Analoges Porträt mit halb grünem, halb rötlichem Farbverlauf, wacher Blick, weißes Kleidungsstück am Hals, konzeptuelle Fotografie über Licht und Fragmentierung

Im Fragment

Das Mitbringsel

Zeit vergeht. Läuft. Keine Rücksicht. Das Ende rückt näher. Ticktack, zappzerapp. Der Anfang längst vergessen. Das Außen gerät durcheinander, nicht zum ersten Mal, und ordnet sich wieder, nicht zum ersten Mal. Schwäche wird abgelöst durch Stärke, und andersherum. Ein Kreis, ein ewiger Kreis. Erschöpfung trifft auf Leichtigkeit und Spieltrieb.

Manchmal zerreißt einen das Leben. Dann muss alles wieder neu zusammengeführt und repariert werden. Wie bei einem Puzzle. Je mehr Zeit durch das Glas rinnt, desto mehr Puzzleteile verschwinden, nie wieder gesehen. Ein Ganzes kann ein Leben deshalb niemals ergeben. Es bleibt immer lückenhaft, immer verschwommen, immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Klarheit.

Da sind Begegnungen, alt und doch neu. Alt und doch aufregend, neu und angsteinflößend. Denn die Alten will man nicht loslassen. Im Chaos herrscht eine Klarheit, auch wenn sie noch eingebettet ist, in Ruhe und Schlaf. Aber die Erweckung ist nah. Das Außen spielt dabei keine Rolle, gar keine. Das Innen bebt und will sich schälen. Neue Gefühle. Sie wirken so einfach. Und bunt.

Stark fragmentiertes analoges Porträt mit netzartiger Kopfbedeckung, halb verdecktes Gesicht, mehrfarbige Verläufe in Rot, Grün und Schwarz, konzeptuelle Fotografie über Zersplitterung
Im Fragment
Analoges Aktporträt mit verschränkten Armen vor dem Körper, netzartige Kopfbedeckung, Lichtstreifen im Bild, Fotopapier-Großformatfotografie, konzeptuelle Körperstudie
Im Fragment
Unscharfes analoges Nahporträt mit netzartiger Kopfbedeckung über den Augen, Hände unter dem Kinn, Fotopapier-Großformatfotografie, konzeptuelle Arbeit über Erschöpfung
Im Fragment
Analoges Aktporträt mit offenem Mund und netzverdeckten Augen, Hände auf der Brust, türkise Tonung, Großformatkamera Mentor, konzeptuelle Fotografie über Emotion und Stärke
Im Fragment
Analoges Porträt im Profil auf Fotopapier, türkis getönt, Doppelbelichtung mit Spiegel, Großformatkamera Mentor, Kratzspuren und Materialalterung, konzeptuelle Fotografie über Erschöpfung und Stärke
Im Fragment
Analoges Aktporträt mit Spiegelfragment, Kopf zurückgeneigt, Hand auf der Brust, starke Bewegungsunschärfe, Großformatkamera Mentor, konzeptuelle Fotografie über Vervielfachung des Selbst
Im Fragment
Türkis getöntes analoges Porträt mit starker Materialalterung und Kratzspuren, Frau lehnt Kopf an angewinkeltes Knie, Großformatkamera Mentor auf Fotopapier
Im Fragment
Analoges Porträt mit Lichtstreifen über Gesicht und Blumenstrauß in der Hand, türkise Tonung, Großformatkamera Mentor auf Fotopapier, konzeptuelle Fotografie über Licht und Schatten
Im Fragment
Analoges Frontalporträt mit wachem, direktem Blick, weißes Kleidungsstück am Hals, dunkler Hintergrund, Fotopapier-Großformatfotografie, konzeptuelle Serie über Stärke
Im Fragment
Scharfes analoges Porträt mit direktem Blick zur Kamera, weißes drapiertes Kleidungsstück, dunkler Hintergrund, Großformatkamera Mentor, konzeptuelle Fotografie über Präsenz und Stärke
Im Fragment
Analoges Porträt mit halb grünem, halb rötlichem Farbverlauf, wacher Blick, weißes Kleidungsstück am Hals, konzeptuelle Fotografie über Licht und Fragmentierung
Im Fragment
Stark beschädigtes analoges Porträt mit Blasen und Flecken auf der Fotoemulsion, Blick nach oben, weißes Kleidungsdetail, konzeptuelle Fotografie über Zerfall und Emotion
Im Fragment

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13. September 2026

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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Der Korb meines Rotkäppchens war irgendwann gefüllt mit Sorgen, bis zum Rand. Sorge. Vorsorge. Sorge vor Sorge. Versorgen, umsorgen, (selbst)fürsorgen. Wo war das niedliche, furchtlose Mädchen geblieben? Angst oder Furcht. Egal. Beides in ordentlichem Maße vorhanden. Nur die Sehnsucht war geblieben. Natürlich. Und wenn sie nicht gestorben sind… Aber so viel(e) war(en) schon gestorben. Die Großmama natürlich. Aber auch die ein oder andere Utopie. Menschen. Vorhaben. Lieben, die Leichtigkeit.
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4. Oktober 2026
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selbstporträt inszeniert, sandkastenform als maske vor auge, grüner lidschatten, analog-digitaler remix, konzeptuelle porträtfotografie

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ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
24. September 2026