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Hinter den Fenstern: Die Trennung



20202020CCC202020202020CCCCCC2020. Das Jahr, das wir hinter den Fenstern lebten: Laut und leise, angestrengt und easy, lachend und weinend, mit Büchern und Spielen, in Einsam-, Zweisam-, Dreisam-, Viersamkeit. Hausstände, Kontaktnachverfolgung, Homeschooling, Quarantäne (qwarantäne oder karantäne, die Geister scheiden sich daran!), Streit, Liebe, AHA-Regeln, 150 Zentimeter Abstand, Existenzangst, Kurzarbeit, Maskenpflicht, Angst, Depression, Backwahn, Querdenker, Stipendium, Desinfektion, Hamsterkäufe, Geisterspiele, Zoom, Skype, Facetime, Whatsapp, Telegramm, Podcasts, Netflix und Co, Freundschaftsauflösungen, Systemrelevanz, Reisewarnung, Cancel Culture, soziale Distanz, Nachrichtenfluten, Pandemie, neue Hobbies, utopieverloren, aufgehalten, neugedacht, lusthabend, rauschsehnsüchtend, tanzverzichtend, Triage, die Welt missend, gedankenverloren, drehend, gelangweilt, politikverdrossen, kopfschüttelnd, Kontaktperson, Familienneudefinitionen, Überbrückungsgeld, Solitickets, Spenden, Streaming, Homeoffice, PCR-Test, RKI, Impfstoff, Essen to Go, Alles to Go, Kulturkicking, Kunstverneinung, Ausgangssperre, Alkoholverbot, Antikörpertest, Hotspot. Chance?


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Die Trennung

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17. Dezember 2020

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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Der Garten der verzweigten Lichter
Frau in fliederfarbenem Kleid lehnt tanzend an Baumstamm im Wald, Arm ausgestreckt, Efeu und Dickicht, inszenierte konzeptuelle Farbfotografie

Der Garten der verzweigten Lichter

Das Holz knackt morschtrocken. Kein Lüftchen weht. Auch kein laues. Die Wipfel der halbstarken Bäume haben sich zu einer Krone vereinigt, sie lassen wirklich wenig Licht hindurch. Wenn aber, dann schießt es wie Patronensalven auf alles Sein und kreiert harte, herrliche Schatten. Liebstes Schattenlicht. Aus dem Revolver der Sonne. Das ist die Welt im Garten der verzweigten Lichter. Der Efeu rankt, abgebrochene dünne und auch dicke Äste liegen wie Stolperfallen auf den nicht vorhandenen Wegen.
17. September 2026
Im Fragment
Analoges Porträt mit halb grünem, halb rötlichem Farbverlauf, wacher Blick, weißes Kleidungsstück am Hals, konzeptuelle Fotografie über Licht und Fragmentierung

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Zeit vergeht. Läuft. Keine Rücksicht. Das Ende rückt näher. Ticktack, zappzerapp. Der Anfang längst vergessen. Das Außen gerät durcheinander, nicht zum ersten Mal, und ordnet sich wieder, nicht zum ersten Mal. Schwäche wird abgelöst durch Stärke, und andersherum. Ein Kreis, ein ewiger Kreis. Erschöpfung trifft auf Leichtigkeit und Spieltrieb.
13. September 2026
Wolfsstunde
Nackter Oberkörper mit Kettenschmuck, Pelzstück über die Schulter geworfen, gestreifte Bänder am Bund, analoges Papiernegativ, Großformatkamera, konzeptuelle Körperfotografie, Fotoserie Wolfsstunde

Wolfsstunde

Gestalten. Die eine hat den Pelz um sich gelegt wie eine zweite Haut, dunkles Haar fällt darüber, das Gesicht halb verschluckt vom Korn des Papiers. Die andere trägt Strohhut und Hosenträger in Streifen. Hockt, wartet, beobachtet mit einem Blick, der älter wirkt als gelebt. Großformatkamera, Mentorin, Papiernegative. Jedes Bild ein Universum, mit Rand in Rissen, […]
1. September 2026