blick geht seitlich nach außen, nicht zur Kamera. Das Licht ist warm und gedämpft, es fällt schräg von der Seite ein und modelliert Gesicht, Schultern und Oberkörper. Teile des Körpers liegen im Schatten, andere treten weich hervor. Die Haut wirkt natürlich, mit sichtbarer Textur.
Der Hintergrund ist eine raue, unregelmäßige Wand mit Patina, die dem Bild eine intime, fast abgeschlossene Atmosphäre gibt. Es gibt keine Requisiten außer der Zigarette. Die Komposition wirkt ruhig, konzentriert und nah, ohne Bewegung oder Aktion.
Der Fokus liegt klar auf Körper, Haltung und Blick – auf der Präsenz des männlichen Aktes im Raum.
Antlitz
Der Blick geht nach innen, der Körper bleibt präsent. Der männliche Akt erzählt von Selbstbeobachtung, von einem Moment, der keinem Publikum gehört und sich dennoch zeigt.
Antlitz
Hier wird der männliche Akt nicht heroisiert und nicht entschuldigt. Er existiert außerhalb klassischer Bilder von Männlichkeit – ruhig, eigenständig, unbegradigt.
Antlitz
Die Nähe entsteht nicht durch Pose, sondern durch Vertrauen. Der männliche Akt bleibt bei sich und öffnet dennoch einen Raum, in dem Betrachtung erlaubt ist.
Antlitz

Werbung

NÄCHSTER FOTOWORKSHOP

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

17. April 2016

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

Latest

Piroska (Zweie)
rotkäppchen wald zweig berühren weidenkorb boden, rotes cape kapuze, inszenierte märchenfotografie piroska

Piroska (Zweie)

Der Korb meines Rotkäppchens war irgendwann gefüllt mit Sorgen, bis zum Rand. Sorge. Vorsorge. Sorge vor Sorge. Versorgen, umsorgen, (selbst)fürsorgen. Wo war das niedliche, furchtlose Mädchen geblieben? Angst oder Furcht. Egal. Beides in ordentlichem Maße vorhanden. Nur die Sehnsucht war geblieben. Natürlich. Und wenn sie nicht gestorben sind… Aber so viel(e) war(en) schon gestorben. Die Großmama natürlich. Aber auch die ein oder andere Utopie. Menschen. Vorhaben. Lieben, die Leichtigkeit.
4. Oktober 2026
Piroska (Einse)
rotkäppchen haarbürste neonlicht wald, geschlossene augen, inszenierte fotografie piroska selbstfürsorge

Piroska (Einse)

Auf dem Nachttischchen aus Holz, das neben dem knarrenden Omabett stand, lag dieses wunderschöne DDR-Märchenbuch. Es war ein dicker Brocken und die Seiten waren mit einem goldenen Schnitt verziert. Als Kind dachte ich, dieses Buch wäre ein Schatz. Denn immer, nachdem Omama mir daraus vorgelesen hatte, verschwand es wieder in einer roten Box aus dicker Pappe. Dann war das wunderschöne Cover nicht mehr sichtbar, welches mich durch meine gesamte Kindheit begleitete.
4. Oktober 2026
FORM | BEZIEHUNG | INHALT (auch ein Fotoseminar)
selbstporträt inszeniert, sandkastenform als maske vor auge, grüner lidschatten, analog-digitaler remix, konzeptuelle porträtfotografie

FORM | BEZIEHUNG | INHALT (auch ein Fotoseminar)

ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
24. September 2026