praeteritum praesenti futarae

praeteritum praesenti futarae

Die ZEIT spielte in meinen letzten Workshops und Coachings 2018 die Hauptrolle. Ein großes Thema, dass ich mir und meinen Schülern da aufgetischt habe, ein Thema voller Ecken und Kanten, voll von Verwirrungen, Definitionen, Fallstricken, subjektiven Wahrnehmungen, Festlegungen. Meine Eleven und ich recherchierten, diskutieren, hangelten uns entlang am Rhythmus unseres Herzschlags; wir hörten auf unsere inneren Uhren, blickten aber auch auf die kulturellen Messgeräte. Wir schauten auf die großen Worte unserer ZEIT und versuchten auf unseren individuellen, ganz eignen Umgang zu blicken, diesen zu hinterfragen und vielleicht auch richtig zu stellen…

2018. Ein großes Jahr, für mich. Ein langes und doch kurzes Jahr. Ein Jahr, dass an manchen Stellen aus seinen Nähten zu platzen drohte, vor allem in der zweiten Hälfte. Ein zehrendes Jahr, ein arbeitsreiches Jahr, ein lautes Jahr, ein emotionales Jahr, ein Jahr, dass mich wachsen ließ, als Künstlerin und Mensch, ein Jahr voller Entscheidungen, ein Jahr, dass Klarheit geschaffen hat, ein Jahr vieler Tränen, manchmal aus Erschöpfung, oft aus Freude, manchmal, weil es geschmerzt hat dieses Jahr, ein Jahr der vielen neuen Orte, ein Jahr voll von Menschen, Begegnungen, voller Lust, Körper, Seelen. 2018 klingt nun aus, ich muss neue Kraft sammeln für 2019. Ich blicke mit großer Vorfreude auf das, was da kommen mag.

Meine serielle Auseinandersetzung mit dem Thema ZEIT: praeteritum praesenti futarae

vergangen.jetzt.kommend.

Drei Teile, eine Klammer, die alles umfasst.

Idee und Konzept sind von mir, der Fotograf des Teiles praesenti: Paul Thomas

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27. Dezember 2018

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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Dicke Frau berührt sanft die roten Haare einer Frau mit verbundenen Augen, Nahaufnahme der Hände im Haar, dunkler strukturierter Hintergrund, konzeptuelle Imagination-Fotoserie

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rausch als erster taumel. der moment, in dem die grenzen der haut nicht mehr halten, in dem farbe zu blut wird, blut zu farbe, in dem zwei gesichter sich übereinanderlegen, keines mehr das eigene. lametta wie ein vorhang zwischen wachsein und traum, traum und wachsein. gold, das schneidet, licht, das lügt. der körper bemalt, beschriftet, überschrieben. rote linien, die adern nachzeichnen oder sie erfinden. was zuerst nur schatten war, geworfenes licht, wird mit rotem lippenstift nachgezogen, festgehalten, behauptet, der schatten zur wunde gemacht, die vorlage zur handlung. rausch als erster schritt in die auflösung. der mensch selbst verschwimmt darin, er ist nicht einer, der den rausch erlebt, er ist der rausch, sein gesicht löst sich auf, bevor die kamera es fassen kann, seine konturen zerlaufen wie farbe im wasser. bevor der tod kommt, bevor die imagination übernimmt.
26. August 2026
Zauberei
nahporträt tänzerin mit kurzhaarschnitt, kopf geneigt, intimes analoges schwarzweißporträt, fotoserie zauberei

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Zauberei. Das Wort klang so viel schöner als das englische: Its magic. Sie wiederholte es ein paar Mal. Sauberrei. Sauberrei. Mit ihrem herrlichen argentinischen Akzent. Sauberrei. Aus dem harten Z wurde ein weiches S, aus dem Rachen-R ein rollendes. Ich verschwand wieder unter dem glitzernden Stoff hinter meiner Großformatkamera, Zauberei. Eine Begegnung wie ein Zufall, der keiner war.
25. August 2026
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Lange hab ich es vor mir her geschoben! Aber nun. Nun ist es passiert. Ein neues Design für meine Website. Minimalistisch. Sicher. Übersichtlicher.
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