Der Korb meines Rotkäppchens war irgendwann gefüllt mit Sorgen, bis zum Rand. Sorge. Vorsorge. Sorge vor Sorge. Versorgen, umsorgen, (selbst)fürsorgen. Wo war das niedliche, furchtlose Mädchen geblieben? Angst oder Furcht. Egal. Beides in ordentlichem Maße vorhanden. Nur die Sehnsucht war geblieben. Natürlich. Und wenn sie nicht gestorben sind… Aber so viel(e) war(en) schon gestorben. Die Großmama natürlich. Aber auch die ein oder andere Utopie. Menschen. Vorhaben. Lieben, die Leichtigkeit.
Dafür verheddern sich die Stränge des Lebens. Ein Verwirrspiel. Ein unruhiges Unterfangen. Eine Gefährlichkeit. Ein Rotkäppchen sein, heute. Ein Kraftakt. Der Wald nicht mehr derselbe, der Wolf nicht mehr mit Zähnen, sondern mit anderem. Trotzdem das Cape. Trotzdem Rot. Weil Rot schön gefährlich ist. Weil Rot sich nicht entschuldigt. Rotkäppchen zieht es an, obwohl es weiß, was es kostet. Die Sorgen killen einen. Nicht mit einem Biss. Mit Gewicht. Druck auf den Schultern. Und der Zustand des Seins killt gleich mit. Einfach nur sein. So schwer. Atmen. Warten. Auch das schon eine Last, für die kein Märchen eine Moral kennt. Kein Jäger. Kein rechtzeitig.
Ich vermisse so viel. Viel mehr, als ich habe. Aber ich hatte natürlich auch schon. Das Groteske daran. Nicht der Verlust von Gewesenem. Die Sehnsucht nach etwas, das mir nie gehörte. Nie der eigene Korb. Nie der eigene Wald. Nie die eigene Zeit. Und trotzdem weiter. Rot. Verwirrt. Schön. Erschöpft. Aufhören, keine Option, die das Märchen kennt. Und wenn sie nicht gestorben sind… Alle müssen. Alles muss sterben.














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