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Die Walprinzessin

Ich danke einem Antipösen Stück!


Du Wasser sprichst. Wie immer. Mit ihr. Auch schockgefrostet. Sie ist die Prinzessin der Wale. Sie ist DIE Wälin, mittelalt, mittellos, Mittelpunkt. Betritt sie die Eisarena, ziehen Risse ihre Kreise. Materialermüdung? Oder ein Konzert deiner Moleküle? Spiel auf! Für die Prinzessin, sie hört dir zu. Oder magst du Wasser einfach nur heraus aus deinem winterlichen Käfig? Auch dann spiel weiter, dein winterliches Musikwerk. Vertraue der Kraft der Melodie.

Der Wälin Epidermis aus Basal, Stachel, Korn, Glanz und Horn dreht sich in Sonnenstrahlen. Mädel dreh dich. Hopp. Sa. Sa. Einzelne Wassertropfen perlen ab an der dicken Haut wie die Tränen des Januars. Sie dreht ihre langsamen Pirouetten. Verliert dennoch das Gleichgewicht. Dreckig. Wund. Geschund. Steh‘ schnell wieder auf, Prinzesschen. Du brauchst keine Krone richten. Dich erkennt der richtige Blick sofort. Aber steh‘ doch auf. Auch du kannst erfrieren. Der Hauch des Todes macht keinen Halt vor adligem Hierarchie-Gedöns. Es haucht der Frost gerade mit großer Kraft. Er schöpft seine Kraft aus einem blutig-roten Faden. Er ist geübt. Pass schön auf, denn er kann dich täuschen mit warmem, weichem, wunderbarem Wind der List.

Der Schornstein stößt Rau(s)ch hinaus. SOS. Stillgestanden. Das Feuer knistert im Ofen. Es duftet und knackt. Es wärmt in kleinem Radius. Die Augen sind müd‘. Eine Eiszeit viel zu lang für ein Leben. Das Rot des Blutes riecht frisch. Noch nicht geronnen. Tropf, tropf.

Die Wälin. Das Wasser. Der Winter. Das Blut. Die Kraft der Kälte. Das Warten. Orchestermusikke. Knack. Knack. Das Eis, das durch der Wälin Hitze langsam wieder zu Wasser wird. Und über allem schwebt der Bussard.


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