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Fleisch, jenseits des Schleiers der Vernunft, tanzt wild auf dem Schlachtfeld der Lebens-Lust-Last. Knochen, starre Soldaten der Anatomie, recken sich stolz, während der Zahn der Zeit langsam an ihnen nagt. Die Zähigkeit des Lebens, ein kauendes Paradoxon: Tod und Leben umarmen sich.


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Zähne, scharf wie Dolche, zerschneiden die Wirklichkeit, enthüllen die geheime Verwesung unter der Oberfläche. Fleisch, ein Panzer aus Sehnsucht und Wunsch, trägt die Narben der Zeit stolz auf seiner Haut. Die Verwesung, unvermeidliche Muse, singt leise das morbide Lied. Eine stinkende Wolke, heraufsteigend aus dem Abgrund, umarmt unsere Sinne, sie erinnert uns an die Vergänglichkeit der Dinge. Die Unsterblichkeit ist ein Witz, über den nur die Toten lachen können.

Das Fleisch löst sich leise von den Knochen, wie Nebel, der sich über das Land legt und die Konturen der Welt verwischt. Die Knochen, einst das starre Gerüst des Lebens, werden plötzlich hohl und leer. Sie verlieren ihre Form, ihre Identität, und werden zu verlorenen Träumen vergangener Tage. Das Fleisch, ein schattenhaftes Gewebe, wird flüssig und ungreifbar. Es sickert zwischen den Fingern hindurch wie ein unendlicher Strom. Es verliert seine Festigkeit, seine Substanz, und wird zu einem flüchtigen Geist.


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19. September 2023

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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1. September 2026