Republika Srpska (Potočari, Gedenkstätte Srebrenica)
Als ich im Frühling 2022 nach Sarajevo reiste, plante ich auch einen Besuch in Srebrenica bzw. der Gedenkstätte Potočari fest in mein Reisevorhaben ein. Das stellte sich aber als gar nicht so einfach heraus. Es gab von der Hauptstadt Bosniens keine Verbindungen mit Bus oder Zug an diese „Schreckensorte“. Mein Vermieter riet mir deshalb, eine begleitete Tour zu buchen. Gesagt, getan. Auch wenn ich solche „festen“ Reisen schwierig finde für mich und mein freies, neugieriges Auge.
Ihr seid irgendwie stabil miteinander. Trotz eurer Unsicherheit, Angst und Vorsicht. Wie kommt das? Durch Vertrauen? Durch Zutrauen? Durch Sich-Trauen? Wahrscheinlich ist's die Summe. Wahrscheinlich gibt es da einen Urzustand ganz tief drinnen, auf den ist Verlass, selbst wenn das Außen verrückt spielt oder auch das Innen, das nicht ganz so tief sitzt, meint, es müsse mal am Rad drehen. Wie bei einem Vulkan gibt es in uns einen Kern, der war schon immer da, der ist schon immer fest in seiner Aussagen, an ihm ist nicht zu rütteln. Und genau dieser Kern gibt die Stabilität. lässt uns nicht umfallen, wenn der Wind so stark pustet, dass das Gebäude einkracht. Das Fundament bleibt stabil.
Prag (Juni 2022) – Ein Käfig ging einen Vogel suchen
„Sie sind ein Deutscher, nicht wahr?«»Ja«, sagte Karl, »Ich bin noch nicht lange in Amerika.«»Woher sind Sie denn?«»Aus Prag in Böhmen«, sagte Karl.»Sehen Sie einmal an«, rief die Oberköchin in einem stark englisch betonten Deutsch und hob fast die Arme, »dann sind wir ja Landsleute, ich heiße Grete Mitzelbach und bin aus Wien. Und Prag […]
Das ruhige Lichtspiel fasziniert, bevor er, der Sturm, aufzieht. Es sieht aus, als wenn ein blau-anthrazitfarbener Deckel auf einem hellen Schnellkochtopf sitzt. Der Deckel thront erst über dem Topfe, unter ihm blitzen Farben anmutender Schönheit heraus, dann stülpt er sich über, wächst und begräbt den Topf ganz unter sich. Blau wird zu Schwarz und pustet die Helligkeit hinweg. Nur noch Flecken der Leichtigkeit im Universum. Aus Pusten wird Wehen wird Stürmen. Wird Orkan. Ruhe vorbei. Raus aus der Starre. Aus Bunt wird monochrome Schönheit. Aus Stabilität Wanken. Auf Sicherheit folgt Unruhe. Aus der sanften Hügeligkeit des Meeres wachsen Wellen.
Die Kunde aus der Anderswelt ist für dich schwer zu ertragen. Die scheinbare Endgültigkeit, die Nicht-Mehr-Einflussnahme, die gefallene Entscheidung. Doch, bedenke - die Botschaft hat nur eine Relevanz in dieser Realität. Die Überbringerin lächelt dich an, wenn auch DU es schaffst, dein Lachen nicht zu verlieren, sie schenkt dir Energie, weiterhin, wenn DU die Flügel nicht einknickst, sie ist auf deiner Seite, wenn DU erträgst. Sie orakelt, zeigt auf die Veränderung, mitunter macht sie kaputt, zerschlägt, wirbelt durcheinander. Aber, und da musst DU ihr einfach vertrauen, braucht es diese Energie, um wieder zu kreieren, um zu schaffen, zu gestalten, neu zu atmen, zu er-leben. Habe keine Angst und schau ihr in die Augen. Schaue in dich, durch SIE ...
Die physische Zeit schreitet voran, immer gleich, immer. Kein Druck, keine Abweichungen, kein schneller oder langsamer. Sie war, sie ist, sie wird sein. Ein immer währender Zustand. Deswegen kannst Du auch nicht aus der Zeit fallen. Nur dein Rhythmus tanzt aus der Reihe. Du bestimmst deine Taktung selbst, ich meine, die Gesellschaften ihre. Bis hierher dachte ich immer, es gäbe ein davor, ein jetzt und ein danach. Dabei bemerke ich nun, da ist ein Kontinuum. Mein Wissen lässt mich lächeln!
Der getötete Wal geht rasch in Fäulnis über. Schon einen Tag nach seinem Tode ist er zu einer ungeheuren schwammigen Masse angeschwollen, und gar nicht selten treiben die sich entwickelnden Gase den Leichnam so auf, daß er unter heftigem Knall berstet und dabei einen unerträglichen Gestank verbreitet. Gewöhnlich haben die Walfischfänger ihre Arbeit schon beendet, […]
Aber eines ist in unserer Seele, welches, wenn wir es gehörig ins Auge fassen, wir nicht aufhören können, mit der höchsten Verwunderung zu betrachten, und wo die Bewunderung rechtmäßig, zugleich auch seelenerhebend ist; und das ist: die ursprüngliche moralische Anlage in uns überhaupt. – Was ist das (kann man sich selbst fragen) in uns, wodurch […]
Sommer.Festival.Heimat.Musik.Tanzwut.Zeltplatzromantik.Polaroid. Ich war auf dem Uckeralmfestival, in Grünz. So als Mecklenburgerin wusste ich gar nicht, dass die Uckermark auch in Mcpomm liegt. Das Lernen hört nie auf. Meine Polaroidkamera war dabei, und ich habe ein paar Momente festgehalten. Zusätzlich muss ich mich bei all denen entschuldigen, die ich nicht fotografieren wollte, denn mein Filmmaterial war […]
"was würde ich tun ohne diese Welt ohne Gesicht ohne Fragenwo Sein nur einen Augenblick dauert wo jeder Augenblickins Leere fließt und ins Vergessen gewesen zu seinohne diese Welle wo am EndeKörper und Schatten zusammen verschlungen werdenwas würde ich tun ohne diese Stille Schlund der Seufzerdie wütend nach Hilfe nach Liebe lechzenohne diesen Himmel der […]