In einem Raum ohne Ecken und Wände, einem endlosen Labyrinth aus Grau, kämmt eine Gestalt das Haar vor einem Spiegel, der kaum etwas zurückwirft. Die Bewegungen sind mechanisch, als ob der Körper ein Eigenleben führt, losgelöst von dem, was einst Geist genannt wurde. Luftnot füllt die Lungen mit einer unsichtbaren Last, Gedanken sind gefangen im Gefängnis, welches keine Gitterstäbe braucht. Erinnerungen, trügerisch und unbestimmt; war die Gestalt einst Mensch oder Tier? Wer ist sie jetzt? In Träumen erscheint sie als Insekt, das über den Boden kriecht, ringend nach einer Freiheit, die nicht existiert.