Diese Geschichte spielt im Monat November. Kalt ist es. Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Doch in welchem Jahr befinden wir uns? Ist es ein Novembertag, irgendwann im letzten Jahrhundert? Oder handelt es sich um mehrere Tage des elften Monats? Vielleicht gar um diesen November, wenn du, geneigter Leser, geneigte Leserin, dies hier gerade rezipierst?
Ich, die Erzählerin, kann nur so viel sagen: Alles hat mit allem zu tun. Alles ist miteinander verwoben. Jede Rolle ist mindestens doppelt besetzt. Es gibt Symbole, Rätsel, Zufälligkeiten. Es gibt eine sehr persönliche Ebene, die ich einst auf einer Reise aufschnappte, es gibt historische Begebenheiten, die so in unserer Welt stattgefunden haben, und es gibt Geschichten von Räumen, Körpern, Beziehungsgeflechten. Und schließlich gibt es, vielleicht als wichtigste Ebene, die Geschichte, die du siehst, fühlst, kreierst und zusammenreimst. Alles ist möglich. Es gibt kein "falsch". Gehe rückwärts, schaue zurück, wenn es dir beliebt. Gehe vorwärts, wenn du magst, und blicke auch dorthin. Dafür zolle ich dir schon jetzt Respekt. Sei ängstlich, wenn es nicht anders geht, oder stelle dich der Angst, auch wenn sie dich durchschütteln will. Halte dem anderen Blick stand, wenn du kannst. Höre genau hin – die Zwischentöne spielen ihre eigene, wichtige Melodie.