
Fotografieren kann jeder lernen. Verstehen, warum ein Bild wirkt – das ist die eigentliche Kunst.
Für wen ist das Seminar?
Du fotografierst seit Jahren, die Technik sitzt, und trotzdem fehlt etwas. Manche deiner Bilder tragen, andere sind sofort vergessen, und du kannst nicht sagen, woran es liegt. Genau dafür ist dieses Seminar gemacht.
Ich beschäftige mich, seit ich 19 bin, mit Fotografie, und Theorie war für mich nie ein notwendiges Übel, sondern der Schlüssel. Ich habe gelesen, hinterfragt, philosophiert und gemerkt, dass dieses Wissen für viele ungewohnt ist. Diese Lücke möchte ich schließen.
An drei Tagen lernst du, ein Bild zu lesen: wie es aufgebaut ist, was zwischen dir und dem Menschen vor der Kamera entsteht und was du eigentlich erzählen willst. Nichts davon bleibt abstrakt, denn deine eigenen mitgebrachten Bilder begleiten dich durch alle Tage und werden jedes Mal neu betrachtet. So erlebst du an ihnen, wie sich dein Blick verändert, wenn sich die Frage ändert.
Wir sind höchstens zu viert. Das heißt: Ich habe Zeit für dich, für deine Bilder, für deine Fragen. Es wird nicht fotografiert, es wird verstanden. Und wer versteht, fotografiert danach anders.
Deine Vorbereitung: Bring drei eigene Bilder mit – die begleiten dich durch alle drei Seminartage. An jedem Tag betrachten wir sie neu, jeweils durch die Brille des Tagesthemas: einmal unter dem Aspekt der Form, einmal der Beziehung, einmal des Inhalts. So erlebst du an deinen eigenen Bildern, wie sich der Blick je nach Fragestellung verändert.
Termin: 15. /16. /17. Januar 2027, jeweils 11–17 Uhr
Preis: 750 €
Teilnehmer: max. 4
Ort: Leipzig
Inklusive: Programm, Kaffee und Tee, Mittag
Anmeldung: fotos@antjekroeger.de
Dieses Fotografie-Seminar ist kein Technik-Workshop. Es geht nicht um Blende, ISO oder das neueste Kameramodell. Es geht um zwei Dinge, die eng zusammengehören: fundierte fotografische Theorie und die ausgiebige, gemeinsame Kritik deiner mitgebrachten Bilder. Bring mindestens drei eigene Fotos mit. Sie begleiten dich durch alle drei Tage und werden jeweils neu betrachtet: einmal unter dem Aspekt der Form, einmal der Beziehung, einmal des Inhalts. Denn Theorie bleibt abstrakt, solange sie nicht an echten Bildern durchdacht wird UND deine eigenen Bilder sind der ehrlichste Ausgangspunkt dafür.

Tag 1 · FORM
Wie ein Bild aufgebaut ist – und warum das kein Zufall sein darf
Komposition, Perspektive, visuelles Gewicht, Licht und Farbe sind keine Geschmacksfrage, sondern Handwerk mit eigenen Gesetzen. An diesem Tag lernst du:
- warum Mathematik die unsichtbare Grundlage jeder Komposition ist
- wie Flächen, Linien und Kontraste ein Bild lenken
- welches Format welche Wirkung erzeugt
- wie du zweidimensional denkst, obwohl die Welt dreidimensional ist
- was Licht überhaupt ist – und warum Schatten mehr erzählen als du denkst
- Farbe versus Schwarz-Weiß: was jede Wahl aussagt
- das Belichtungsdreieck und wie du Histogramme wirklich liest
- wie du ein Bild liest – jenseits von Bauchgefühl
Zum Abschluss: Bildkritik deiner mitgebrachten Fotos, ausschließlich unter dem Blickwinkel von Form und Komposition.

Tag 2 · BEZIEHUNG
Was zwischen dir und dem Menschen vor der Kamera entsteht und wie du es steuerst
Der unterschätzteste Teil der Fotografie: die Beziehung zwischen Fotograf/Fotografin und Motiv. Hier wird es persönlich, psychologisch, direkt:
- Normen, Optimierungswahn und wo deine eigenen Grenzen liegen
- wie du zur Regie deiner eigenen Bilder wirst
- die Macht der Sprache und wie du sie bewusst einsetzt
- Souveränität, Dominanz und Einflussnahme, ohne auszunutzen
- das Wir-Prinzip: gemeinsam statt gegeneinander vor der Kamera
- Sprezzatura – mühelose Eleganz als Haltung
- Körpersprache lesen, Präsenz spüren und überprüfen
- Emotionen erkennen, spiegeln, gezielt auslösen
Zum Abschluss: Bildkritik deiner mitgebrachten Fotos, diesmal mit Fokus auf die Beziehungsebene zwischen dir und dem Motiv

Tag 3 · INHALT
Was du erzählen willst und wie daraus eine eigene Bildsprache wird
Am letzten Tag geht es um das, was ein Bild über die Technik hinaus trägt: seine Geschichte.
- welche Geschichten du erzählen willst – und warum das die wichtigste Frage überhaupt ist
- Essenz, Charakteristikum, Signatur: der lange Weg zur eigenen Bildsprache
- Symbolik in Farben, Zahlen, Geschichte und Religion
- Ideenfindung: Konzepte entwickeln, malen, schreiben
- kreative Techniken mit kleinem Budget, großer Wirkung, inklusive selbstgebauter Objektivfilter
- filmisch denken, Serien statt Einzelbilder kreieren
- analoge und digitale Fotografie bewusst mischen
- Tempo und Rhythmus in einer Bildserie
- die Kunst der Auswahl und warum weniger fast immer mehr ist
- Präsentation: wie dein Bild überhaupt erst wahrgenommen wird
Zum Abschluss: Abschließende Bildkritik aller mitgebrachten Bilder, diesmal mit Blick auf Inhalt, Bildsprache und die eigene Handschrift.
Jetzt anmelden: fotos@antjekroeger.de





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