Recht oder nicht Recht , Fotoserie von Antje Kröger

Recht oder nicht Recht

Wenn er mir das angetan hat und zur Miliz gegangen ist, dann soll er verflucht sein! Mit ihren Fliegerbomben sollen sie ihn treffen! Mit ihren Tanks sollen sie ihn niederfahren! Dass er merkt, dass Gott sich nicht spotten lasst. Und dass ein Armer nicht gegen die Generäle aufkommen kann. Ich habe ihn nicht dazu geboren, dass er hinter einem Maschinengewehr auf seine Mitmenschen lauert. Wenn da Unrecht ist in der Welt, habe ich ihn nicht gelehrt, daran teilzunehmen. Ich werde ihm meine Tür nicht mehr öffnen, wenn er zurückkommt, nur weil er sagt, er hat die Generäle besiegt! Ich werde ihm sagen, und zwar durch die Tür, dass ich niemand in meinem Haus haben will, der sich mit Blut befleckt hat. Ich werde ihn mir abhauen wie einen kranken Fuss. Das werde ich. Sie haben mir schon einen gebracht. Der meinte auch, er werde schon Glück haben. Aber wir haben kein Glück. Das werdet ihr vielleicht noch begreifen, bevor die Generäle mit uns fertig sind. Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen.

Die Gewehre der Frau Carrar, Bertolt Brecht

Recht oder nicht Recht , Fotoserie von Antje Kröger
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Recht oder nicht Recht , Fotoserie von Antje Kröger
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Recht oder nicht Recht , Fotoserie von Antje Kröger
Recht oder nicht Recht
Recht oder nicht Recht , Fotoserie von Antje Kröger
Recht oder nicht Recht
Ein Körper steht frontal im Raum, verletzlich und zugleich unbeirrbar präsent. Verband, Haut und Spuren erzählen von Eingriff, Widerstand und Selbstbehauptung. Der direkte Blick konfrontiert die Betrachtenden und lässt keinen Ausweg. Das Bild wirkt roh und still zugleich – eine körperliche Situation, die Fragen nach Macht, Autonomie und Zumutung aufwirft.
Recht oder nicht Recht
Diese Fotografie zeigt den menschlichen Körper als Austragungsort von Kontrolle und Widerstand. Kleidung, Verband und entblößte Haut stehen in einem spannungsvollen Verhältnis zueinander. Die Inszenierung wirkt bewusst unbequem und zwingt zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Zuschreibungen an Körper, Geschlecht und Macht. Eine Arbeit an der Grenze zwischen Porträt, Performance und Körperkunst.
Recht oder nicht Recht
Der Körper steht still, fast unbeweglich. Spuren auf der Haut und der reduzierte Raum verstärken die Schwere des Moments. Nichts wird erklärt, alles bleibt offen. Das Bild entfaltet seine Wirkung langsam und fordert dazu auf, länger hinzusehen – auf den Körper, auf das, was sichtbar wird, und auf das, was unausgesprochen bleibt.
Recht oder nicht Recht
Ein Körper, der nicht ausweicht. Verband, nackte Haut und der frontale Blick erzeugen eine unmittelbare Konfrontation. Das Bild verweigert Harmonie und zwingt zur Auseinandersetzung mit Körperlichkeit, Zumutung und Präsenz. Eine Fotografie, die standhält – und genau deshalb lange im Blick bleibt.
Recht oder nicht Recht
Der Körper steht still, fast wie eingefroren. Stoff, Haut und Spuren bilden ein fragiles Gleichgewicht zwischen Schutz und Offenlegung. Der Blick ist ruhig, aber unerbittlich. Das Bild entfaltet eine leise, schwere Spannung und lädt dazu ein, länger zu verweilen und die Zwischentöne zu lesen.
Recht oder nicht Recht
Diese Arbeit verhandelt den Körper als Ort von Macht und Zuschreibung. Kleidung, Verband und entblößte Haut stehen in einem bewussten Spannungsverhältnis. Die Inszenierung ist frontal und unnachgiebig. Eine Fotografie, die nicht gefallen will, sondern Haltung zeigt und Fragen nach Autonomie und Sichtbarkeit stellt.
Recht oder nicht Recht
Ein Körper. Ein Raum. Ein Blick.
Nichts lenkt ab, nichts wird erklärt. Die Fotografie wirkt direkt und kompromisslos und entwickelt ihre Kraft aus der Reduktion. Ein Bild, das nicht erzählt, sondern stehen bleibt.
Recht oder nicht Recht
Recht oder nicht Recht , Fotoserie von Antje Kröger
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15. Januar 2016

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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selbstporträt inszeniert, sandkastenform als maske vor auge, grüner lidschatten, analog-digitaler remix, konzeptuelle porträtfotografie

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ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
24. September 2026