Die Kraft, die aus der Dunkelheit steigt, kriecht in die Knochen und die Stimmung zugleich. Sie legt sich über die Banalität des Lichtes der Sonne und die Aufgaben des Tagewerkes. Die Kraft der harten Schatten lässt Lust aufflammen, den Abgrund näher rücken, die Töne des eigenen Herzschlages höher schlagen. In dieser Kraft des Schummers liegt eine anziehende Kraft. Schlaf und Rausch tauschen die Rollen. Die hübsche Hässlichkeit verdeckt die Schönheit der Oberfläche. Aus Angst wird Furcht, fürchterliche Furcht, die den Motor der rauschenden Nacht antreibt. Das Licht der Kerzen formt Figuren, knistert und lässt das Wachs tropfen. Schleier werden zu Gespenstern, Gespenster zu Bräuten, und keine weiß mehr, wen sie erwartet. Im roten Laub brennt der Herbst auf Vorrat. Pelz wärmt nichts, Handschuhe halten nichts, und doch greifen sie zu, immer wieder, nach der Flamme, nach dem Rauch, nach dem Atem unter der Maske.
Eine fremde Seele ist Dunkel, sagt man dort, und die eigene auch, wenn das Licht ausgeht und die Farben anfangen zu lügen, rot, blau, magenta, falsche Sonnen für falsche Gewissheit. Es tut gut, sich zu verlaufen. Es tut gut, nicht gesehen zu werden und trotzdem da zu sein. Die Nacht fragt nicht, sie nimmt. Und wir geben, einen Atemzug, eine Kerze, ein Gesicht, bis nur noch der Schummer bleibt.
















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