gruen.-rot.-fotokunst-antjekroeger

Grün.Rot.

Diese kleine Serie ist Auftakt, Einleitung, Präludium.
Ein Prolog, eine Initiation, eine leise Schwelle.
Ein Flüstern. Ein erstes Zittern.

Viel Energie, Kraft und Emotion sind unterwegs – in meiner Welt und in der großen darüber hinaus.
Sie wollen sich zeigen, drehen und wenden.
Sie wollen ihre Geschichten erzählen.
Sie wollen er-leben.

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Grün.Rot.

Grün ist Geduld, ist Beharrlichkeit, ist das stille Wiederkommen.
Moos über Mauerwerk, Efeu auf Beton, das das Gestern zudeckt.
Grün ist keine Frage – es ist die Antwort nach dem Sturm.
Es ist das tiefe Atmen.

Das „Trotzdem.“

Und doch:
HALT das ROT aus.
Als Ruf, als Widerstand, als Echo.
Rot ist der Splitter im sanften Fell, das pochende Nein im grünen Ja.
Rot ist das Herz, das zu schnell schlägt, das Licht, das warnt und lockt.

Das Grün be-deckt, das Rot er-öffnet.
Das Grün ver-deckt, das Rot en-tdeckt.
Das Grün gibt Sicherheit, das Rot ist wankelmütig, tanzt herum um den Abgrund.
Das Grün gibt vor, das Rot gibt nach.
Das Grün manipuliert, das Rot verzaubert.

Grün und Rot – zwei Pole – anziehend, abstoßend, umkreisend.

Sie stehen sich gegenüber im Farbkreis wie zwei Charaktere in einem Theaterstück: gegensätzlich, unversöhnlich und doch miteinander verbunden. Sie fordern einander heraus, heben sich gegenseitig hervor.

Grün ist das Versprechen. Rot ist die Konsequenz.
Grün fragt: Willst du?
Rot sagt: Jetzt.
Grün ist der leise Blick durchs Fenster. Rot ist das Aufreißen der Tür.

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Grün.Rot.
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Grün.Rot.

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9. April 2025

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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FORM | BEZIEHUNG | INHALT (auch ein Fotoseminar)
selbstporträt inszeniert, sandkastenform als maske vor auge, grüner lidschatten, analog-digitaler remix, konzeptuelle porträtfotografie

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ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
24. September 2026
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