Analoges Doppelporträt Mittelformat: Mann mit Schweißerbrille und Vampirzähnen links, zweite helle Gestalt rechts, starker Kontrast, Mamiya, Fotografie Antje Kröger

Der Burgfotograf

analog-digitaler Remix

Abgelaufener Film. Eine Mamiya, zum ersten Mal in meinen Händen. Die Filmdose zu früh geöffnet – ein paar Sekunden Licht, die da nicht hingehörten. Den Film zu lange entwickelt. Kurz: ein Desaster. Und genau deshalb mag ich die analogen Fotos dieser Reihe sehr gern.

Schwarzweißporträt: Älterer Mann im Unterhemd mit Fliege, intensiver direkter Blick, hartes Seitenlicht, keine Requisiten, Fotokunst Antje Kröger
Der Burgfotograf

Sein Atelier hat er auf einer Burg eingerichtet – deshalb nenne ich ihn den Burgfotografen. Einmal kam er nach Leipzig und nahm an einem meiner Foto-Workshops teil. Dann zogen Jahre ins Land. Wolken auf und ab, Regen und Sonne im Wechsel. Irgendwann kam ich ihm wieder in den Sinn. Wir telefonierten. Er wollte von mir lernen – individuell, fordernd, ernsthaft. Er wollte ein Meister werden und von der Meisterin lernen. Vier Monate folgten. Viele Gespräche, viele Übungen, viel Kritik, viel Aushalten, viel Disziplin. Und ich war sehr oft sehr stolz. Mein ältester Schüler – mit solchen Fortschritten, solchem Willen, solcher Freude am Fotografieren. Und genauso viel Freude vor der Kamera. Vor meiner Kamera.

Schwarzweißfotografie: Mann im Unterhemd mit Fliege hält eine Kamera in der Hand, stützt Kopf auf die andere Hand, schwarze Luftballons im Hintergrund, Fotokunst Antje Kröger
Der Burgfotograf
Schwarzweißfotografie: Älterer Mann im Unterhemd mit Fliege, hebt den Arm, schwarze Luftballons im Hintergrund, dramatisches Licht, Fotokunst Antje Kröger
Der Burgfotograf
Schwarzweißporträt: Mann mit Lederhelm und Riemenzeug, direkter Blick in die Kamera, Unterhemd, weiches Licht, Fotokunst Antje Kröger
Der Burgfotograf
Schwarzweißporträt: Mann mit Schweißerbrille und Lederkappe streckt die Zunge heraus, Fliege, Unterhemd, Nahaufnahme, Fotokunst Antje Kröger
Der Burgfotograf
Analoges Schwarzweißporträt: Mann mit Schweißerbrille und Vampirzähnen hält sich beide Hände vors Gesicht, tiefes Schwarz, Mamiya Mittelformat, Antje Kröger
Der Burgfotograf
Schwarzweißfotografie analog Mittelformat: Mann mit Schweißerbrille und Vampirzähnen, Kopf leicht gesenkt, ruhige Haltung, weiches Graukorn, Mamiya, Antje Kröger
Der Burgfotograf
Analoges Schwarzweißporträt auf Mittelformat: Mann mit Schweißerbrille und Vampirzähnen im Unterhemd mit Fliege, Mamiya Mittelformatfilm, Fotografie Antje Kröger
Der Burgfotograf
Analoges Doppelporträt Mittelformat: Mann mit Schweißerbrille und Vampirzähnen links, zweite helle Gestalt rechts, starker Kontrast, Mamiya, Fotografie Antje Kröger
Der Burgfotograf
Schwarzweißporträt: Mann mit Schweißerbrille, Lederkappe, Vampirzähnen und Fliege will sein Unterhemd zerreißen, expressiver Ausdruck, Fotokunst Antje Kröger
Der Burgfotograf
Schwarzweißporträt: Mann mit Schweißerbrille, Lederkappe und Vampirzähnen lacht breit in die Kamera, nach vorne gebeugt, Unterhemd, Fotokunst Antje Kröger
Der Burgfotograf
Analoges Mittelformat-Porträt: Mann mit Schweißerbrille und Vampirzähnen, Mund geöffnet, aggressiver Ausdruck, hartes Schwarzweiß, Mamiya, Antje Kröger
Der Burgfotograf
Schwarzweißporträt: Mann mit Schweißerbrille, Lederkappe und Vampirzähnen, intensiver Blick direkt in die Kamera, starkes Seitenlicht, Nahaufnahme, Fotokunst Antje Kröger
Der Burgfotograf
Schwarzweißfotografie: Mann mit Schweißerbrille und Vampirzähnen hält ein Bündel Schnüre schwarzer Luftballons, dynamische Körperhaltung, Unterhemd, Fotokunst Antje Kröger

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8. Mai 2026

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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Im Fragment
Analoges Porträt mit halb grünem, halb rötlichem Farbverlauf, wacher Blick, weißes Kleidungsstück am Hals, konzeptuelle Fotografie über Licht und Fragmentierung

Im Fragment

Zeit vergeht. Läuft. Keine Rücksicht. Das Ende rückt näher. Ticktack, zappzerapp. Der Anfang längst vergessen. Das Außen gerät durcheinander, nicht zum ersten Mal, und ordnet sich wieder, nicht zum ersten Mal. Schwäche wird abgelöst durch Stärke, und andersherum. Ein Kreis, ein ewiger Kreis. Erschöpfung trifft auf Leichtigkeit und Spieltrieb.
13. September 2026
Wolfsstunde
Nackter Oberkörper mit Kettenschmuck, Pelzstück über die Schulter geworfen, gestreifte Bänder am Bund, analoges Papiernegativ, Großformatkamera, konzeptuelle Körperfotografie, Fotoserie Wolfsstunde

Wolfsstunde

Gestalten. Die eine hat den Pelz um sich gelegt wie eine zweite Haut, dunkles Haar fällt darüber, das Gesicht halb verschluckt vom Korn des Papiers. Die andere trägt Strohhut und Hosenträger in Streifen. Hockt, wartet, beobachtet mit einem Blick, der älter wirkt als gelebt. Großformatkamera, Mentorin, Papiernegative. Jedes Bild ein Universum, mit Rand in Rissen, […]
1. September 2026
Auf den Punkt gekommen
Bewegungsunscharfe Aufnahme einer dicken Frau im Ausfallschritt, gepunkteter Rock, glitzernder Hintergrund, analoge Großformatfotografie, clowneske Dynamik

Auf den Punkt gekommen

Tupfen über Tupfen, schwarz und weiß. Wirklich? Oder sehen wir sie nur schwarz und weiß? Illusion! Gold glitzert im Hintergrund (Woher wissen wir denn das? Es könnte doch auch Silber sein!) Der Raum gleicht einer Zirkuskulisse, die ihr Unterhaltungsversprechen längst gebrochen hat. Die kleinen und großen Punkte. Dots. Das Muster des Clowns, komisch und traurig zugleich, ein Kostüm. Der Körper dick, unverstellt, geöffnet. Kein Grund zur Scham, nur Fleisch
26. August 2026
Rausch-Tod-Imagination
Dicke Frau berührt sanft die roten Haare einer Frau mit verbundenen Augen, Nahaufnahme der Hände im Haar, dunkler strukturierter Hintergrund, konzeptuelle Imagination-Fotoserie

Rausch-Tod-Imagination

rausch als erster taumel. der moment, in dem die grenzen der haut nicht mehr halten, in dem farbe zu blut wird, blut zu farbe, in dem zwei gesichter sich übereinanderlegen, keines mehr das eigene. lametta wie ein vorhang zwischen wachsein und traum, traum und wachsein. gold, das schneidet, licht, das lügt. der körper bemalt, beschriftet, überschrieben. rote linien, die adern nachzeichnen oder sie erfinden. was zuerst nur schatten war, geworfenes licht, wird mit rotem lippenstift nachgezogen, festgehalten, behauptet, der schatten zur wunde gemacht, die vorlage zur handlung. rausch als erster schritt in die auflösung. der mensch selbst verschwimmt darin, er ist nicht einer, der den rausch erlebt, er ist der rausch, sein gesicht löst sich auf, bevor die kamera es fassen kann, seine konturen zerlaufen wie farbe im wasser. bevor der tod kommt, bevor die imagination übernimmt.
26. August 2026
Zauberei
nahporträt tänzerin mit kurzhaarschnitt, kopf geneigt, intimes analoges schwarzweißporträt, fotoserie zauberei

Zauberei

Zauberei. Das Wort klang so viel schöner als das englische: Its magic. Sie wiederholte es ein paar Mal. Sauberrei. Sauberrei. Mit ihrem herrlichen argentinischen Akzent. Sauberrei. Aus dem harten Z wurde ein weiches S, aus dem Rachen-R ein rollendes. Ich verschwand wieder unter dem glitzernden Stoff hinter meiner Großformatkamera, Zauberei. Eine Begegnung wie ein Zufall, der keiner war.
25. August 2026