Diese Geschichte besteht aus drei Strängen: drei Strängen, die auch die Großmutter unterteilte, wenn sie der erstgeborenen Enkelin einen Bauernzopf aus den dünnen Haaren flocht und ihn um den kleinen Kinderkopf legte. Das Mädchen liebte diese intimen Momente mit ihrer Omama. Strang Nummer eins nimmt im August 1980 seinen Anfang. Zu diesem Zeitpunkt lernte die Enkelin Mischka kennen, das Maskottchen der Olympischen Sommerspiele in Moskau. Sie war noch ganz, ganz jung, und eigentlich ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass sie sich so genau an dieses große Sportereignis und den niedlichen Bären erinnern konnte, wie sie es behauptet. Wollen wir ihr aber mal glauben. Seit diesem August 1980 begleitet Mischka sie in ihrem Leben, ebenso wie die Matroschka, der Wolf und der Hase sowie andere sowjetische Artefakte. Auf ihren Reisen durch Osteuropa trifft sie diese regelmäßig wieder – in allen möglichen Daseinsformen: auf Plastiktüten und Buttons, als Lampen und auf Wasserbällen. Es gibt nichts, was es nicht gibt – fast immer „billiger“ Plastikkram zu horrenden Preisen. Der Rubel muss eben immer weiter rollen.