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Lieber ROT als TOT: Ausrufezeichen

Idee, Inszenierung, Auswahl, Retusche: Antje Kröger / Fotografiert von A. Tcherkassova

Blutstropfen auf Porzellan

Kapitalismuskritik? Absolutely!
Ein kritischer Blick auf Körperbilder und die politisch-moralischen Verquickungen, die mit ihnen einhergehen? Oh ja!
Die Frau im Wechsel ihrer Jahre, dem Tode angeblich näher als dem Leben? Oh nein, es geht nicht dem Ende entgegen, es geht nur woanders entlang.

Die biologische Uhr tickt laut. Freude! Ein Sich-Sehnen nach der blutfreien Zeit.
Ist der Schmerz ein Freund in aufwühlenden Zeiten? Unbedingt.
Er ebnet die Wogen, dringt tief hinein in das Sein, öffnet neue Türen und macht das Leben zu etwas noch Wertvollerem.

Das Triumvirat der Farben. Die drei Wichtigkeiten:
Rebellions-Rot, Unschulds-Weiß und Macht-Schwarz – sie machen schön und unverwundbar.

Konsumkultur, Normen, Identität

Körper als politischer Raum

Unverkäuflichkeit

Leere Versprechen

Radikalität, Solidarität, alles hängt am roten Faden

Marx, Arbeiterklasse, Zerschlagung der Monopole

Menstrual Manifesto

Ungezuckert

Kollektive Erkenntnis

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Lieber ROT als TOT: Ausrufezeichen

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2. Februar 2025

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
24. September 2026