Menschenfotografie im Atelier und auf der Straße, drinnen und draußen, innen und außen
Termin: 16. / 17. Mai 2026 & 24. / 25. Oktober 2026
Zwei-Tagesworkshop: 490 Euro
Inklusive: Programm, Kaffee und Tee, Snacks, Mittag am Samstag
Anmeldung: fotos@antjekroeger.de
PROGRAMM
Samstag von 10 bis 17 Uhr
Sonntag von 10 bis 17 Uhr





Ich bin mit einer klaren Intention zu Antjes Fotoworkshop gegangen: Ich steckte in einer künstlerischen Blockade und hatte das Gefühl, meine Kreativität verloren zu haben. Was ich dort erlebt habe, hat mich tief berührt und nachhaltig verändert.
Mel Junker
Antje schafft mit ihrer Art einen unglaublich offenen, sicheren Raum. Sowohl durch ihre Persönlichkeit, als auch durch die inhaltliche Gestaltung des Workshops hat sie in mir sehr viel bewegt. Besonders die Bildanalysen, der Blick auf Komposition und vor allem ihre Herangehensweise, aus Emotionen heraus zu arbeiten, haben etwas in mir freigesetzt. Durch Gespräche, Reflexion und das bewusste Einfangen von Emotionen ist meine Blockade verschwunden – meine Kreativität ist zurückgekommen.
Die Inhalte wirken nach: Ich ertappe mich ständig dabei, das Gelernte in Bildern und Fotografien wiederzufinden und weiterzudenken. Ich habe an einem zweitägigen Workshop zu inszeniertem Porträt und Straßenfotografie teilgenommen und fand die Mischung aus Theorie, Praxis und persönlichem Austausch großartig.
Besonders berührend war für mich der Abschluss, bei dem wir uns gegenseitig fotografiert und Konzepte umgesetzt haben. Dabei habe ich auch erfahren, wie es sich anfühlt, selbst in der Rolle des Models zu sein – und wie wichtig Fragen von Grenzen, Vertrauen und Verantwortung in der Porträtfotografie sind. Diese Perspektive hat meinen Blick auf meine eigene Arbeit nachhaltig verändert.
In diesem Workshop arbeiten wir einen Tag lang in meinem Atelier: Porträt, Inszenierung, Theorie zu Gestaltung, Licht, Kreativtechniken – wir erschaffen gemeinsam Menschenbilder in der Gruppe und einzeln, vom schlichten Porträt bis zu aufwendiger Inszenierung. Was ist möglich im begrenzten Raum? Wie finde ich Themen für meine Inszenierung? Wie leite ich den Menschen vor meiner Kamera an? Du setzt dich selbst ins (fotografische) Licht: die Spiegelung als Tatsache? Wer bin ich, wer ist mein Gegenüber? Was will ich erzählen, darstellen, zeigen? Warum mag ich etwas abbilden, ausdrücken? Wer soll vor meine Kamera treten? Warum ist die Kamera mein Medium? Warum stellt sich jemand davor? Denke ich oder sehe ich oder gar beides? Hintergründe, Accessoires, Kleidung, all das spielt eine Rolle, darüber muss ich mir klar sein. Und dann noch das eine so wichtige Thema: Wie finden Menschen zu mir, mit denen ich inszenieren kann? Den anderen Tag verbringen wir auf der Straße. Straßenfotografie klingt im Englischen irgendwie poetischer: Streetphotographie. Gemeinsam wird es uns nicht um „Schnappschüsse“ und „Knipsen“ gehen. Auch auf der Straße arbeiten wir konzeptionell. Von mir könnt ihr erlernen, wie genau das funktioniert. Wir werden uns bewegen und (ab)warten. Aufgaben und Gruppenarbeit erwarten euch. Wir verbringen unsere Zeit zusammen mit anderen Menschen im öffentlichen Raum. Mut, Schnelligkeit, Geduld, Ideenentwicklung, Vorausahnen, der richtige Moment, Beobachten, Hinsehen, Hinspüren … ICH im öffentlichen Raum. Was kann ich schon sehen? Was kann ich schon fühlen? Wem begegne ich? Welche Räume suche ich auf? Welches Thema möchte ich „auf der Straße“ umsetzen? Kenne ich die Regeln der Straße und die Rechte des Fotos im öffentlichen Raum? Was traue ich mich auf der Straße? Welche Motive ziehen mich an? Welche Motive stoßen mich ab? Welche Technik benutze ich auf der Straße und warum? Wir stellen uns allen diesen Fragen. Einen Tag lang.
Mich fragte mal jemand, wie ich meine Fotografie beschreibe. Menschlich. Die Antwort fand schnell heraus aus mir. Humanismus. Meine Utopie. Ich versuche, alle Facetten des Lebens abzubilden, dabei beschränke ich mich nicht auf ein Thema… Ich beschränke mich auch nicht auf Räume, auf Zeit, auf Sujets. Das, was dem Menschen oder den Menschen begegnet, begegnet auch mir. Ich arbeite im Atelier, genauso wie im öffentlichen Raum. Ich arbeite laut und leise, ich inszeniere, beobachte, erzähle. Fast nichts Menschliches ist mir fremd. Manchmal bin ich während meiner Reisen wochenlang auf der Straße unterwegs, manchmal hänge ich im Atelier herum und erschaffe neuen Raum für die nächsten „fotografischen“ Geschichten. Manchmal entdecke ich meinen Hang zur Natur und möchte eine fotografische Menschenidee in dieser umsetzen. Mensch, Raum, Inszenierung, Moment, innen & außen, öffentlicher & privater Raum, nie eine reine Abbildung, immer meine Interpretation …
Ich gebe seit vielen Jahren Fotoworkshops. Oft begegnete mir, dass Menschen zwar ihre Kameras bedienen konnten, aber keine oder wenige Gestaltungsregeln kannten oder gar anwendeten, sich nicht mit Design, Komposition, Farbe, Symbolik und Ikonographie, Themen theoretisch auseinandersetzten. Die meisten versuchten, die Kamera zu beherrschen, während dieses Vorhabens ignorierten sie (ihre eigenen) Ideen und bewusstes Sehen. Sie fotografierten irgendwie intuitiv, ohne darüber nachzudenken, warum sie wie bestimmte Motive verewigen wollten. Doch irgendwann stößt auch Intuition an ihre Grenzen. Wichtig wird dann: Die genaue Beobachtung – das erzählerische Potenzial von Gesten, Blicken und Haltung. Der Fotograf im Bild – welchen Einfluss hat meine persönliche Haltung auf die bildnerische Deutung des Motivs? Wie gehe ich damit um? Von der Idee zum Bild – was will ich sagen und wie gelingt mir das (auch technisch)? Wir wollen uns in diesen zwei Tagen annähern. Einem so großen Thema. Der Menschenfotografie.





































Ich habe am Workshop "Straßenfotografie und inszeniertes Porträt" teilgenommen. Schon die vorbereitenden Hausaufgaben gingen in die Tiefe, die Arbeit am Bild dann umso mehr. Antje geht mit Nachdruck auf individuelle Interessen, Stärken und Schwächen ein, und auch in der direkten Interaktion mit ihr und den Modellen kann man sehr viel lernen. Ich habe viel Inspirierendes mitgenommen und bleibe dran! In den letzten Jahren habe ich eine ganze Reihe von Fotoworkshops an zum Teil sehr bekannten Schulen besucht. Dieser war mit Abstand der Beste.
JH
Über mich:
Ich bin Antje Kröger, Fotokünstlerin aus Leipzig. Meine Arbeit bewegt sich zwischen Selbstporträt, Portraitfotografie, Aktfotografie, Straßenfotografie und Reisefotografie. Ich fotografiere Körper – nackt, bekleidet, in Bewegung, in Ruhe. Ich arbeite mit Künstlerinnen, mit Fremden, mit mir selbst.
Ich reise, um Kultur zu erleben und meine Themen, Körper, Identität, Herkunft, auch auf der Straße, in anderen Städten, in anderen Ländern zu finden. Ich fotografiere nicht spontan. Ich suche. Ich beobachte. Ich warte.
Ich arbeite analog und digital, oft in Remixen, die beide Welten zusammenbringen. Mit Film, verschiedenen analogen Kameras, in der Dunkelkammer. Meine Themen bleiben, aber mein Blick auf sie erweitert sich, über Monate, über Jahre, über Serien hinweg. (mehr dazu in meinem künstlerischen Lebenslauf)
In meinen fotografischen Workshops geht es wenig um Technik. Es geht um den Blick. Um die Frage: Was will ich mit diesem Bild sagen? Ich bin keine Lehrerin. Ich bin Künstlerin. Und ich arbeite mit dir so, wie ich mit mir selbst arbeite: ehrlich, direkt, ohne Schönreden.
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