praesenti Fotoserie Antje Kroeger

praesenti

Im Hier und Jetzt zu sein, die Königsklasse in so einem Leben. Der Blick nach rechts – in die vergangenen Momente, in das Gewesene, in das bereits durchlebte, in das Bekannte, in die Sicherheit von Trauma oder Geborgenheit von Schmerz, in die kindlichen Momente, in die Naivität des Seins, die Fehler der Vergangenheit, geblickt in die vielen ersten Male, das Wachstum, das Entdecken, die Neugierde, den kindlichen Rausch…

Der Blick nach links – in die Utopie, die Ungewissheit, die Erwartungen, die Hoffnung, die Angst, in die unerfüllten Wünsche, in die Trostlosigkeit, den Verfall, die Fortsetzung, den Glaube, das Wachsen und Sterben.

Das Hier und Jetzt – schwer auszuhalten in seiner Schwere-losigkeit. All die Bindungen, all die Verflechtungen, der ganze Korb gesammelter Emotionen. Das Gespür von Freiheit gebunden an links und rechts, gestern und morgen.

Das Hier und Jetzt – lebbar, spürbar, wunderbar, weil das DAVOR war, und das DANACH kommen wird, unweigerlich.

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27. Dezember 2018

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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selbstporträt inszeniert, sandkastenform als maske vor auge, grüner lidschatten, analog-digitaler remix, konzeptuelle porträtfotografie

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ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
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Frau in fliederfarbenem Kleid lehnt tanzend an Baumstamm im Wald, Arm ausgestreckt, Efeu und Dickicht, inszenierte konzeptuelle Farbfotografie

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