Kann ein horizontaler Sprung in den Himmel, auf den ersten Blick ein Sprung in die Vergangenheit, doch zukunftsorientiert sein? Eine philosophische Frage, die sich stellt, sobald man ein Bildnis dreht und wendet und sich einlässt auf eine Frage, die viele neue Fragen aufwirft. So wie es immer um das Einlassen geht – auf Menschen, Themen, Geschichten, das Einlassen auf andere Realitäten, auf andere Formen und Farben, auf andere Moral und Wertvorstellungen, auf Diskussionen, Kritik, Streit, auf das Lernen, den Fortschritt, das Abschiednehmen, auf neue Orte, neue Kulturen, neue Gerüche, neue Sichtweisen, Einlassen auf das Gestern und Morgen, auf die Veränderung, auf Nähe und Gefühle, auf neue Spiele, neue Gerichte, neue Worte, Einlassen auf die Angst, die Unsicherheit, auf Missverständnisse, auf die Schatten, die das Licht sichtbar machen, auf das Alter, das die Jugend verdrängt, auf den Verlust und die Trauer, die Platz machen für das Neu, auf die Sonne, auch wenn sie die Haut verbrennt, auf den Wind, auch wenn er die Frisur ruiniert, auf den Regen, auch wenn dieser das Gewand durchnässt.