Paul Celan. Ein Auge, offen Stunden, maifarben, kühl.Das nicht mehr zu Nennende, heiß,horbar im Mund.Niemandes Stimme, wieder.Schmerzende Augapfeltiefe:das Lidsteht nicht im Wege, die Wimperzählt nicht, was eintritt.Die Träne, halb,die schärfere Linse, beweglich,holt dir die Bilder.
"Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind.Unsere tiefgreifendste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht.Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen?Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen?Du bist ein Kind […]
"... Wenn du noch da bist, wenn in diesem Dunkel noch eine Stelle ist, an der dein Geist empfindlich mitschwingt auf den flachen Schallwell'n, die eine Stimme, einsam in der Nacht, aufregt in eines hohen Zimmers Strömung: so hör mich: Hilf mir. Sieh, wir gleiten so, nicht wissend wann, zurück aus unserm Fortschritt in irgendwas, […]
Die Unmöglichkeit mit verwelkten Flügeln abzuheben
"Oh meine Brüder, bin ich denn grausam? Aber ich sage: was fällt, das soll man auch noch stossen!Das Alles von Heute – das fällt, das verfällt: wer wollte es halten! Aber ich – ich will es noch stossen!Kennt ihr die Wollust, die Steine in steile Tiefen rollt? – Diese Menschen von heute: seht sie doch, […]
Paracelsus schrieb: "Das Herz ist die Sonne, und wie die Sonne auf die Erde und sich selbst wirkt, also wirkt auch das Herz auf den Leib und sich selbst. Und ist dieser Schein auch nicht der der Sonne, so ist er doch der Schein des Leibes, denn der Leib muss an dem Herzen Sonne genug […]
Seit fast einem Jahr frage ich die Teilnehmer meiner Fotoworkshops nach ihrer „fotografischen Baustelle“. Diese Frage ist inzwischen fast zu einem kleinen Ritual geworden. Im letzten Sommer, das weiß ich noch sehr genau, stellte ich sie zum ersten Mal – und machte mir natürlich selbst Gedanken dazu. Denn ich bleibe in meinen Workshops nie außen vor. Mittendrin ist mein Motto. Also beantwortete ich mir diese Frage zunächst selbst.
Du wirst deine eigene Wahrheit schon wiederfinden, wenn du bereit dafür bist, aber wenn sie zurückkommt, dann schäme dich nicht für sie, denn sie ist du und du bist sie und niemand sollte sich für sich selbst schämen. Gedankensturm - Diandra Voigt
Auf der ganzen Weltgibt es nichts Weicheres und Schwächeres als das Wasser.Und doch in der Art, wie es dem Harten zusetzt,kommt nichts ihm gleich.Es kann durch nichts verändert werden.Daß Schwaches das Starke besiegtund Weiches das Harte besiegt,weiß jedermann auf Erden,aber niemand vermag danach zu handeln. (Laotse: Tao te king)
Getäuscht hat sich die Taube. Sie hat sich getäuscht. Um nach Norden zu fliegen, flog sie nach Süd.Sie glaubte der Weizen sei Wasser.Sie hat sich getäuscht. Sie glaubte das Meer sei der Himmel,die Nacht sei früher Morgen.Sie hat sich getäuscht. Die Sterne seien Tau,die Hitze Schneegestöber.Sie hat sich getäuscht. Dein Rock sei deine Bluse,in deinem […]