Zahl, was es dir wert ist – analoge Porträts im August und September
EIN Angebot, bei dem DU entscheidest, was dir meine Arbeit wert ist. August und September 2026 öffne ich mein Atelier in Leipzig für 90-minütige analoge Fotoshootings: Porträt, Akt oder Künstlerfotografie, ganz wie du möchtest. Fotografiert wird mit meiner alten DDR-Großformatkamera, direkt auf Fotopapier – manchmal 50 bis 70 Jahre alt, mit all seinen Eigenheiten, seinem […]
Die Tränen. Sobald die holzigen Finger in ihrem Hals stecken, rinnen sie in Bächen über ihre fleischigen Wangen. Sie ist nicht geübt im Kotzen. Dabei ist alles zum Kotzen in these times. Ein Gezeter, Gezerre, Geschlage um sie herum. Eine große Traurigkeit hat sich im Resonanzraum Körper ausgebreitet. Eine große Wut auch, jedoch ohne Ventil bisher. Eine große Egalness sowieso. Fatalismus stand ihr schon immer gut.
Der Mond, schon immer hatte er Einfluss, Einfluss auf sie, auf ihr Er-Leben. Der Mond, schon immer sehnte sie sich nach dem hellen Licht der Völle. Der Mond, schon immer wusste sie, dass er der Kamerad war, der ihre Gedanken weiter flüsterte in die Ohren, die sie empfangen sollten, egal ob er schmal oder kugelrund war. Der Mond, ihr Begleiter, nachdem sie immer Ausschau gehalten hatte. Der Mond, ihr Freund in guten und in schlechten Zeiten. Der Mond, ihre Sicherheit im Sein von Raum und Zeit. Doch manchmal verändert er sein Antlitz. Er leuchtet nicht mehr in kalter Klarheit, sondern färbt sich dunkelrot, als hätte er das Blut der Welt getrunken. Ein Blutmond hängt am Himmel, schwer, drängend, unentrinnbar.
Am nächsten Morgen war es sehr trüb. Zwar hatte ich gut geschlafen, aber all die Erlebnisse des Vortages waren wahrscheinlich doch weniger gut verdaulich, als ich gedacht hatte. Dabei war heute mein Geburtstag. Auf meinem Handy blinkten schon Glückwünsche auf. Doch der Tag blieb trüb, die Wolken hingen vor der Sonne, und meine Laune wollte nicht besser werden. All das waren dennoch keine Gründe, Trübsal zu blasen – hinaus ging es.
... keine Welt ohne Leib, aber auch kein Leib ohne Welt. Andererseits heißt es aber auch, dass der Körper das Organ oder Medium ist, mit dem die Wahrnehmung und das Erleben von Welt möglich wird, während er zugleich das Medium und Instrument ist, mittels dessen sich das Subjekt in der Welt zum Ausdruck bringen und […]
Nicht jedes Ende ist ein Ziel. Das Ende der Melodie ist nicht deren Ziel.; aber trotzdem: hat die Melodie nicht ihr Ende erreicht, so hat sie auch ihr Ziel nicht erreicht. ein Gleichnis... Friedrich Nietzsche
Mein Dauerprojekt „Leiber“ gedeiht. Es kommen in unregelmäßigen Abständen neue Bilder, neue Leiber dazu, der Frühling und auch der Sommer werden ihr Übriges tun. Am Ende des Jahres hoffe ich dann, meine 20 Lieblingsleiber zu haben, um sie auszustellen, live, in Farbe und Schwarzweiß. Doch bei diesen Fotosessions passiert meist so viel mehr. Viele Bilder entstehen, und damit sie nicht alle einfach so wieder verschwinden, zeige ich ab und an einige auf meinem Blog. Dennoch: Die Ausstellung wird es vorerst nur in der analogen Welt geben, und das ist auch gut so.