Sonderausstellung: ANALOG TOTAL_FOTOGRAFIE HEUTE_im GRASSIMUSEUM LEIPZIG

Ich bin ein Teil davon. Zu sehen von mir sind 50 aus unendlich vielen Polaroids


Antje Kröger stellt aus im Grassi

antjekroeger_grassi_analogtotal

Sonderausstellung: 25.11.2021–03.04.2022 ANALOG TOTAL FOTOGRAFIE HEUTE im GRASSIMUSEUM LEIPZIG

„Die 50 aus „unendlich“ vielen Polaroids der Serie Gelebt, Geschöpft, Erzählt von Antje Kröger zeigen einen besonderen und zum Teil kontroversen Umgang mit Polaroid-Sofortbildmaterial im digitalen Zeitalter. Polaroid ist (und war schon immer) ein relativ teures fotografisches Verfahren, aber auch das Verfahren, welches der digitalen Fotografie am nächsten kommt: Das Ergebnis ist (relativ) schnell sichtbar, braucht und erlaubt keine zusätzliche Verarbeitung und die Farbgebung hat Generationen von analogen und digitalen Fotograf*innen und Instagramer*innen beeinflusst. Das Filmmaterial ist temperatur- und licht- empfindlich, die Haltbarkeit begrenzt und die Resultate zum Teil unvorhersehbar. Antje Kröger wählt bewusst dieses Material, in dem sich auch ihre eigene emotionale Instabilität widerspiegelt und fotografiert damit Serien von Portraits und Selbstportraits. Sie interessiert sich für Menschen und ihre Geschichten und dekonstruiert gezielt und absichtlich Erwartungen an die menschliche Darstellung. Obsessiv erforscht sie mit der Kamera in der Selbstportraitserie KORPUS ihren eigenen Körper. Der Umgang mit der Kamera ist seriell, impulsiv und die Aufnahmen so, wie man es von einer digitalen Kamera erwartet. Dadurch setzt sie einen Gegentrend, indem sie den materiellen Wert, die Wertschätzung und das Alleinstellungsmerkmal des Sofortbildmaterials nicht als vordergründig betrachtet, sondern als eine von vielen Möglichkeiten, um ihre fotografischen Geschichten zu erzählen.

https://www.grassimak.de/…/sonderausstell…/analog-total/#polaroid#grassimuseum#grassi#analogefotografie#antjekroeger

Polaroid Antje Kröger
Polaroid Antje Kröger
KORPUS Polaroid Antje Kroeger
Polaroid Antje Kröger
KORPUS Polaroid Antje Kroeger
Polaroid Antje Kröger

One thought on “Sonderausstellung: ANALOG TOTAL_FOTOGRAFIE HEUTE_im GRASSIMUSEUM LEIPZIG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

8. November 2021

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

Latest

Im Fragment
Analoges Porträt mit halb grünem, halb rötlichem Farbverlauf, wacher Blick, weißes Kleidungsstück am Hals, konzeptuelle Fotografie über Licht und Fragmentierung

Im Fragment

Zeit vergeht. Läuft. Keine Rücksicht. Das Ende rückt näher. Ticktack, zappzerapp. Der Anfang längst vergessen. Das Außen gerät durcheinander, nicht zum ersten Mal, und ordnet sich wieder, nicht zum ersten Mal. Schwäche wird abgelöst durch Stärke, und andersherum. Ein Kreis, ein ewiger Kreis. Erschöpfung trifft auf Leichtigkeit und Spieltrieb.
13. September 2026
Wolfsstunde
Nackter Oberkörper mit Kettenschmuck, Pelzstück über die Schulter geworfen, gestreifte Bänder am Bund, analoges Papiernegativ, Großformatkamera, konzeptuelle Körperfotografie, Fotoserie Wolfsstunde

Wolfsstunde

Gestalten. Die eine hat den Pelz um sich gelegt wie eine zweite Haut, dunkles Haar fällt darüber, das Gesicht halb verschluckt vom Korn des Papiers. Die andere trägt Strohhut und Hosenträger in Streifen. Hockt, wartet, beobachtet mit einem Blick, der älter wirkt als gelebt. Großformatkamera, Mentorin, Papiernegative. Jedes Bild ein Universum, mit Rand in Rissen, […]
1. September 2026
Auf den Punkt gekommen
Bewegungsunscharfe Aufnahme einer dicken Frau im Ausfallschritt, gepunkteter Rock, glitzernder Hintergrund, analoge Großformatfotografie, clowneske Dynamik

Auf den Punkt gekommen

Tupfen über Tupfen, schwarz und weiß. Wirklich? Oder sehen wir sie nur schwarz und weiß? Illusion! Gold glitzert im Hintergrund (Woher wissen wir denn das? Es könnte doch auch Silber sein!) Der Raum gleicht einer Zirkuskulisse, die ihr Unterhaltungsversprechen längst gebrochen hat. Die kleinen und großen Punkte. Dots. Das Muster des Clowns, komisch und traurig zugleich, ein Kostüm. Der Körper dick, unverstellt, geöffnet. Kein Grund zur Scham, nur Fleisch
26. August 2026
Rausch-Tod-Imagination
Dicke Frau berührt sanft die roten Haare einer Frau mit verbundenen Augen, Nahaufnahme der Hände im Haar, dunkler strukturierter Hintergrund, konzeptuelle Imagination-Fotoserie

Rausch-Tod-Imagination

rausch als erster taumel. der moment, in dem die grenzen der haut nicht mehr halten, in dem farbe zu blut wird, blut zu farbe, in dem zwei gesichter sich übereinanderlegen, keines mehr das eigene. lametta wie ein vorhang zwischen wachsein und traum, traum und wachsein. gold, das schneidet, licht, das lügt. der körper bemalt, beschriftet, überschrieben. rote linien, die adern nachzeichnen oder sie erfinden. was zuerst nur schatten war, geworfenes licht, wird mit rotem lippenstift nachgezogen, festgehalten, behauptet, der schatten zur wunde gemacht, die vorlage zur handlung. rausch als erster schritt in die auflösung. der mensch selbst verschwimmt darin, er ist nicht einer, der den rausch erlebt, er ist der rausch, sein gesicht löst sich auf, bevor die kamera es fassen kann, seine konturen zerlaufen wie farbe im wasser. bevor der tod kommt, bevor die imagination übernimmt.
26. August 2026
Zauberei
nahporträt tänzerin mit kurzhaarschnitt, kopf geneigt, intimes analoges schwarzweißporträt, fotoserie zauberei

Zauberei

Zauberei. Das Wort klang so viel schöner als das englische: Its magic. Sie wiederholte es ein paar Mal. Sauberrei. Sauberrei. Mit ihrem herrlichen argentinischen Akzent. Sauberrei. Aus dem harten Z wurde ein weiches S, aus dem Rachen-R ein rollendes. Ich verschwand wieder unter dem glitzernden Stoff hinter meiner Großformatkamera, Zauberei. Eine Begegnung wie ein Zufall, der keiner war.
25. August 2026