Aktfotografie Leipzig

Malaise – und weiter

—> Malaise (der erste Teil)

Ungeputzter Schleier hinter Augen,
gedämpfte Worte zwischen Lippen,
Tränchentropfen zwischen Wimpern.
Kratzspuren entlang der pulsierenden Adern.

Fleisch an Fleisch, verkrampft, gehalten wie ein Absturz.

Abgrund, Absturz, Abyss.

Hände: krallend, suchend, das Zittern festnageln wollend.

Dunkel unter der Haut,
ein Sog,
ein Loch,
ein Schlund.

Kälte frisst Wärme.
Stille frisst Stimme.
Malaise frisst Pulsschlag.

Und der Körper, vor dem Zerreißen,
bleibt.

Nur bleibt.

Wie ein letzter Rest Wille,
der nicht weiß,
wohin.

Aktfotografie Leipzig
Malaise – und weiter
Aktfotografie Leipzig
Malaise – und weiter
Aktfotografie Leipzig
Malaise – und weiter
Schwarz-weiß-Fotografie einer sitzenden Person mit nacktem Oberkörper in dunkler Umgebung. Die Person trägt gestreifte Strumpfhosen und hat den Kopf leicht zur Seite geneigt. Das Gesicht wirkt nachdenklich, die Haare fallen teilweise ins Gesicht. Auf der Brust sind dunkle, malerisch wirkende Spuren zu sehen. Die Szene ist kontrastreich und atmosphärisch dunkel.
Malaise – und weiter
Aktfotografie Leipzig
Malaise – und weiter
Schwarz-weiß-Porträt einer Person, die mit geschlossenen Augen ihren eigenen Körper umarmt. Sie trägt eine eng anliegende, gestreifte Strumpfhose; Arme und Beine sind ineinander verschlungen. Die Haltung wirkt schützend und introspektiv, das Licht betont Gesicht und Hände vor dunklem Hintergrund.
Malaise – und weiter
Aktfotografie Leipzig
Malaise – und weiter
Aktfotografie Leipzig
Malaise – und weiter
Aktfotografie Leipzig
Malaise – und weiter

Werbung

NÄCHSTER FOTOWORKSHOP

One thought on “Malaise – und weiter”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

5. Dezember 2025

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

Latest

FORM | BEZIEHUNG | INHALT (auch ein Fotoseminar)
selbstporträt inszeniert, sandkastenform als maske vor auge, grüner lidschatten, analog-digitaler remix, konzeptuelle porträtfotografie

FORM | BEZIEHUNG | INHALT (auch ein Fotoseminar)

ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
24. September 2026
Der Garten der verzweigten Lichter
Frau in fliederfarbenem Kleid lehnt tanzend an Baumstamm im Wald, Arm ausgestreckt, Efeu und Dickicht, inszenierte konzeptuelle Farbfotografie

Der Garten der verzweigten Lichter

Das Holz knackt morschtrocken. Kein Lüftchen weht. Auch kein laues. Die Wipfel der halbstarken Bäume haben sich zu einer Krone vereinigt, sie lassen wirklich wenig Licht hindurch. Wenn aber, dann schießt es wie Patronensalven auf alles Sein und kreiert harte, herrliche Schatten. Liebstes Schattenlicht. Aus dem Revolver der Sonne. Das ist die Welt im Garten der verzweigten Lichter. Der Efeu rankt, abgebrochene dünne und auch dicke Äste liegen wie Stolperfallen auf den nicht vorhandenen Wegen.
17. September 2026
Im Fragment
Analoges Porträt mit halb grünem, halb rötlichem Farbverlauf, wacher Blick, weißes Kleidungsstück am Hals, konzeptuelle Fotografie über Licht und Fragmentierung

Im Fragment

Zeit vergeht. Läuft. Keine Rücksicht. Das Ende rückt näher. Ticktack, zappzerapp. Der Anfang längst vergessen. Das Außen gerät durcheinander, nicht zum ersten Mal, und ordnet sich wieder, nicht zum ersten Mal. Schwäche wird abgelöst durch Stärke, und andersherum. Ein Kreis, ein ewiger Kreis. Erschöpfung trifft auf Leichtigkeit und Spieltrieb.
13. September 2026