Rotes Durchdringen eines weißen Kleides in analoger Fotokunst

Weisser Mantel (II)

Besudelt schön. Die Stimmung kippt. Wie in jenem Augenblick, als das unschuldige Schneewittchen den roten Apfel des Verhängnisses aß und für uns tot schien. Ein Moment der Traurigkeit, kein Weg mehr will zurück.
Aus rein wird besudelt. All der Dreck der Welt erst an den Händen, zwischen den Fingern, an den Fingerkuppen. Später wie automatisch an Bauch, Niere, Herz. Zwischen den Oberschenkeln. Besudelungsorgie. „Mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als du allein.“ Aber nein. Das Herz ist niemals rein. Es ist immer im Kampf. Mit dem Gestern und dem Heute. Und auch mit dem Morgen. Und auch, wenn du dir den weißen Mantel überwirfst, um uns zu täuschen, um uns die Reinheit vorzuspielen, um deine innere Besudelung zu verdecken. Das ist ein Trick. Wir können ihn bemerken. Fühl dich nicht sicher. Du bist nicht der unsichtbare Zauberrabe Rumburak. Wir sehen dich. Besudelt im Innen, rein im Außen. Wir sehen dich. Besudelt im Innen, besudelt im Außen. Für unsere Augen bist du sichtbar. Die Zeit des Versteckens ist vorbei-bei.

Verhüllte Figur in analoger Fotografie auf gealtertem Filmmaterial
Weisser Mantel (II)
Analoge Fotokunst mit verdecktem Gesicht und abgelaufenem Filmmaterial
Weisser Mantel (II)
Analoge Fotografie mit unsichtbarem Gesicht und starkem Materialkontrast
Weisser Mantel (II)
verhüllung, identität, analogfotografie, abgelaufener film, kunst
Weisser Mantel (II)
Analoge Fotokunst mit Stoff, Körper und unsichtbarem Gesicht
Weisser Mantel (II)
Verhülltes Porträt auf gealtertem analogem Filmmaterial
Weisser Mantel (II)
Analoge Fotografie zwischen Körperpräsenz und Gesichtsverlust
Weisser Mantel (II)
Künstlerische Analogaufnahme mit verhülltem Gesicht und starker Textur
Weisser Mantel (II)
Analoge Körperdarstellung mit verdecktem Gesicht und Materialspuren
Weisser Mantel (II)
Analoge Fotokunst mit anonymer Figur und gealtertem Filmmaterial
Weisser Mantel (II)
Rotes Durchdringen eines weißen Kleides in analoger Fotokunst
Weisser Mantel (II)
Analoge Aufnahme mit roter Spur auf weißem Stoff
Weisser Mantel (II)
Weißes Kleid von Rot überzogen in analoger Fotografie
Weisser Mantel (II)
Rote Markierungen auf weißem Kleid in analoger Körperstudie
Weisser Mantel (II)
Analoge Fotokunst mit rotem Eingriff in ein weißes Kleid
Weisser Mantel (II)

Werbung

NÄCHSTER FOTOWORKSHOP

One thought on “Weisser Mantel (II)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

18. Januar 2026

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

Latest

Wolfsstunde
Nackter Oberkörper mit Kettenschmuck, Pelzstück über die Schulter geworfen, gestreifte Bänder am Bund, analoges Papiernegativ, Großformatkamera, konzeptuelle Körperfotografie, Fotoserie Wolfsstunde

Wolfsstunde

Gestalten. Die eine hat den Pelz um sich gelegt wie eine zweite Haut, dunkles Haar fällt darüber, das Gesicht halb verschluckt vom Korn des Papiers. Die andere trägt Strohhut und Hosenträger in Streifen. Hockt, wartet, beobachtet mit einem Blick, der älter wirkt als gelebt. Großformatkamera, Mentorin, Papiernegative. Jedes Bild ein Universum, mit Rand in Rissen, […]
1. September 2026
Auf den Punkt gekommen
Bewegungsunscharfe Aufnahme einer dicken Frau im Ausfallschritt, gepunkteter Rock, glitzernder Hintergrund, analoge Großformatfotografie, clowneske Dynamik

Auf den Punkt gekommen

Tupfen über Tupfen, schwarz und weiß. Wirklich? Oder sehen wir sie nur schwarz und weiß? Illusion! Gold glitzert im Hintergrund (Woher wissen wir denn das? Es könnte doch auch Silber sein!) Der Raum gleicht einer Zirkuskulisse, die ihr Unterhaltungsversprechen längst gebrochen hat. Die kleinen und großen Punkte. Dots. Das Muster des Clowns, komisch und traurig zugleich, ein Kostüm. Der Körper dick, unverstellt, geöffnet. Kein Grund zur Scham, nur Fleisch
26. August 2026
Rausch-Tod-Imagination
Dicke Frau berührt sanft die roten Haare einer Frau mit verbundenen Augen, Nahaufnahme der Hände im Haar, dunkler strukturierter Hintergrund, konzeptuelle Imagination-Fotoserie

Rausch-Tod-Imagination

rausch als erster taumel. der moment, in dem die grenzen der haut nicht mehr halten, in dem farbe zu blut wird, blut zu farbe, in dem zwei gesichter sich übereinanderlegen, keines mehr das eigene. lametta wie ein vorhang zwischen wachsein und traum, traum und wachsein. gold, das schneidet, licht, das lügt. der körper bemalt, beschriftet, überschrieben. rote linien, die adern nachzeichnen oder sie erfinden. was zuerst nur schatten war, geworfenes licht, wird mit rotem lippenstift nachgezogen, festgehalten, behauptet, der schatten zur wunde gemacht, die vorlage zur handlung. rausch als erster schritt in die auflösung. der mensch selbst verschwimmt darin, er ist nicht einer, der den rausch erlebt, er ist der rausch, sein gesicht löst sich auf, bevor die kamera es fassen kann, seine konturen zerlaufen wie farbe im wasser. bevor der tod kommt, bevor die imagination übernimmt.
26. August 2026
Zauberei
nahporträt tänzerin mit kurzhaarschnitt, kopf geneigt, intimes analoges schwarzweißporträt, fotoserie zauberei

Zauberei

Zauberei. Das Wort klang so viel schöner als das englische: Its magic. Sie wiederholte es ein paar Mal. Sauberrei. Sauberrei. Mit ihrem herrlichen argentinischen Akzent. Sauberrei. Aus dem harten Z wurde ein weiches S, aus dem Rachen-R ein rollendes. Ich verschwand wieder unter dem glitzernden Stoff hinter meiner Großformatkamera, Zauberei. Eine Begegnung wie ein Zufall, der keiner war.
25. August 2026
Neues Website-Design

Neues Website-Design

Lange hab ich es vor mir her geschoben! Aber nun. Nun ist es passiert. Ein neues Design für meine Website. Minimalistisch. Sicher. Übersichtlicher.
22. August 2026