crux antje kroeger fotograf leipzig

Crux

HAMM: Was zu tun, das frage ich mich.

CLOV: Ich betrachte die Wand.

HAMM: Die Wand! Und was siehst du da, auf deiner Wand? Menetekel? Nackte Leiber?

CLOV: Ich sehe mein Licht, das stirbt.

HAMM: Dein Licht, das…!? was man nicht alles zu hören kriegt! Na ja, es wird ebenso gut hier sterben, d e i n Licht. Schau mich nur mal an, und dann werden wir nochmal darüber reden, über d e i n Licht.

Samuel Beckett: Endspiel

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nackter frauenkörper in rot
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Crux
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Crux
Eine nackte Person mit langem, blondem Haar sitzt auf dem Boden in einer eingerollten, schutzsuchenden Haltung. Die Arme sind um ein angewinkeltes Bein geschlungen. Große Bereiche ihrer Haut sind mit roter Farbe bedeckt, die sich ungleichmäßig über Arme, Brust, Bauch und Beine zieht. Hinter der Person ist eine weiße Wand zu sehen, die ebenfalls mit breiten, roten Farbschlieren und Handabdrücken versehen ist. Auf dem Boden liegen verstreute, helle Blütenblätter und einige grüne Blätter. Das Licht fällt stark von der Seite ein und betont die Kontraste zwischen Haut, Farbe und Schatten. Die Person blickt direkt nach vorn, mit einem ernsten, angespannten Ausdruck.
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2 thoughts on “Crux”

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9. Juni 2013

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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Der Korb meines Rotkäppchens war irgendwann gefüllt mit Sorgen, bis zum Rand. Sorge. Vorsorge. Sorge vor Sorge. Versorgen, umsorgen, (selbst)fürsorgen. Wo war das niedliche, furchtlose Mädchen geblieben? Angst oder Furcht. Egal. Beides in ordentlichem Maße vorhanden. Nur die Sehnsucht war geblieben. Natürlich. Und wenn sie nicht gestorben sind… Aber so viel(e) war(en) schon gestorben. Die Großmama natürlich. Aber auch die ein oder andere Utopie. Menschen. Vorhaben. Lieben, die Leichtigkeit.
4. Oktober 2026
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Auf dem Nachttischchen aus Holz, das neben dem knarrenden Omabett stand, lag dieses wunderschöne DDR-Märchenbuch. Es war ein dicker Brocken und die Seiten waren mit einem goldenen Schnitt verziert. Als Kind dachte ich, dieses Buch wäre ein Schatz. Denn immer, nachdem Omama mir daraus vorgelesen hatte, verschwand es wieder in einer roten Box aus dicker Pappe. Dann war das wunderschöne Cover nicht mehr sichtbar, welches mich durch meine gesamte Kindheit begleitete.
4. Oktober 2026
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selbstporträt inszeniert, sandkastenform als maske vor auge, grüner lidschatten, analog-digitaler remix, konzeptuelle porträtfotografie

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ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
24. September 2026