Der Schelm kehrt zurück

Schelmische Rückkehr

Mein Schelm ist zurück – von seiner großen Reise. Wieder in den heimatlichen Gefilden.

Er schelmte während unserer Begegnung, eine große Zeit lang, aber stimmte auch sehr leise Melodien an. Was war in der Zwischenzeit passiert? Fast vierzehn Monate lang hüpfte, schwamm, kroch, lief, fuhr, der Rothaarige über den fernen grünen Kontinent, bestaunte jeden Tag das Meer und seine hohen Wellen – erinnern wir uns: auch mein letztes Treffen mit ihm war nass und voller Reisevorbereitungen: https://www.antjekroeger.de/fotograf_leipzig_antje_kroeger/der-schelm-eine-fortsetzung/ –  kehrte seine freiheitliche Seele heraus, spürte die Sonne auf der Nasenspitze, entdeckte das Neue, war glücklich.

Wieder hier weiß mein Schelm nun gar nicht mehr, wo sein Zuhause-Platz ist. Deshalb irrte er fast verloren durch die Räume, fand seine geliebte Sonnenkugel und das Schirmchen, aber so richtig glücklich machte ihn beides nicht. Seine Sehnsucht war nach Außen gerichtet.

Mauern, Grenzen, der raue Umgangston, noch mehr Ungleichheit  – ihm war aufgefallen, dass der alte, neue Platz ihm fremder war denn je, fremd und unheimlich.

Er trauerte. Will wieder zurück in die Ferne, schnell!

Doch, was mein Schelm noch nicht weiß: wenn er sich diese wunderbare Ferne, Nähe, Freiheit, die Sonnenspitzennase ganz ganz ganz tief (zurück) wünscht, dann findet sein Herz diese überall, auch in schwierigen Zeiten an den Plätzen ohne Meer.

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