Meisterklasse Menschenfotografie

Fotoworkshop: Meisterklasse Menschenfotografie – ein Rückblick

Die ersten drei Tage fotografische Meisterklasse liegen hinter mir, hinter uns. Für mich waren es inspirierende und dankende Tage. Dankend dafür, dass mein Konzept aufgegangen ist, es hat sich gut angefühlt, es war kurzweilig und dennoch konzentriert und an vielen Stellen auf den Punkt. Schwer zusammenzufassen sind diese Tage für mich, steckten sie doch voller Themen, Emotionen und Prozessen. Vielleicht so viel. Wir erarbeiteten fotografisch in Gruppen das Thema Feminismus. Die Ergebnisse möchte ich unbedingt hier zeigen, weil sie unterschiedlicher nicht sein können, weil sie mich stolz machen und weil ich zum ersten Mal mehr als gespannt bin, was aus ihnen wird, den Fotografinen und dem Fotografen. Was unterscheidet die Meisterklasse von den anderen Workshops, die ich anbiete? Sie lässt so viel mehr Raum für Gespräche, für Bildkritik und das Erarbeiten fotografischer Serien. Sie lässt Ehrlichkeit und Menschlichkeit an die Oberfläche kriechen, sie lässt Masken fallen und sie lässt die  Kunst  immer mal wieder durchblicken und das Geschäft vergessen. Sie ist ein eigener Kosmos, ein sich-auf-den-Weg-machen…Mehr möchte ich gar nicht schreiben, denn meine Worte werden den vielen kleinen Zwischentönen nicht gerecht. Als Bettina zu mir sagte, ich sei eine coole Sau, habe ich gelächelt.

Nächste Meisterklasse findet im Oktober statt…

Meisterklasse Fotoworkshop Antje Kröger
Zusammenarbeit von Charlotte Grimm, Bettina Danzl & Juliane – Thema “ Feminismus“
Meisterklasse Fotoworkshop Antje Kröger
Zusammenarbeit von Thomas Schlorke, Ricarda Braun & Berenice – Thema “ Feminismus“
Meisterklasse Fotoworkshop Antje Kröger
…ein Blick dahinter
Meisterklasse Fotoworkshop Antje Kröger
…ein Blick dahinter
Meisterklasse Fotoworkshop Antje Kröger
…ein Blick dahinter
Meisterklasse Fotoworkshop Antje Kröger
…ein Blick dahinter
Meisterklasse Fotoworkshop Antje Kröger
…ein Blick dahinter

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24. März 2015

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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Nackter Oberkörper mit Kettenschmuck, Pelzstück über die Schulter geworfen, gestreifte Bänder am Bund, analoges Papiernegativ, Großformatkamera, konzeptuelle Körperfotografie, Fotoserie Wolfsstunde

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Gestalten. Die eine hat den Pelz um sich gelegt wie eine zweite Haut, dunkles Haar fällt darüber, das Gesicht halb verschluckt vom Korn des Papiers. Die andere trägt Strohhut und Hosenträger in Streifen. Hockt, wartet, beobachtet mit einem Blick, der älter wirkt als gelebt. Großformatkamera, Mentorin, Papiernegative. Jedes Bild ein Universum, mit Rand in Rissen, […]
1. September 2026
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Bewegungsunscharfe Aufnahme einer dicken Frau im Ausfallschritt, gepunkteter Rock, glitzernder Hintergrund, analoge Großformatfotografie, clowneske Dynamik

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Tupfen über Tupfen, schwarz und weiß. Wirklich? Oder sehen wir sie nur schwarz und weiß? Illusion! Gold glitzert im Hintergrund (Woher wissen wir denn das? Es könnte doch auch Silber sein!) Der Raum gleicht einer Zirkuskulisse, die ihr Unterhaltungsversprechen längst gebrochen hat. Die kleinen und großen Punkte. Dots. Das Muster des Clowns, komisch und traurig zugleich, ein Kostüm. Der Körper dick, unverstellt, geöffnet. Kein Grund zur Scham, nur Fleisch
26. August 2026
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Dicke Frau berührt sanft die roten Haare einer Frau mit verbundenen Augen, Nahaufnahme der Hände im Haar, dunkler strukturierter Hintergrund, konzeptuelle Imagination-Fotoserie

Rausch-Tod-Imagination

rausch als erster taumel. der moment, in dem die grenzen der haut nicht mehr halten, in dem farbe zu blut wird, blut zu farbe, in dem zwei gesichter sich übereinanderlegen, keines mehr das eigene. lametta wie ein vorhang zwischen wachsein und traum, traum und wachsein. gold, das schneidet, licht, das lügt. der körper bemalt, beschriftet, überschrieben. rote linien, die adern nachzeichnen oder sie erfinden. was zuerst nur schatten war, geworfenes licht, wird mit rotem lippenstift nachgezogen, festgehalten, behauptet, der schatten zur wunde gemacht, die vorlage zur handlung. rausch als erster schritt in die auflösung. der mensch selbst verschwimmt darin, er ist nicht einer, der den rausch erlebt, er ist der rausch, sein gesicht löst sich auf, bevor die kamera es fassen kann, seine konturen zerlaufen wie farbe im wasser. bevor der tod kommt, bevor die imagination übernimmt.
26. August 2026
Zauberei
nahporträt tänzerin mit kurzhaarschnitt, kopf geneigt, intimes analoges schwarzweißporträt, fotoserie zauberei

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Zauberei. Das Wort klang so viel schöner als das englische: Its magic. Sie wiederholte es ein paar Mal. Sauberrei. Sauberrei. Mit ihrem herrlichen argentinischen Akzent. Sauberrei. Aus dem harten Z wurde ein weiches S, aus dem Rachen-R ein rollendes. Ich verschwand wieder unter dem glitzernden Stoff hinter meiner Großformatkamera, Zauberei. Eine Begegnung wie ein Zufall, der keiner war.
25. August 2026
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