ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
um mich herum dinge, die keine requisiten sind, sondern „gefühls-und daseins-zugehörigkeiten“. das kleid hängt noch vom letzten fotografischen projekt, hat noch nicht losgelassen. die monstera, geschenkt von einem freund aus einer zeit, in der ich leichtfüßiger war, trägt gerade drei blätter. drei, die zahl, die mich trägt. aus zwei ihrer blätter wird irgendwann eine acht werden und die acht kennt kein ende. die sandkastenform mit dem kopftuchmädchengesicht fand über ein geliebten boy den weg in mein leben. ein kinderding in einer erwachsenen inszenierung. es erinnert mich daran, wessen blick ich einmal war. das tape, welches mich umschließt, stammt vom letzten umzug, der mir die kraft aus den knochen gezogen hat. es weiß schon jetzt, dass der nächste umzug bevorsteht, bevor ich es zugeben will. die wiesenblumen gepflückt von zwei verschiedenen handpaaren. getrocknet, geschenkt, noch nicht gestorben. und das grün auf meinem lid ist das grün eines tellers, der neulich auf dem boden zersprang. eines tellers aus einem geschirrservice, in das ich mich einst auf einem flohmarkt verliebt habe, obwohl ich die farbe nie wirklich mochte. gekauft mit einer freundin, geteilt zwischen uns beiden.
all das ist inhalt, nicht deko, sondern das, was an ihr klebt: emotionen. im januar zeige ich, wie man diese schichten in der eigenen fotografie findet und wie man sie erkennen und zusammenführen lernt: in der eigenen form, der eigenen beziehung, dem eigenen inhalt.
bildet banden und denkt und fühlt in schichten. um so mehr, um so besser.
FOTOSEMINAR: FORM | BEZIEHUNG | INHALT












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