praeteritum fotoserie antje kroeger

praeteritum

ZU-rück. Zuuu-rück. Rück-wärts gewandt?!.

Ein Leben im Gestern, nicht von gestern. Wer war ich? Warum war ich? Warum bin ich nun? Was war vor mir? Wer hat mich geschaffen? Wie viel gestern steckt im Heute und im Morgen?

Ich habe viel mehr Fragen an das Ver-gangene als Antworten. Mein eigenes Gestern liegt zumeist in einem verklärten Nebel, gehe ich aber noch weiter zurück, in das Gestern von gestern, und noch viel weiter, dann dreht sich mir der Kopf. Zu viele Antworten, die mir nicht (mehr) gegeben werden können. Viel zu viele zugeschlagene Bücher, zu viel Geschichte, die geschrieben wurde von der Seite des Lichtes, die Seite der Dunkelheit bleibt weiterhin verborgen, zu viele Dokumente, die verloren gingen, zu viele Tode, viel zu viele. Als ich noch ein Kind war, versuchte ich mir krampfhaft vorzustellen, wie die Welt vor meiner Geburt gewesen sein könnte. Aber ich vermochte es nicht, mir dies vorzustellen, in meinen Gedanken war alles so dunkel, und ich bemühte mich wirklich!

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3 thoughts on “praeteritum”

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27. Dezember 2018

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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FORM | BEZIEHUNG | INHALT (auch ein Fotoseminar)
selbstporträt inszeniert, sandkastenform als maske vor auge, grüner lidschatten, analog-digitaler remix, konzeptuelle porträtfotografie

FORM | BEZIEHUNG | INHALT (auch ein Fotoseminar)

ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
24. September 2026
Der Garten der verzweigten Lichter
Frau in fliederfarbenem Kleid lehnt tanzend an Baumstamm im Wald, Arm ausgestreckt, Efeu und Dickicht, inszenierte konzeptuelle Farbfotografie

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13. September 2026