Madame Welt, Aktfotografie Antje Kröger

Madame Welt

Ich denke an Ivan.
Ich denke an die Liebe.
An die Injektionen von Wirklichkeit.
An ihr Vorhalten, so wenige Stunden nur.
An die nächste, die stärkere Injektion.
Ich denke in der Stille,
Ich denke, daß es spät ist.
Es ist unheilbar. Und es ist zu spät.
Aber ich überlebe und denke.
Und ich denke, es wird nicht Ivan sein.
Was immer auch kommt, es wird etwas anderes sein.
Ich lebe in Ivan.
Ich überlebe nicht Ivan.

Ingeborg Bachmann, Malina

Ein Körper, geformt von Zeit. Diese Fotografie feiert die Schönheit des Alters jenseits von Jugendidealen. Haltung, Haut und Ruhe erzählen von gelebtem Leben und einer Würde, die nicht inszeniert werden muss.
Madame Welt
Der Körper ist nicht perfekt, sondern wahr. Diese Arbeit zeigt Alter als ästhetische Qualität: ruhig, schwer, voll Erfahrung. Schönheit entsteht hier aus Akzeptanz und Präsenz.
Madame Welt
Madame Welt, Aktfotografie Antje Kröger
Madame Welt
Madame Welt, Aktfotografie Antje Kröger
Madame Welt
Madame Welt, Aktfotografie Antje Kröger
Madame Welt
Madame Welt, Aktfotografie Antje Kröger
Madame Welt
Das Bild widersetzt sich jugendzentrierten Schönheitsnormen. Es zeigt einen älteren weiblichen Körper als selbstverständlichen, schönen Teil unserer visuellen Kultur.
Madame Welt
Madame Welt, Aktfotografie Antje Kröger
Madame Welt
Ein Körper, der nichts beweisen muss. Diese Fotografie lädt dazu ein, Alter neu zu betrachten – als Raum für Ruhe, Kraft und stille Schönheit.
Madame Welt
Ohne Pose, ohne Verklärung zeigt das Bild einen älteren weiblichen Körper als Ausdruck von Stärke und Selbstverständlichkeit. Schönheit erscheint hier als Ergebnis von Zeit, nicht als ihr Gegenteil.
Madame Welt

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6. März 2016

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
24. September 2026