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Schmerz

Malaise – und weiter
Aktfotografie Leipzig

Malaise – und weiter

Ungeputzter Schleier hinter Augen, gedämpfte Worte zwischen Lippen, Tränchentropfen zwischen Wimpern. Kratzspuren entlang der pulsierenden Adern.
5. Dezember 2025
Malaise
Porträt einer Frau vor dunklem Hintergrund, die mit ernstem, direktem Blick in die Kamera schaut. Sie trägt ein weißes, an den Schultern zerissenes T-Shirt und ein weißes Stirnband; ihre Haare wirken zerzaust. Die Arme sind nicht sichtbar, als wären sie im Stoff verborgen. Vor ihr steht ein Tisch, auf dem ein silbernes Tablett und ein weißes Tuch liegen

Malaise

Da stehen viele Betten in diesem Sanatorium. Eines neben dem anderen. Sie bilden horizontale und vertikale Reihen. Gleich einem Schachbrett. Doch es sind immer noch nicht genügend Betten in diesem Sanatorium. Bettenknappheit für all diese Malaise. Das Sanatorium liegt nicht wie beim berühmten Mann auf einem Berg, der zaubern kann, es befindet sich inmitten eines Nichts. Keine Wälder. Keine Moore. Keine Wiesen. Keine Seen. Keine romantische Naturidylle drumherum. Dafür Beton und Stahl und Gewimmer und Gejammer. Nicht, weil das Selbst der Insassen mitleidig ist. Nein. Der Schmerz schmerzt. Und niemand besucht sie, die Schmerzvollen. Sie sind so gefüllt mit diesem Stoff, dass ihnen von Zeit zu Zeit der Atem stockt, der Leib zuckt, die Windungen hinter der Stirn zu einem Kurzschluss verschmelzen. „Besuchst du mich?“ — niemand antwortet: „Ich glaube nicht.“ Der verletzende Schmerz. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Auch die der Schmerzvollen. Gerade ihre.
4. Dezember 2025
Verrat
verrat antje kröger fotografin

Verrat

„Nirgends kommen sich Menschen näher als beim Verrat.“ Stefan Schütz  Und immer spielt die Sehnsucht in das Thema des Verrats und speist es: die Sehnsucht nach der tiefen Überzeugung, der großen Leidenschaft, der starken Loyalität, der Einzigartigkeit und der Unerschütterlichkeit.
20. Dezember 2013