101 mal gelogen. Übertrieben. Gefühlt nur. Nur einmal mit dem analogen Fotoapparat eingefangen.
Bisher.
Bisher nur begangen, beschaut, befühlt, betreten, beobachtet.
Bewegt, beschwingt.
Bedächtig.
Bewegung ins Spiel gebracht.
Die Welt zu weit in der Welt. Statische Mauern innen drinnen abgerissen, das Außen schmilzt zeitlupisch.
Abgestützte Grabplatten, das Konterfei eines Sowjets, die vier Straßen, welche zu diesem verrückten Baum führen.
Kluge Krone!
Glasermeister.
Gelebt, gestrebt, gelitten.
Martha mit h.
Liegt ihm bei.
Die Schneeglöckchen stehen aufrecht.
Wie kleine Soldaten.
Nie wieder Krieg.
An diesem Ort überall.
Präsent.
1903
1905
1945
2022. Februar. (Yashica und Fomapan)
Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof Destrudo // 101 Spaziergänge auf dem Leipziger Ostfriedhof
Das Holz knackt morschtrocken. Kein Lüftchen weht. Auch kein laues. Die Wipfel der halbstarken Bäume haben sich zu einer Krone vereinigt, sie lassen wirklich wenig Licht hindurch. Wenn aber, dann schießt es wie Patronensalven auf alles Sein und kreiert harte, herrliche Schatten. Liebstes Schattenlicht. Aus dem Revolver der Sonne. Das ist die Welt im Garten der verzweigten Lichter. Der Efeu rankt, abgebrochene dünne und auch dicke Äste liegen wie Stolperfallen auf den nicht vorhandenen Wegen.
Zeit vergeht. Läuft. Keine Rücksicht. Das Ende rückt näher. Ticktack, zappzerapp. Der Anfang längst vergessen. Das Außen gerät durcheinander, nicht zum ersten Mal, und ordnet sich wieder, nicht zum ersten Mal. Schwäche wird abgelöst durch Stärke, und andersherum. Ein Kreis, ein ewiger Kreis. Erschöpfung trifft auf Leichtigkeit und Spieltrieb.
Gestalten. Die eine hat den Pelz um sich gelegt wie eine zweite Haut, dunkles Haar fällt darüber, das Gesicht halb verschluckt vom Korn des Papiers. Die andere trägt Strohhut und Hosenträger in Streifen. Hockt, wartet, beobachtet mit einem Blick, der älter wirkt als gelebt. Großformatkamera, Mentorin, Papiernegative. Jedes Bild ein Universum, mit Rand in Rissen, […]