Arm senkrecht hängend, von Gummibändern gleichmäßig eingeschnürt, Haut quillt hervor, Hand schlaff und livide – inszenierte Körperfotografie Antje Kröger Berlin Leipzig, Serie Mehrenge

Mehrenge

 fotografiert von A. Tcherkassova

Die Wälin will kein Wal mehr sein, denn das freie Sterben wäre ihr dann nicht mehr erlaubt. Die Wälin will kein Wal mehr sein, denn sie würde sich in ihren banalen Netzen verheddern, wäre ihnen ausgeliefert, mehr als je zuvor. Die Wälin will kein Wal mehr sein, denn das Walsein ist Pop. Die Wälin singt ihr Requiem, barockfugig in d-Moll.

Die Spritzen lagen in ihrem Osterkörbchen. Das Blut war übrig geblieben von der letzten Großschlachtung. Die Gummibänder hatte der Koch ihr geliehen — die Gummis, mit denen er sonst die Rouladen festzurrte. Sie hatte Lust zu performen, im Lichte der Krisen und Kriege, im Schatten der Flotten, die durch den Nebel der Entscheidungen schipperten. Die Farben der Welt ineinander verlaufend, die Wunden der Welt klaffend, die Stimmung in Tschernobyls Sarkophag begraben.

Der Körper reagiert. Die roten Punkte wandern über das Fleisch, verteilen sich auf allen hellen, weichen Stellen. Die Gummis schnüren ein, die Spitzen der Spritzen dringen in die Haut. Das Gefühl des Innen dringt nach Außen und läuft aus…

Stillleben mit blutbeschmierten Spritzen und bunten Gummibändern auf zerknittertem Papier – inszenierte Fotokunst von Antje Kröger, Leipzig, Serie Mehrenge
Mehrenge
Aufnahme von unten, Kopf zurückgeworfen, eingeschnürte Arme hinter dem Kopf verschränkt, Brust mit roten Spuren – Fotokunst Antje Kröger Berlin Leipzig, Serie Mehrenge
Mehrenge
Hände pressen Wangen zusammen, Gummibänder quer über Kopf und Finger gespannt, intensiver direkter Blick in die Kamera – körperliche Selbstporträt-Fotografie Antje Kröger Leipzig Berlin, Serie Mehrenge
Mehrenge
Sitzende Figur, eingeschnürter Arm steil nach oben gereckt, Faden an den Fingern, Gesicht halb hinter der anderen Hand verborgen – inszeniertes Selbstporträt Antje Kröger Berlin, Serie Mehrenge
Mehrenge
Nahaufnahme Hals und Brust, zwei Spritzen als Halsschmuck an dünnem Faden, Bluttropfen auf der Haut, pinke Druckpunkte auf der Brust – konzeptuelle Selbstporträt-Fotografie Antje Kröger Leipzig, Serie Mehrenge
Mehrenge
Frontales Ganzkörper-Selbstporträt mit weit ausgebreiteten eingeschnürten Armen, Blick nach oben, gemaltes Kreuz im Hintergrund – politische Körperkunst Antje Kröger Berlin Leipzig, Serie Mehrenge
Mehrenge
Ganzkörper-Selbstporträt im schwarzen Einteiler, ein Arm seitlich ausgestreckt und von Gummibändern eingeschnürt, rote Linie auf dem Rücken, dreiteiliger gemalter Hintergrund – Fotokunst Antje Kröger Leipzig, Serie Mehrenge
Mehrenge
Hand drückt sich in nackte Brust, Blut auf Fingern und Haut, Blitz-Tattoo sichtbar, dramatisches Seitenlicht – körperliche Fotokunst Antje Kröger Berlin, Serie Mehrenge
Mehrenge
 Fünf blutbeschmierte Spritzen in die Kamera gehalten, dahinter unscharf das Gesicht der Fotografin – konzeptuelle Selbstporträt-Fotografie Antje Kröger Leipzig Berlin, Serie Mehrenge
Mehrenge
Zwei Hände halten blutbeschmierte Spritzen wie eine Darbietung, eine Handfläche vollständig mit Blut bedeckt – politische Fotokunst Antje Kröger Leipzig, Serie Mehrenge
Mehrenge
Arm senkrecht hängend, von Gummibändern gleichmäßig eingeschnürt, Haut quillt hervor, Hand schlaff und livide – inszenierte Körperfotografie Antje Kröger Berlin Leipzig, Serie Mehrenge
Mehrenge
Nahaufnahme nackter Oberkörper von oben mit diagonal gespanntem Gummiband über Brust und Arm – künstlerische Körperfotografie Antje Kröger Leipzig, Serie Mehrenge
Mehrenge
Inszeniertes Selbstporträt mit Gummibändern im Mund, Druckspuren auf der Haut, direkter Blick – Fotokunst Antje Kröger Leipzig Berlin, Serie Mehrenge
Mehrenge
Ganzkörper frontal, Gummibänder quellen aus weit geöffnetem Mund, Blutspuren auf Haut und Beinen, Druckspuren eingeschnürter Arme – politische Körper-Fotokunst Antje Kröger Leipzig, Serie Mehrenge
Mehrenge

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25. April 2026

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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