selbstverletzung ritzen bulemie

Dissoziation

Die Hölle der Wirklichkeit ist finsterer und enger, als jede himmlisch ausgedachte Hölle, und dennoch zugleich vitaler, reicher, verschlossener, insgesamt unwahrscheinlich erstaunlich angeordnet und keineswegs zufriedenstellend in allem erforscht, vermessen, berechnet, erkannt und begriffen.

Die Poetik des Extremen, Uwe Schütte

Mama hat als sehr kleines Kind schon zu mir gesagt, sie nehme mir die Bücher weg, ich solle nicht wegen anderer so traurig sein. Das zog sich durch mein Leben - war ich todtraurig, sagte sie: "Lies nicht so viel!" Heute lese ich immer noch, aber viele der unglaublichen Geschichten, der traurigen Geschichten, der unfassbaren, der kaum-nach-voll-ziehbaren, kuriosen, wundersamen kommen zu mir - live und in Farbe. Und ich darf daraus ganz oft (m)eine fotografische Geschichte machen. Manchmal muss ich sehr schlucken, manchmal nehme ich die Geschichten mit in meine Träume, manchmal möchte ich weinen wie ein Schlosshund, manchmal einfach laut loslachen - aber immer bin ich stolz darauf, auf das Einlassen, das Vertrauen, die Grenzüberschreitung, die Offenbarung. Uuuuund, ich freu' mich auf noch mehr bewegende Menschenmomente.

dünne frau mit bulemie
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5 thoughts on “Dissoziation

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4. August 2015

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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Es gibt keinen Textauszug, da dies ein geschützter Beitrag ist.
26. August 2026
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Zauberei. Das Wort klang so viel schöner als das englische: Its magic. Sie wiederholte es ein paar Mal. Sauberrei. Sauberrei. Mit ihrem herrlichen argentinischen Akzent. Sauberrei. Aus dem harten Z wurde ein weiches S, aus dem Rachen-R ein rollendes. Ich verschwand wieder unter dem glitzernden Stoff hinter meiner Großformatkamera, Zauberei. Eine Begegnung wie ein Zufall, der keiner war.
25. August 2026
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22. August 2026
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extreme nahaufnahme gesicht mit nägeln im mund, bemalte haut mit gitterlinien, expressives selbstporträt stanze-serie

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Genäht dort, wo etwas heraus gestanzt wurde. Blutunterlaufen. Kreise bildend. Die großen Schrauben halten den Körper weiterhin zusammen. Da, wo das Licht hineindringt, kann der Schmerz nicht zu groß sein. Haut ist Grenze. Blut ist Sprache. Weich gegen hart. Metall gegen Haut. Scherben als Ganzes, der Unterschied als Leichtigkeit. Eine andere Naht versperrt den Mund, die Sprache, die Meinung, die Worte, die Menschlichkeit, die Moralnadel des Kompass.
14. August 2026
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Zahl, was es dir wert ist – analoge Porträts im August und September

EIN Angebot, bei dem DU entscheidest, was dir meine Arbeit wert ist. August und September 2026 öffne ich mein Atelier in Leipzig für 90-minütige analoge Fotoshootings: Porträt, Akt oder Künstlerfotografie, ganz wie du möchtest. Fotografiert wird mit meiner alten DDR-Großformatkamera, direkt auf Fotopapier – manchmal 50 bis 70 Jahre alt, mit all seinen Eigenheiten, seinem […]
5. August 2026